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Female Shift & Unternehmenskultur & Zukunftsforscher Horx

Der Zukunftsforscher Horx sagt, Megatrends müsse man nicht „voraussagen“, sie wären schon da und markierten große Veränderungen. Die große Veränderung beim Megatrend Female Shift ist die „heilsame Verweiblichung“ von Wirtschaft und Unternehmen. Das Zukunftsbild: ein umfassender Wertewandel in Richtung Selbstorganisation, Empathie und Balance. Also weg von hierarchischen Kommandos zu einer lebendigen aber wirkungsvollen Unternehmens- und Führungskultur.

Das Bild heute: eine rein männliche Landesregierung mit einer Frau als Bauernopfer, Frauen in Führungspositionen als Ausnahmen, EU-weite Quotenregelungen als konfliktreiche Initiative und Diversity Managerinnen und Manager mit fast unbewältigbar breitem Aufgabengebiet.

Ist Female Shift eine Illusion? Ich habe mich auf die Suche nach den Keimzellen bei starken Marken im männlich konnotierten Hightech-Bereich gemacht. Und sie gefunden.

Zum Beispiel bei Infineon AG, wo Frauen in Top-Positionen bereits Tradition haben. Sabine Herlitschka ist derzeit die Vorstandsvorsitzende. Sie hat Monika Kircher-Kohl abgelöst, Brigitte Ederer ist Aufsichtsratsmitglied. Das Unternehmen steht für herausragende Innovationen. Wichtige Voraussetzung: Eine Unternehmenskultur, die Ideen sprießen lässt und als Innovationen auf den Boden bringt. Alle im Unternehmen beteiligen sich aktiv, von den Führungskräften bis zu den Mitarbeitern.

Ein anderes Beispiel: IBM, der Best-Practice-Konzern in Sachen Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern. Frauenförderung gibt es hier schon seit der Gründung vor mehr als 100 Jahren. Bei IBM Österreich steht auch eine Frau an der Spitze, Tatjana Oppitz. Ein paar ihrer Initiativen: Teilzeitverträge für Managerinnen, Karriere-Coachings für junge Frauen und statt Anwesenheitskultur Vertrauensarbeit mit Homeworking und flexibler Arbeitszeit. Was hat es gebracht? 30 % der Führungskräfte sind Frauen und prägen die IBM-Kultur – ohne Quote.


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Gastautorin

Irmgard Zirkler, Partnerin der IDENTITÄTE®, Tel +43 / 699 / 10 32 53 93, i.zirkler@identitaeter.at


 

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