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Event-Bericht | HRProgress Business Breakfast

HRProgress Business Breakfast, Veranstalter: FHWien der WKW, 27nov2015, Wien

 

Das HRProgress-Team eröffnete im November 2015 seinen Veranstaltungszyklus „Business Breakfast“. Die teilnehmenden Personalmanager diskutierten wissenschaftliche Ergebnisse aus den Bereichen „HR in Mittel- und Osteuropa“. Anschließend gab das Forschungsteam einen ersten Überblick über seine Ergebnisse zu „Neue Kompetenzen für HRM“. Anregende Themen in entspannter Atmosphäre.

Bild 1. Unterschrift: HR-Osteuropa-Experte József Poór im Gespräch mit Teilnehmern

Mit einem Einblick in HRM in Mittel- und Osteuropa startete der ungarische HR-Progress Projektpartner Jószef Poór den Vormittag. Als Mitglied des Forschungsprojekts CEEIRT diskutierte er zunächst die wirtschaftliche Lage in Mittel- und Osteuropa. Darauf aufbauend gab er Einblicke in unterschiedliche Arbeitsprozesse und Arbeitskultur der CEE Länder. Sein Vortrag machte somit auf die Besonderheiten dieses Wirtschaftsraumes aufmerksam und zeigte auf humorvolle Weise Chancen und Stolpersteine einer Zusammenarbeit.

HR Kompetenzen

Was sind die aktuellen Herausforderungen im Personalbereich? Dieser Frage ging Barbara Covarrubias Venegas im zweiten Impulsvortrag mit dem Titel „Quo vadis HR? Kompetenzen für ein zukunftsorientiertes Personalmanagement“ nach. Die Erwartungen von Führungskräften, Mitarbeitern und Kunden an das Personalmanagement steigen. Aufgaben und Funktionen von HR Managern haben sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Hier gibt das HRProgress Kompetenzmodell eine aktuelle Orientierungshilfe.

Hier: Bild2. Unterschrift: Projektleiterin Barbara Covarrubias Venegas präsentiert Forschungsergebnisse

Das HRProgress Kompetenzmodell

HR Kompetenzen bestehen aus Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten. Zusätzlich unterscheidet das neue Modell noch zwischen technischen und verhaltensorientierten Kompetenzen. Legen technische Kompetenzen die Wissensgrundlage, so zeigen verhaltensorientierte Kompetenzen, wie dieses Wissen angewandt werden kann.

Das HRProgress Kompetenzmodell besteht aus drei technischen und sechs verhaltensorientierten Kompetenzen:

Technische Kompetenzen

  • HR Knowledge: HR-spezifisches Wissen; kann je nach Fachbereich für jeden Personaler anders sein, z.B: Arbeitsrecht, Wissen zu Employer Branding, Recruiting, Compensation & Benefits. Wird benötigt, um erfolgreiche Maßnahmen implementieren zu können.
  • Business Knowledge: Kenntnisse zum allgemeinen Geschäftsbereich, in dem das eigene Unternehmen tätig ist. Dieses Wissen ist breiter als HR Knowledge. Ist insbesondere wichtig, um allgemeine Geschäftsstrategien mit HR-Maßnahmen unterstützen zu können.
  • Strategic Approach: Personalmanagement entwickelt sich immer mehr zu einer strategischen Position im Unternehmen. Um dem gerecht zu werden, brauchen Personaler auch eine strategische Herangehensweise an ihre Agenden.

Verhaltensorientierte Kompetenzen

  • Leadership Competence: Führungsqualitäten sind im Personalmanagement wichtig, um die Motivation der Mitarbeiter zu steigern.
  • Change Competence: Personaler sind einerseits strategisch bei der Ausarbeitung von Change Prozessen beteiligt, andererseits operativ, indem sie Mitarbeiter positiv involvieren.
  • Relationship Management Competence: Personaler bauen durch gezieltes Beziehungsmanagement Netzwerke innerhalb der Organisation auf.
  • Consultation Competence: Führungskräfte übernehmen immer starker Aufgabenbereiche von Personaler. Die Personalabteilung unterstützt hier durch Beratung.
  • Ethical Competence: Personaler müssen in ihren Handlungen ethisch und integer vorgehen, um Vertrauen zu genießen.
  • Cultural/Global/Diversity Competence: Voraussetzung für ein erfolgreiches Personalmanagement ist ein inklusiver Umgang mit Mitarbeiter unterschiedlicher Herkunft bzw. Bedürfnissen.

Hintergrund zur HRProgress Studie

Das Stadt Wien geförderte Forschungs- und Lehrteam „HRProgress“ ist am Institut für Personal & Organisation der FHWien der WKW angesiedelt. Die drei österreichischen Wissenschaftlerinnen arbeiten mit Projektpartnern aus Ungarn, der Slowakei und Tschechien zusammen. Der Schwerpunkt der Forschungsarbeit liegt von 2014 bis 2016 auf einer großen internationalen Studie zu HR Kompetenzen in den vier Ländern Österreich, Ungarn, Tschechien und Slowakei. Hiermit werden erstmalig repräsentative Daten aus diesen Ländern zu Rollen- und Kompetenzanforderungen an das Personalmanagement zur Verfügung stehen. Haben Sie Interesse am Austausch? Bitte kontaktieren Sie mich gern: barbara.covarrubias@fh-wien.ac.at

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