Checken Sie mal Ihre Präsentationen anhand dieser 10 handfesten Regeln – haben Sie alles bedacht? Zusätzlich freuen wir uns über weitere Tipps, lassen Sie uns an Ihren Erfahrungen teilhaben!
Infografik gefunden bei: Present Better @ Pinterest

Infografik | 10 Rules to Instantly Improve Your Presentations
Regeln für sofort bessere Präsentationen – was gute Slides wirklich ausmacht
Präsentationen sind im HR-Kontext weit mehr als nur ein visuelles Begleitmedium. Sie sind ein Spiegel der eigenen Klarheit, Struktur und Wirkungskompetenz. Die Infografik „10 Rules to Instantly Improve Your Presentations“ nimmt genau diese Dimension in den Blick und verdichtet sie auf zehn prägnante Prinzipien, die allesamt auf eines hinauslaufen: weniger Ablenkung, mehr Aussagekraft. Wer die einzelnen Punkte aufmerksam betrachtet, erkennt schnell, dass es nicht um kosmetische Optimierungen geht, sondern um ein fundamentales Umdenken in der Art, wie Inhalte vermittelt werden.
Klarheit schlägt Komplexität
Ein zentrales Motiv der Infografik ist die konsequente Reduktion. Präsentationen verlieren an Wirkung, wenn sie mit Text überladen sind oder mehrere Botschaften gleichzeitig transportieren. Besonders deutlich wird dies in der Forderung nach einer klaren Fokussierung pro Folie. Jede Slide soll genau eine Idee vermitteln, nicht mehr und nicht weniger. Damit wird verhindert, dass das Publikum gedanklich springt oder den roten Faden verliert.
Ebenso kritisch betrachtet wird der Einsatz von Bullet Points. Die Infografik stellt klar, dass diese Struktur eher dazu verleitet, Inhalte vorzulesen, anstatt sie frei zu präsentieren. Präsentierende werden dadurch weniger zu Erzählerinnen und Erzählern einer Geschichte, sondern zu Vorlesenden ihrer eigenen Folien. Der eigentliche kommunikative Mehrwert geht verloren.
Auch visuelle Überladung wird konsequent hinterfragt. Formen, Cliparts oder dekorative Elemente ohne inhaltliche Funktion werden als störend bewertet. Die Botschaft ist eindeutig: Alles, was nicht dem Verständnis dient, sollte entfernt werden. Damit wird Raum geschaffen für das Wesentliche, nämlich die Kernaussage.
Design als Werkzeug, nicht als Selbstzweck
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Gestaltungsebene. Die Infografik macht deutlich, dass gutes Design kein Selbstzweck ist, sondern ein funktionales Instrument der Verständlichkeit. Dazu gehört etwa die Lesbarkeit von Texten. Schriftgrößen sollten so gewählt werden, dass sie auch aus der Distanz gut erkennbar sind. Die visuelle Zugänglichkeit steht damit klar über gestalterischer Spielerei.
Auch der Einsatz von Datenvisualisierungen wird kritisch eingeordnet. Komplexe Diagramme, die erst nach längerer Betrachtung verständlich werden, verfehlen ihren Zweck. Stattdessen wird eine klare, sofort erfassbare Darstellung empfohlen. In manchen Fällen kann sogar eine einzelne Zahl stärker wirken als ein komplexes Chart.
Interessant ist auch der Hinweis auf organisatorische Rahmenbedingungen. Die Infografik stellt die Praxis infrage, Präsentationen über eine feste Anzahl von Folien zu definieren. Stattdessen wird vorgeschlagen, Zeit als Maßstab zu verwenden. Dadurch entsteht mehr Flexibilität und Raum für eine sinnvolle inhaltliche Dramaturgie.
Storytelling als verbindendes Element
Über alle Regeln hinweg zieht sich ein Gedanke wie ein roter Faden: Präsentationen sind keine technischen Abläufe, sondern narrative Prozesse. Inhalte sollen nicht nur informiert, sondern erzählt werden. Die einzelnen Slides dienen dabei als Bausteine einer Geschichte, die ein klares Ziel verfolgt.
Wenn jede Folie nur eine Idee transportiert, wenn visuelle Elemente unterstützen statt dominieren und wenn Daten verständlich aufbereitet sind, entsteht ein kohärenter Erzählfluss. Genau hier entfaltet sich die eigentliche Wirkung guter Präsentationen: nicht in der Menge der Informationen, sondern in ihrer Verdichtung und Strukturierung.
Die Infografik zeigt damit eindrücklich, dass Präsentationskompetenz weniger eine Frage von Tools ist, sondern eine Frage von Haltung. Wer konsequent reduziert, klar strukturiert und bewusst erzählt, erhöht nicht nur die Verständlichkeit, sondern auch die Überzeugungskraft. Für HR-Managerinnen und HR-Manager ergibt sich daraus ein klarer Impuls: Gute Präsentationen sind kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis bewusster Entscheidungen über Inhalt, Form und Fokus.


