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Die neue Universum-Studie: Was Studierende von ihren Arbeitgebern erwarten

Die auf Employer Branding spezialisierte Unternehmensberatung Universum hat ihre neue Studie zu den beliebtesten Arbeitgebern publiziert und dazu in den 12 größten Industrienationen (Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Groß Britannien, Indien, Italien, Japan, Kanada, Russland, Südkorea und den USA) in Summe über 294.000 Studierende der Wirtschaft und Technik befragt. Mit durchaus spannenden Ergebnissen, die Arbeitgebern zu denken geben sollten.

Die Top-Marken bleiben die beliebtesten Arbeitgeber

Wenig überraschend sind es die großen Marken, die die Liste der beliebtesten Arbeitgeber anführen. Bei den Wirtschaftsstudierenden sind dies Google, Goldman Sachs und Apple. Aber auch Microsoft, L’Oréal oder KPMG finden sich in den Top 10. Wenig anders ist dies bei den Technikern. Hier liegen Google, Microsoft und Apple ganz vorne.

Bezogen auf Österreich ist das Ranking des trendance Graduate Barometers 2017 ein wenig anders, auch wenn auch hier die Großen ganz oben stehen. Red Bull führt bei den Wirtschaftern hier vor der BMW Group und Google. Aber man staune: Unter den Top 10 finden sich hierzulande auch die Europäische Kommission, das Außenministerium oder die Österreichische Nationalbank. Bei den Technikern sind es Google, BMW Group und SIEMENS.

Nicht mehr nur die großen Unternehmen sind attraktiv

Überraschend mag angesichts dieser Rankings erscheinen, dass es nicht die Großunternehmen – was die Anzahl der Beschäftigten betrifft – sind, die die Studierenden anziehen. Fast ein Drittel sieht sich in einem Unternehmen mit 100 bis 499 Beschäftigten. Unternehmen mit über 1000 Beschäftigten stehen nur bei rund einem Viertel der Befragten auf der Top-Wunschliste.

Social Media und Unternehmens-Webseite wichtig

Wer sich als namhaftes Unternehmen noch nicht über einen Social Media Auftritt drüber getraut hat und auch die eigene Karriereseite nicht ausreichend pflegt, sollte spätestens jetzt damit anfangen. Diese beiden Kanäle sind nämlich bei über der Hälfte der Befragten die Haupt-Kommunikationskanäle mit potenziellen Arbeitgebern. TV Spots sprechen hingegen nur weniger als ein Viertel an. Jobmessen sind immerhin für 4 von 10 der Befragten interessant.

Work-Life-Balance ist das Top-Karriereziel

Aber es ist nicht nur der Auftritt, der zählt. Vor allem an den Rahmenbedingungen gilt es zu arbeiten. In 10 der 12 untersuchten Ländern gaben die Befragten „Work-Life-Balance“ als ihr Top-Karriereziel an. In Summe wurde dieses Karriereziel von 53% der Befragten als wichtigstes Kriterium gereiht. Gefolgt übrigens von einem stabilen und sicheren Job. An dieser Stelle muss natürlich angemerkt werden, dass in unterschiedlichen Ländern sehr unterschiedliches unter dem Begriff „Work-Life-Balance“ verstanden wird.

Einher geht mit diesen Bewertungen gemäß der Studienherausgeber auch der Wunsch nach Geschlechter-Vielfalt und Gerechtigkeit. „Das Verlangen nach Work-Life-Balance und Stabilität führt zu einem weiteren Trend heutiger Arbeitskräfte: Gender Diversity. Studierender dieser Generation sind deutlich verantwortlicher und interessierter an geteilter Verantwortung den Haushalt und das Einkommen betreffend, egal welches Geschlecht sie haben. Dieser neue Ausblick erfordert eine Balance zwischen Arbeits- und Privatleben für alle Beschäftigten.“ So die Herausgeber.


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