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Employer Branding | Das Geheimnis attraktiver Arbeitgeber

Respektvoller Umgang mit den Mitarbeitern, eine angenehme Arbeitsatmosphäre, nette Kollegen und kompetente Führungskräfte: Das sind die wichtigsten Elemente, die ein Unternehmen zu einem attraktiven Arbeitgeber machen, zeigt die aktuelle Employer-Branding-Studie von StepStone.at.

Insbesondere der wertschätzende Umgang und die gute Stimmung im Team lassen einen Arbeitsplatz attraktiv erscheinen, zeigt die Studie: So sind drei Viertel aller Befragten davon überzeugt, dass der respektvolle Umgang mit Mitarbeitern die Firma auch über die Unternehmensgrenzen hinweg zu einem vielversprechenden Arbeitgeber machen. Zudem wollen gut zwei Drittel aller Studienteilnehmer mit Chefs zusammenarbeiten, die ihr Team gut behandeln.

Fast genauso wichtig wie gute Chefs und Wertschätzung im Unternehmen sind den Befragten der Studie ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und der gute Zusammenhalt im Team: Mehr als die Hälfte aller Studienteilnehmer gibt an, dass Unternehmen, in denen alle Mitarbeiter an einem Strang ziehen, ganz besonders attraktive Arbeitgeber ergeben. „Menschen arbeiten nicht für ihre Vorgesetzten, sondern für ihre Kollegen“, sagt Rudi Bauer, Geschäftsführer von StepStone Österreich. „Unternehmen, die auf eine kollegiale Stimmung setzen und der Belegschaft Möglichkeiten zum sozialen Austausch geben, profitieren daher gleich doppelt – von motivierten Mitarbeitern und einer positiven Strahlkraft als attraktiver Arbeitgeber, der auch Talente und Kandidaten am Arbeitsmarkt anspricht.“

Bewerber wollen alle Facetten eines Arbeitgebers kennenlernen

Unternehmen stehen immer mehr vor der Herausforderung, die eigene Unternehmenskultur in allen Facetten nach außen hin zu kommunizieren. In der Realität ist das aber oft schwieriger, als es zunächst klingt. Charakteristische Eigenschaften wie guter Teamzusammenhalt oder wertschätzende Vorgesetzte können in klassischen Stelleninseraten nur schwer abgebildet werden. Schlagworte wie „Leidenschaft“, „Innovation“ und „Teamspirit“ finden sich mittlerweile in jeder zweiten Jobanzeige. Um der eigenen Arbeitgebermarke ein originelles Profil zu verleihen und die besten Talente anzusprechen, braucht es aber mehr als hohle Phrasen: Kandidaten wünschen sich einen „Arbeitgeber zum Angreifen“ und wollen schon vor einer Bewerbung wissen, wie es sich anfühlt, für ein Unternehmen zu arbeiten.

Möglich machen das Angebote wie der StepStone Company Hub (https://www.stepstone.at/e-recruiting/unternehmensportrait/): Hier können sich Arbeitgeber in Wort und Bild mit all jenen Faktoren präsentieren, die Bewerber interessieren. Denn heute geht es um weit mehr als bloße Gehaltsangaben: Gemäß der StepStone-Studie interessieren sich mehr als die Hälfte aller Bewerber ebenso für Informationen zu Benefits und Sozialleistungen. Und mehr als jeder Dritte ist davon überzeugt, dass der Standort und die Infrastruktur eines Büros wesentlich für die Attraktivität eines Arbeitgebers sind.

Zudem wollen Kandidaten wissen, woran sie sind: Nichts nervt Bewerber mehr als fehlendes Feedback zu Eingang oder Status ihrer Bewerbung oder zu langwierige Bewerbungsprozesse, zeigt die StepStone-Studie. Arbeitgeber, die den genauen Ablauf der Candidate Journey bereits vor einer Bewerbung skizzieren, vermitteln daher Sicherheit – und profitieren von Kandidaten, die nicht gleich das Handtuch werfen, wenn sie zwei Tage lang nichts von einem Arbeitgeber hören.

Den Blick hinter die Kulissen möglich machen

Abgesehen davon wirken sich die so genannten „soften“ Faktoren am stärksten darauf aus, ob ein Arbeitgeber von außen als anziehend wahrgenommen wird: Knapp zwei Drittel aller Studienteilnehmer geben an, dass sich die Bereiche Unternehmenskultur, Betriebsklima und Führungsstil am stärksten auf die Attraktivität eines Arbeitgebers auswirken – ebenso wie eine positive Arbeitsatmosphäre und nette Kollegen.

Um Kandidaten daher schon vor einer Bewerbung zu vermitteln, wie eine Firma tickt, sollten Menschen zu Wort kommen, die aus eigener Erfahrung wissen, was im Unternehmen abläuft. Arbeitgeberbewertungen aktueller und ehemaliger Mitarbeiter gewähren einen ehrlichen und authentischen Blick hinter die Kulissen eines Arbeitgebers – und werden entsprechend hoch geschätzt: So zeigt sich knapp ein Viertel aller Befragten davon überzeugt, dass Bewertungen eine gute Möglichkeit sind, um einen Einblick ins Unternehmen zu bekommen. Und für knapp die Hälfte aller Studienteilnehmer wirken sich Bewertungen darauf aus, ob sie sich für eine Stelle bewerben.

Unter anderem interessieren sich Kandidaten für Weiterbildungsmöglichkeiten, Work-Life-Balance oder Lage und Verkehrsanbindung eines Arbeitgebers, zeigt die StepStone-Studie. All diese Kriterien können im Company Hub mit ein bis fünf Sternen bewertet werden – ebenso wie die

Unternehmenskultur und der Zusammenhalt im Team. Damit knüpfen Arbeitgeber direkt an die Interessen von Kandidaten an: Sind doch mehr als zwei Drittel aller Studienteilnehmer davon überzeugt, dass eine gute Atmosphäre und nette Kollegen die Attraktivität eines Arbeitgebers besonders stark beeinflussen. Und für fast 60 % spielen Unternehmenskultur, Betriebsklima und Führungsstil eine große Rolle dabei, ob ein Unternehmen als Arbeitgeber in Betracht gezogen wird oder nicht.

Keine Angst vor negativen Bewertungen

Dass negative Bewertungen die besten Kandidaten abschrecken, verhindern zwei Mechanismen: Zum einen werden alle Bewertungen manuell von einer entsprechend geschulten Redaktion überprüft. Und zum zweiten sind auch negative Bewertungen ein Gewinn: Sie zeigen nicht nur Baustellen im Unternehmen auf, wo an der eigenen Mitarbeiterzufriedenheit gearbeitet werden kann, sie sortieren auch schon im Vorfeld ungeeignete Bewerber aus, die nicht zur eigenen Unternehmenskultur passen und selbst bei einer Einstellung schnell wieder von Bord gegangen wären.

Je mehr Informationen ein Unternehmen im Vorfeld zur Verfügung stellt, um interessierten Bewerbern eine Orientierung zu bieten, desto eher kommen Kandidaten an Bord, die ideal mit dem eigenen Unternehmen, dessen Werten und Zielen harmonieren. Vor allem erfahrene Fachkräfte wünschen sich Unternehmenswerte, mit denen sie sich identifizieren können, zeigt die Studie: Gut die Hälfte bewerten Produkte und Dienstleistungen, hinter denen man als Arbeitnehmer stehen kann, als maßgeblich für die Attraktivität eines Arbeitgebers.

Unternehmen, die Kandidaten schon im Vorfeld Einblick in Arbeitsweisen und Kultur gewähren, haben daher bei der Suche nach hoch qualifizierten Bewerbern die Nase vorn. Und wer noch weiter an seiner Attraktivität als Arbeitgeber schrauben möchte, kann sich im Whitepaper der StepStone-Studie Tipps holen, welche Faktoren Bewerber besonders ansprechen – und wie sich die eigene Arbeitgebermarke erfolgreich am Jobmarkt verankern lässt.

Whitepaper der StepStone-Studie: www.stepstone.at/…/StepStone-Employer-Branding-Studie_Mai-2018.pdf


Gast-Autor

Rudi Bauer ist Geschäftsführer von StepStone Österreich, www.stepstone.at


 

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