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Führungskraft als „Leuchtturm“ | Erstrebenswert? Ein Abwägen von Pros & Contras

Serie: Grundsatzfragen zum Thema Führung, denen sich Human Ressource Experten stellen sollten
Teil 7

 

Was bedeutet es, als Führungskraft ein „Leuchtturm“ zu sein? Ist das anzustreben oder lieber abzulehnen? Wer möchte schon den ganzen Tag „brennen“? Ist da Burn out nicht vorprogrammiert?

Führungstraining: state-of-the-Art

Vielfach werden heutzutage ChefInnen in Führungskräfteausbildungen darauf trainiert „Leuchttürme“ zu sein! Gemeint ist damit, dass man ein „leuchtendes Vorbild“ für seine MitarbeiterInnen sein soll: unbeirrt, zuversichtlich, klar in schwierigen Zeiten und Krisenzeiten. Denn ein Leuchtturm gibt Orientierung, hilft dabei, herausfordernde Klippen zu umschiffen und schafft Sicherheit in stürmischen Situationen.

Was macht einen Leuchtturm aus?

Ein Leuchtturm für seine MitarbeiterInnen zu sein, meint vor allem, über strategische Kompetenz zu verfügen, die helfen, kritische Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.  Und es braucht die Fähigkeit, Strategien zu entwickeln – gepaart mit kräftigem Durchsetzungsvermögen, um diese Strategien auch nachhaltig umzusetzen.

Ein Leuchtturm gibt Sicherheit

Leider wünschen wir uns in schwierigen Zeiten noch immer viel zu sehr, dass ein/eine Einzelne/r die Geschicke zu unser aller Gunsten leitet. Stattdessen sollten wir  uns selbst in  Bewegung setzen  und unseren sinnvollen Beitrag zum Gesamten zu leisten.

Dass für dieses „In-Bewegung-Setzen“, ein strategischer und emotionaler Leuchtturm äußerst unterstützend und wertvoll sein kann, haben Einige in Krisenzeiten vielleicht schon selbst erlebt. Ein/eine ChefIn als Leuchtturm, der stark und sicher verkündet „Wir schaffen das, wenn wir zusammenhalten und zusammenstehen“ gibt auch in Situationen der Unsicherheit noch Sicherheit und Zukunftsorientierung. Das Leuchten steckt an, springt über, gibt Zuversicht und kann helfen, Berge zu versetzen. Für den/die ChefIn selbst, einzelne Teams und die ganze Belegschaft!

Wie kann Human Resources beitragen, um Leuchttürme zu entwickeln und unterstützen?

Um so ein strategischer und emotionaler Leuchtturm zu sein braucht es Selbstsicherheit, Gelassenheit, mentale Kraft, Mut und eine positive Lebenseinstellung. Das sind starke persönliche Kompetenzen, die mit Unterstützungsmaßnahmen gestärkt werden können: Re-Orientation Seminare, Selbstfindung und -erfahrung, Persönlichkeits- und Gesundheitscoaching, Entstressung und Entspannung, Mentaltraining etc gehören somit in jedes innerbetriebliche Bildungsangebot für Führungskräfte, um Leuchtkraft zu entfachen, zu entwickeln und beständig am Leuchten zu halten.

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Ein Kommentar

  1. Thomas Scherer am

    Ich stimme vollkommen zu, dass wahre Führungskräfte die Kompetenz haben müssen, als Vorbild voran zu gehen, Menschen mit Ihrem Sein und Tun zu begeistern und in Krisenzeiten eine Stütze zu sein. Mit dem „starken Durchsetzungsvermögen“ in Wandelprozessen habe ich jedoch meine Probleme. „Konsistenz“, „Geduld“, „Empathie“, „Verständnis“, würden mitunter besser passen.

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