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HRweb vor Ort | AMS 2020 & Gehaltsverhandlung beim AMS-Forum

Foto v.l.n.r.:  Dr. Conrad Pramböck, Michael Schöpf, Michaela Vorauer

Am 19feb20 lud das Key Account Management des AMS Niederösterreich erneut zum AMS Forum. Diesmal ging es um die Schwerpunkte des AMS NÖ 2020 und der Kunst der Gehaltsverhandlung:

 

Event-Eckdaten:
Kongress: AMS-Forum | Veranstalter: AMS Niederösterreich | 19feb2020

 

Das Key Account Management des AMS bietet überregionalen Unternehmen eine zentrale Ansprechperson für alle Personalfragen. Gemeinsam mit der Zentrale wird abgestimmt auf die Organisationsstruktur der ideale Recruitingprozess definiert und ein einheitlicher Standard für die Personalsuche in Kooperation mit den regionalen AMS Geschäftsstellen festgelegt.

Schwerpunkte des Arbeitsmarktservice 2020

Michaela Vorauer – Stv. Landesgeschäftsführerin des AMS Niederösterreich


Der Vortrag von der stellenvertretenden Landesgeschäftsführerin behandelte die Fakten, die Herausforderungen und die Chancen am Arbeitsmarkt in NÖ.

Zu Beginn ging Frau Vorauer auf die Rahmenbedingungen des Arbeitsmarktes 2019 ein:

Trotz Abnahme des globalen Wirtschaftswachstums aufgrund von Spannungen, wächst die Weltwirtschaft nach wie vor und eine starke Nachfrage an Gütern und Dienstleistungen führt auch zu einem hohen Bedarf an Arbeitskräften. Dies wiederrum führt zu einer Zunahme an Beschäftigungsverhältnissen in fast allen Branchen und spiegelte sich somit in einer guten Beschäftigungsentwicklung. Weiters konnte das AMS NÖ damit trumpfen, dass 46% aller gemeldeten Stellen, innerhalb von 30 Tagen und 71% innerhalb von 60 Tagen, besetzt werden konnten.

In Bezug auf die Herausforderungen wurden folgende Arbeitsmarktprognosen aufgezeigt: So werden Schlüsselindustrien (allen voran Handel und Warenherstellung) unter Stress stehen und das Wirtschaftswachstum würde sich von 3,6% auf 2,9% reduzieren. Auch globale Risiken, wie der Handelskrieg zwischen den USA und China, würden dies noch unterstützen. Dennoch wird Österreich neuerlich oberhalb des Schnitts der Euro-Zone (19 Länder) bzw. der EU-28 Länder liegen. Und: die Nachfrage nach Lehrausbildung wird bis 2030 weiterhin steigen.

Wo sind nun die Chancen?

Hier ging Frau Vorauer auf das Arbeitsmarktchancenassistenzmodell ein:

Durch die auf Arbeitsmarktchancen abgestellte Betreuung bzw. Vermittlung soll unter anderem die Integration in den Arbeitsmarkt schneller geschafft werden. Ergänzend wird durch die Berücksichtigung der Arbeitsmarktchancen mehr Effizienz beim Fördermitteleinsatz erwartet. Der Bedarf an intensiverer Einzelbetreuung für Personen mit niedrigen Arbeitsmarktchancen soll durch Externe abgedeckt werden, um Zeit für Kundinnen und Kunden mit mittleren Chancen und für das Kerngeschäft des AMS – die Vermittlung, freizuspielen.

Die Kunst der Gehaltsverhandlung

Dr. Conrad Pramböck – Upstyle Consulting GmbH

Im zweiten Vortrag wurde dann aus der Praxis erzählt: Herr Dr. Conrad Pramböck, einer der wohl bekanntesten Gehaltsexperten in Österreich, gewährte auf sehr amüsante Art und Weise Einblicke in die Kunst der Gehaltsverhandlungen. Nach einem kurzen Überblick über die Entwicklung von akademischen Gehältern, ging Herr Dr. Pramböck vor allem auf die Möglichkeiten ein, wie man zu einem höheren Gehalt kommt:

  1. Bessere Leistung kurzfristig -> höherer Bonus
  2. Mehr Verantwortung -> mittelfristig -> höheres Grundgehalt
  3. Berufliches Netzwerk aufbauen ->langfristig -> ein besserer Job

Weiters gilt in der Kommunikation: immer freundlich auf der Beziehungsebene aber hart bei den Fakten.

Kennen Sie BATNA? Diese Abkürzung steht für Best Alternative To a Negotiated Agreement, wenn wir uns nicht einigen, wer hat die bessere Option? Hier führt der Fachkräftemangel dazu, dass sich das BATNA und damit die Verhandlungsmacht im Laufe der Karriere zunehmend vom Arbeitergeber zum Mitarbeiter verlagert.


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