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Bewerbungs-Check | Erfolgreicher Bewerbungsprozess für IT-Jobs: Mit diesen Tipps zur erfolgreichen Einstellung

Ob Softwareentwicklung, Systemadministration oder App Development – IT-Jobs sind begehrt und gut bezahlt. Mit einer aussagekräftigen, strukturierten und vollständigen Bewerbung können IT-Fachleute die Personaler von sich überzeugen.

Welche Dokumente in den Bewerbungsunterlagen sein sollten und wie man sie am besten präsentiert, zeigt dieser Beitrag.

 

 

Die Bewerbungsunterlagen

Jobinteressierte machen mit einem interessanten Anschreiben auf sich aufmerksam, mit einem gut strukturierten Lebenslauf hinterlassen sie einen positiven Eindruck. Während der CV stichpunktartig durch den bisherigen Werdegang führt, haben Kandidaten und Kandidatinnen im Motivationsschreiben mehr Raum, um ihr Interesse an der IT-Stelle zu begründen und sich selbst ins beste Licht zu rücken. Dass man Programmiersprachen von C++ bis Python fließend spricht, lässt sich mit entsprechenden angehängten Zertifikaten belegen.

Das Motivationsschreiben: Der richtige Einstieg in die Bewerbung

Noch bevor die IT-Bewerbung in der Personalabteilung landet, entscheidet der Betreff, ob die E-Mail überhaupt geöffnet und weiterbearbeitet wird. Die Betreffzeile sollte deshalb möglichst konkret sein und neben „Bewerbung“ auch die Stellenbezeichnung enthalten, auf die man sich bewirbt. Hinzu kommen weitere Kennungen, die in der Stellungsausschreibung gegebenenfalls zu finden sind.
Ein Beispiel: „Bewerbung als Fullstack Developer, Referenznummer xyz“.

Als Nächstes gilt es, mit der Begrüßung zu punkten. Ein allgemeines „Sehr geehrte Damen und Herren“ ist nur dann die richtige Wahl, wenn im Inserat kein Ansprechpartner angegeben ist. Andernfalls richtet man die Bewerbung direkt an die Person, die die Unterlagen durchsieht.
Zum Beispiel: „Sehr geehrte Frau Huber“.

Was Frau Huber dann ins Auge fällt, ist der erste Satz. Mit einem gelungenen Einstieg machen die Job-Anwärter und -Anwärterinnen auf sich aufmerksam und regen direkt zum Weiterlesen an. Genau wie der sprichwörtliche erste Eindruck sich nicht korrigieren lässt, ist auch der erste Satz im Anschreiben entscheidend. Von Floskeln wie „Hiermit bewerbe ich mich als Fullstack Developer“ nimmt man deshalb besser Abstand. Stattdessen bietet es sich an, eingangs Bezug auf das Tech-Unternehmen zu nehmen, wo man tätig werden will, oder eine Anforderung aus dem Inserat aufzugreifen.
Zum Beispiel: „Als Zahlen-Nerd mit Teamgeist freue ich mich darauf, Systemlösungen gemeinsam mit dem Development-Team für Ihr Unternehmen zu entwickeln.“

Anschreiben formulieren

So individuell wie der eigene Lebenslauf sollte auch die kurze Arbeitsbiografie im Anschreiben ausfallen. Vorlagen aus dem Internet sind eine gute Orientierungshilfe, sollten aber nicht per Copy-and-paste übernommen werden. Auf nicht mehr als einer A4-Seite legen die Jobinteressierten ihren persönlichen Werdegang, Ausbildungsweg und besondere Kenntnisse dar.

Zu Letzterem gehören neben IT-Know-how auch Softskills wie Kommunikationsstärke oder Kreativität sowie relevante Hobbys wie beispielsweise Blogging. Die eigene Website dient dann gegebenenfalls als Referenz.

Taucht in der Ausschreibung die Frage nach dem Gehaltswunsch auf, sollte im Anschreiben auch ein Gehalt angegeben werden. Als Orientierungshilfe dienen Listen mit den branchenüblichen Gehältern für IT-Berufe, die man im Netz findet.

Checkliste für den IT-Lebenslauf

In antichronologischer Reihenfolge (letzte Anstellung steht an erster Stelle) skizziert der CV:

  • Berufserfahrung
  • Bildungsweg
  • Praktika und Auslandserfahrung
  • Weitere relevante Kenntnisse wie Fremdsprachen
  • Hobbys kommen mit in die Liste, wenn sie zum Berufswunsch passen.

Neu in der Branche? So kann man trotzdem punkten

Ob Quereinsteiger oder Berufseinsteigerin – nicht immer hat man einen Stapel Arbeitsproben oder passende Arbeitszeugnisse parat, die zur gewünschten Stelle passen. Dennoch lassen sich Argumente finden, die für die eigene Anstellung sprechen.
Ein Beispiel: „In meinem Umfeld werde ich schon seit der Schulzeit herangezogen, wenn es Computer-Probleme gibt. So habe ich gespürt, dass die technische Beratung ein passendes Betätigungsfeld für mich ist. Jetzt möchte ich mit dem Werkstudium in Ihrem Unternehmen darauf aufbauen.“

Vielleicht hat man aber auch ohne Tätigkeit in der IT-Branche bereits in anderen Berufen technische Fachkenntnisse erworben. Auch dieses Know-how hat einen Platz in der Bewerbung – und natürlich auch auf LinkedIn und Xing. Dieser Internetauftritt sollte stets auf dem neuesten Stand sein und die aktuellen Karrierewünsche widerspiegeln.

Stimmt’s? Dokumente stets Korrektur lesen

Zu guter Letzt darf ein knackiger Schlusssatz nicht fehlen. Dabei gilt es, Konjunktive zu vermeiden. Auf ein Vorstellungsgespräch würde man sich nicht freuen, man freut sich darauf! Und dann kommt der Feinschliff.

Obwohl ein Anschreiben häufig nur überflogen wird, ist eine fehlerfreie Schreibweise das A und O. Außerdem lässt sich beim nochmaligen Korrekturlesen prüfen, ob alle wichtigen Angaben enthalten sind. Vor dem Abschicken schnell noch einmal die eigenen E-Mail-Einstellungen überprüfen: Am besten enthält der Absender den vollständigen Namen des Bewerbers beziehungsweise der Bewerberin und die eigene E-Mail-Adresse ist seriös.

Nach der Bewerbung ist vor dem Vorstellungsgespräch

Wenn dann die Einladung zum Vorstellungsgespräch kommt, ist es an der Zeit, noch einmal in die Unternehmensgeschichte einzutauchen und sich mit dem potenziellen neuen Arbeitsplatz vertraut zu machen. Welche fachlichen Fragen können im Gespräch kommen und mit welchen Antworten kann man überzeugen? Welche Fragen hat man womöglich selbst zur Stelle und zum Unternehmen, die sich mit der Recherche nicht klären lassen? All dies schreibt man zur Vorbereitung auf.

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