HRweb | Die erfrischende Plattform für Human Resources

Beruflich ins Ausland gehen mit diesen nützlichen Tipps

Wer eine Reise macht, der hat viel zu erzählen. Was für die uralte Volksweisheit zutrifft, gilt für einen längeren Aufenthalt in einem anderen Land umso mehr. Denn gerade das dauerhafte Zusammenleben mit Menschen einer anderen Kultur und einer anderen Sprache erweitert die Perspektive ungemein.

Es gibt viele Gründe, die für das längere Arbeiten im Ausland sprechen. Mit unseren Tipps möchten wir bei der Vorbereitung helfen.

 

 

Wichtige Voraussetzungen für das Arbeiten im Ausland

Der Aufenthalt im Ausland ist eine echte Bildungsreise, an der jeder Mensch gewaltig wächst. Die Anforderungen beginnen nicht erst mit der Ankunft im Wunschland. Vor der Reise kommen nämlich die Formalien und es wird ein ganz schöner Wust auf einen zukommen. Wir gehen Schritt für Schritt die wichtigsten Punkte durch, die vor dem Gastauftritt zu beachten sind:

Richtig bewerben

In Österreich wissen wir mehr oder weniger gut, wie man sich auf eine Arbeitsstelle bewirbt. Doch andere Länder, andere Sitten. Und so können sich die Anforderungen an Bewerbung, Lebenslauf und Motivationsschreiben von Land zu Land unterscheiden. Wichtig ist es also, sich mit den jeweiligen Gepflogenheiten in puncto Bewerbungsschreiben und Lebenslauf vertraut zu machen. Eine andere Schwierigkeit wird die andere Sprache sein, in welcher die Bewerbung verfasst sein muss.

Vor allem komplexe Schriftstücke lassen sich nicht ohne weiteres auf Grundlage des eigenen Sprachniveaus und mithilfe des Google-Übersetzers erstellen. Dabei entscheiden Details über Absage und Zusage. Zum Glück gibt es die Option, die Hilfe qualifizierter Übersetzer zu beanspruchen und sich zum Beispiel beglaubigte Übersetzungen von Alphatrad erstellen zu lassen, die es einem ermöglichen, sich hierbei mit einer guten Performanz aus der Affäre zu ziehen.

Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis

Obligatorisch wird vor dem Berufsjahr im Ausland die Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis sein. Auch hier unterscheiden sich die Anforderungen wieder von Land zu Land. Das geringste Problem werden Aufenthalte in einem anderen EU-Land sein, denn das EU-Freizügigkeitsgesetz hat die bürokratischen Hürden weitgehend abgebaut. Wer hingegen in ein Nicht-EU-Land ziehen möchte, muss meistens zusätzliche Bedingungen zur Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis erfüllen.

Dies kann der Beleg dafür sein, dass man im Zielland bereits einen Arbeitsplatz gefunden hat. Andere Länder fordern sogar das Vorzeigen des Arbeitsvertrags, um wirklich sicherzugehen, dass die hiesigen Sozialsysteme nicht belastet werden. In England benötigen Expats außerdem eine National Insurance Number (NIN), die im Land beantragt und dem Arbeitgeber vorgelegt werden muss.

Sozialversicherungen

Unterschiede bestehen zwischen den einzelnen Ländern auch hinsichtlich des Versicherungsschutzes, der wie in Österreich je nach Versicherung verpflichtend oder freiwillig sein kann. Auch hier lohnt es, sich mit den Bedingungen im Gastland auseinanderzusetzen. Besonders wichtig werden die Bedingungen bei der Arbeitslosen-, Unfall-, Auslandskranken-, Haftpflicht- und Sozialversicherung sein.

Welche Berufe eignen sich besonders gut im Ausland?

Qualifizierte Arbeitskräfte haben es leichter ein Visum zu erhalten. Dies gilt besonders dann, wenn die eigenen Fähigkeiten sich auf Tätigkeiten in Branchen erstrecken, bei denen im Zielland gerade ein Fachkräftemangel vorherrscht. Die größten Chancen auf Anstellung haben tendenziell die Bewerber in folgenden Branchen:

  • Bildung und Kinderbetreuung
  • Gesundheitswesen
  • IT-Wesen
  • Tourismus
  • Handwerk und Bauwirtschaft
  • Unternehmensberatung
  • Management
  • Finanzwesen

Vor- und Nachteile der Arbeitserfahrung im Ausland

Die Erfahrungen, die während der Reise gesammelt werden, bereichern die Biografie und sind von einem unschätzbaren Wert. Im Ausland für eine längere Zeit zu leben und zu arbeiten, macht sich deshalb in einem Lebenslauf immer gut und wertet den eigenen Marktwert auf. Man entwickelt die Beherrschung der Fremdsprache weiter und baut sich neue Netzwerke und neue Freundeskreise auf. Nicht zuletzt macht der Verbleib im Ausland im Zusammenleben mit anderen Charakteren geschmeidiger und wertvolle Fähigkeiten wie Flexibilität und Problemlösen erfahren einen spürbaren Schub.

Doch der Auslandsaufenthalt bedeutet auch für eine längere Zeit Verzicht auf seine alten Freunde und seine Familie, mit denen man meistens nur noch über Internet und Telefon kommunizieren kann. Die Auseinandersetzung mit den bürokratischen Anforderungen wird keine Freudentänze auslösen und gerade zu Beginn hat man es schwer, Anschluss in der neuen Gesellschaft zu finden.

Bildquelle: https://images.unsplash.com
teilen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.