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Artificial General Intelligence (AGI) – Das nächste große Ding? | Michael Katzlberger im Interview

AGI, Michael Kkatzlberger: Artificial General Intelligence

Artificial General Intelligence (AGI) verfügt über Verstand, Emotionen und soll als Universalwerkzeug dienen. Michael Katzlberger verrät uns, worauf wir uns in der HR vorbereiten sollten.

Da ich immer noch nicht genug habe von Artificial Intelligence in HR, picke ich mir bei Kongressen wiederholt die AI-Themen heraus. Beim HR Inside Summit (Summer Edition am 13juni2024 in Laxenburg) wird Michael Katzlberger über „Artificial General Intelligence – Das nächste große Ding?“ sprechen.

INHALT

Interview

Interview-Partner

Michael Katzlberger widmet sich seit 2016 intensiv dem Thema Künstliche Intelligenz (KI) in der Kreativindustrie, berät Unternehmen und gibt sein Wissen in Seminaren, Lehrveranstaltungen und Gastvorträgen im In- und Ausland weiter. Sein Schwerpunkt liegt hierbei darauf, das Thema KI zu entmystifizieren, um es EPUs, KMUs und der breiteren Öffentlichkeit besser zugänglich zu machen.

Mehr hören Sie von ihm beim HR Inside Summit (Summer Edition am 13juni2024 in Laxenburg): www.HRsummit.at/Summer-Edition

Interveiw mit Michael Katzlberger über Artificial General Intelligence, AGI

Definition von AGI – Artificial General Intelligence

Michael Katzlberger, was verstehen Sie unter AGI – Artificial General Intelligence?

Unter Artificial General Intelligence (AGI) oder allgemeiner künstlicher Intelligenz versteht man Computersysteme, die in der Lage sind, wie der menschliche Verstand Wissen zu erwerben und flexibel über verschiedene kognitive Aufgaben und Domänen hinweg zu denken und zu lernen. Das bedeutet unter anderem auch, dass sie Emotionen erkennen und imitieren können. Im Gegensatz zu heutiger künstlicher Intelligenz, die auf spezifische Anwendungen trainiert ist, soll AGI eine Art „Universalwerkzeug“ für Intelligenz sein.

Artificial General Intelligence im Arbeitsalltag

Wozu soll AGI eingesetzt werden?

AGI soll potenziell in allen Bereichen eingesetzt werden können – von Wissenschaft und Forschung über Wirtschaft, Produktion und Logistik bis hin zu persönlichen digitalen Assistenten, die Menschen unterstützen. Da sie Wissen akkumulieren und Probleme ähnlich flexibel lösen kann wie Menschen, erhofft man sich enorme Produktivitätssteigerungen und disruptive Innovationen.

In welchen Bereichen wird Artificial General Intelligence konkret im Arbeitsalltag Einfluss haben?

AGI-Systeme könnten Expertinnen und Experten in praktisch allen Berufszweigen teilweise oder vollständig ersetzen – von Medizin über Recht bis zu Ingenieurwesen und kreativen Tätigkeiten. Viele Routinetätigkeiten und Büroarbeiten ließen sich durch AGI weitgehend automatisieren. Die Disruption des Arbeitsmarktes wird massiv sein, die meisten Menschen haben noch keine Vorstellung, was da auf sie zukommt.

Michael Katzlberger, worin liegen die Grenzen (Gefahren)?

Die größten Herausforderungen bzgl. Artificial General Intelligence sind ethischer und sicherheitstechnischer Natur. Es muss sichergestellt werden, dass AGI-Systeme über ein stabiles Wertesystem verfügen, ethische Prinzipien konsequent befolgen und keine Ziele entwickeln, die dem Menschen schaden. Weitere Risiken sind Kontrollverlust, Arbeitsplatzverlust durch Automatisierung und Doppelnutzung für zerstörerische Zwecke.  Aktuelle technische Grenzen liegen in der Skalierbarkeit der nötigen Rechenleistung und Datenmengen.

Welche Voraussetzungen müssen in Unternehmen geschaffen werden, bevor AGI zielführend eingesetzt werden kann?

Zunächst müssen technische Voraussetzungen wie Hochleistungsrechner, Cloud-Infrastruktur und Datenverfügbarkeit geschaffen werden. Wichtiger sind jedoch ein robuster gesetzlicher Rahmen für verantwortungsvollen AGI-Einsatz, Personalschulungen sowie Anpassungen der Organisations- und Arbeitsstrukturen im Unternehmen. Letztlich sind weitreichende gesellschaftliche und gesetzliche Rahmenbedingungen erforderlich.

Forschungsansätze & Ergebnisse bzgl. AGI

Erzählen Sie uns tiefergehend über AI-Forschung und intelligente Maschinen

Die Entwicklung von AGI ist der „heilige Gral“ der KI-Forschung und erfordert Durchbrüche in vielen Teilbereichen wie maschinellem Lernen, Reasoning, natürlicher Sprachverarbeitung, Wissensrepräsentation und anderen. Zentrale Herausforderungen sind der Erwerb von kausalen Weltmodellen, Transfer- und „Meta-Lernen“, Bewusstsein und Intentionalität. Auch die Verfügbarkeit massiver Datenmengen und Rechenressourcen ist ein Schlüsselfaktor.

Wann können wir mit der Umsetzung von Artificial General Intelligence rechnen?

Die Entwicklung von Artificial General Intelligence ist eine immense Herausforderung mit vielen technologischen und wissenschaftlichen Hürden. Führende KI-Forscher und Unternehmen wie DeepMind, OpenAI und Anthropic arbeiten jedoch aktiv daran und halten die Erreichung von AGI noch in diesem Jahrhundert für realistisch.

Artificial General Intelligence (AGI) – Das nächste große Ding? | Michael Katzlberger im Interview

© Titelbild: Michael Katzberger
© Passfoto: 3LIOT.ai

Mag. Eva Selan, MSc | HR-Redakteurin aus Leidenschaft

Theoretischer Background: MSc in HRM & OE. Praktischer Background: HR in internationalen Konzernen und KMUs in Österreich und den USA.
Nach der Tätigkeit beim Print-Medium Magazin TRAiNiNG als Chefredakteurin, wechselte sie komplett in die Online-Welt und gründete Ende 2010 das HRweb.

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