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Infografik | 15 Presentation Design Statistics to Know for 2019

2Jan2019
3 min
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HR-Know-how aus der Praxis für die Praxis

Inhalt

15 Presentations-Design-Statistiken, die gut zu wissen sind für 2019

Infografik gefunden bei www.visualistan.com/2018/07/15-presentation-design-statistics-to-know-for-2019.html


15 Presentation Design Statistics to Know For 2019 #Infographic

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Infografik | 15 Presentation Design Statistics to Know for 2019

 

Wenn Präsentationen zur Wissenschaft werden – und zum Spiegel der Aufmerksamkeit

Die vorliegende Infografik „15 Presentation Design Statistics to Know for 2019“ verdichtet eine Vielzahl empirischer Beobachtungen rund um die Gestaltung und Wirkung von Präsentationen. Ausgangspunkt ist eine Befragung von rund 400 Vortragenden im Rahmen von Marketing und Fachkonferenzen. Ziel war es, Muster in der Vorbereitung, im Design und in der Umsetzung von Slide Decks sichtbar zu machen. Für HR Verantwortliche ist diese Perspektive besonders relevant, denn Präsentationen sind längst mehr als reine Wissensvermittlung – sie sind ein zentrales Instrument der internen und externen Kommunikation, der Führung und der Überzeugung.

Präsentationsdesign zwischen Eigenleistung und strategischer Gestaltung

Ein erstes zentrales Ergebnis betrifft die Frage, wie Präsentationen überhaupt entstehen. Die Mehrheit der befragten Vortragenden gestaltet ihre Slides selbst. Externe Unterstützung durch Designprofis bleibt die Ausnahme. Gleichzeitig zeigt die Infografik, dass dieser Selbstgestaltungsprozess keineswegs trivial ist: Ein erheblicher Teil der Befragten investiert mehr als acht Stunden allein in die visuelle Ausarbeitung eines Decks.

Bemerkenswert ist zudem die Arbeitslogik hinter der Erstellung. Viele beginnen mit dem Inhalt oder einer groben Struktur und überführen diese erst im zweiten Schritt in ein visuelles Konzept. Design ist damit häufig nachgelagert und nicht integraler Bestandteil der inhaltlichen Konzeption. Nur ein kleiner Anteil denkt Präsentation und Inhalt von Beginn an als Einheit. Diese Trennung wirkt auf den ersten Blick pragmatisch, deutet aber auf ein strukturelles Spannungsfeld hin: zwischen Effizienz im Arbeitsalltag und dem Anspruch, komplexe Inhalte visuell überzeugend zu vermitteln.

Visuelle Kommunikation dominiert klar vor textlastigen Formaten

Ein zweites zentrales Cluster der Infografik betrifft die Frage nach der visuellen Gestaltung. Die Datenlage ist eindeutig: Präsentationen sind heute stark visuell geprägt. Der überwiegende Teil der Befragten gibt an, dass ihre Slides primär visuell ausgerichtet sind, während reiner Text deutlich in den Hintergrund tritt. Ein Großteil der Präsentationen enthält nur einen geringen Textanteil.

Dabei zeigt sich eine klare Präferenz für bestimmte Visualisierungsformen. Häufig eingesetzt werden vor allem Fotos und Stockmaterial. Gleichzeitig wird jedoch deutlich, dass diese Form der Visualisierung nicht zwingend als besonders wirkungsvoll wahrgenommen wird. Viele Befragte berichten von höheren Engagement Werten bei Infografiken, Diagrammen und eigens erstellten Grafiken. Dennoch bleibt genau dieser Bereich vergleichsweise unterrepräsentiert.

Für HR Kontexte ist dieser Befund besonders interessant, da hier regelmäßig datenbasierte Inhalte wie Mitarbeiterbefragungen, Kennzahlen oder Change Prozesse kommuniziert werden. Die Infografik legt nahe, dass gerade diese Inhalte von stärkerer Visualisierung profitieren könnten, um Verständnis und Erinnerung zu fördern.

Aufmerksamkeitsspanne, Struktur und die Kunst der Verdichtung

Ein weiterer Aspekt der Infografik betrifft die Struktur von Präsentationen. Die Anzahl der Slides variiert deutlich, wobei ein großer Teil der Vortragenden zwischen 21 und 40 Slides verwendet. Gleichzeitig gibt es eine relevante Minderheit, die deutlich umfangreichere Decks nutzt. Die durchschnittliche Präsentationsdauer bewegt sich häufig im Bereich von 45 bis 60 Minuten.

Interessant ist hier die implizite Konsequenz für die Dramaturgie: Präsentationen müssen heute offenbar stärker in kürzere gedankliche Einheiten zerlegt werden. Die Infografik verweist auf die verkürzte Aufmerksamkeitsspanne moderner Zielgruppen und darauf, dass kontinuierliche visuelle Impulse notwendig sind, um Aufmerksamkeit zu halten. Jede Slide wird damit zu einem eigenen kleinen Informationsmoment.

Diese Entwicklung hat auch Auswirkungen auf die inhaltliche Arbeit: Die größte Herausforderung für viele Befragte liegt nicht im Design selbst, sondern in der Verdichtung komplexer Inhalte. Inhalte so zu reduzieren, dass sie verständlich, prägnant und zugleich wirkungsvoll bleiben, erweist sich als zentrale Kompetenz moderner Präsentationsarbeit.

Fazit: Präsentieren als strategische HR Kompetenz

In der Gesamtschau zeigt die Infografik ein klares Bild: Präsentationen sind längst kein Nebenschauplatz der Kommunikation mehr, sondern ein hochrelevantes Werkzeug der Wissensvermittlung und Überzeugung. Sie bewegen sich im Spannungsfeld zwischen inhaltlicher Präzision, visueller Klarheit und begrenzter Aufmerksamkeit der Zielgruppen.

Für HR Managerinnen und Manager ergibt sich daraus eine klare Implikation: Die Fähigkeit, komplexe Inhalte verständlich und visuell überzeugend aufzubereiten, wird zunehmend zu einer strategischen Kompetenz. Nicht die Menge an Information entscheidet über Wirkung, sondern ihre Verdichtung, Visualisierung und narrative Struktur.

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