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Infografik | HR Controlling: Wichtige Kennzahlen im Recruiting

24Jul2020
3 min
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Inhalt

HR Controlling: Wichtige Kennzahlen im Recruiting

Infografik gefunden bei talention.de


Infografik

Infografik | HR Controlling: Wichtige Kennzahlen im Recruiting

 

Recruiting als messbarer Prozess

Im Zentrum der Infografik stehen klassische und unmittelbar nachvollziehbare Kennzahlen, die den Recruitingprozess in seiner zeitlichen und ökonomischen Dimension greifbar machen. Besonders hervorgehoben wird die Time to Hire, also die Dauer von der Identifikation eines Personalbedarfs bis zur tatsächlichen Besetzung einer Stelle. Diese Kennzahl wirkt wie ein Taktgeber des gesamten Prozesses und zeigt, wie effizient eine Organisation auf offene Positionen reagiert.

Eng damit verknüpft ist die Cost per Hire, die sämtliche Kosten einer Einstellung zusammenführt. Sie macht sichtbar, wie stark Recruiting auch eine finanzielle Steuerungsgröße ist und nicht nur eine operative HR Aufgabe. Ergänzend dazu werden die Anzahl der Bewerbungen pro Jahr sowie pro Stelle dargestellt, wodurch die Attraktivität von Arbeitgebermarke und Ausschreibungen indirekt messbar wird.

Einen weiteren Fokus legt die Infografik auf die Herkunft der Bewerbungen. Diese Information erlaubt es, die Wirksamkeit einzelner Kanäle einzuordnen und Ressourcen gezielt dorthin zu lenken, wo tatsächlich qualifizierte Menschen erreicht werden. Auch digitale Kontaktpunkte wie die Besucherzahlen auf der Karriereseite sowie Interaktionen mit Bewerbungsbuttons werden als wichtige Indikatoren dargestellt. Sie zeigen, wie stark Interesse in konkrete Bewerbungsaktivität übergeht oder eben nicht.

Vom Interesse zur Bewerbung, wo Prozesse sichtbar werden

Besonders spannend wird die Infografik dort, wo sie den Übergang zwischen Interesse und tatsächlicher Bewerbung sichtbar macht. Die Klicks auf Stellenanzeigen und auf den Bewerben Button markieren eine entscheidende Schnittstelle im Recruiting Funnel. Hier zeigt sich, ob eine Anzeige lediglich Aufmerksamkeit erzeugt oder tatsächlich Handlungsimpulse auslöst.

Die Abbruchrate auf der Stellenanzeige sowie die Abbruchrate im Bewerbungsprozess selbst bilden dabei kritische Steuerungsgrößen. Sie machen sichtbar, an welchen Stellen potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten aussteigen. Damit liefern sie nicht nur eine Diagnose, sondern indirekt auch Hinweise auf Optimierungspotenziale in der Candidate Experience.

Erweiterte Steuerungslogik im Recruiting

Im fortgeschrittenen Teil der dargestellten Kennzahlen wird die Logik des Recruitings noch differenzierter. Die Kosten pro Bewerbung nach Kanal ermöglichen eine präzise Bewertung einzelner Recruitingwege. Damit wird deutlich, welche Kanäle nicht nur Reichweite erzeugen, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll sind.

Auch die Qualität der Interaktion rückt stärker in den Fokus. Die Anzahl qualitativer Bewerbungen pro Stelle trennt reine Quantität von tatsächlicher Passung. Ebenso werden die Klicks auf Stellenanzeigen und der Bewerben Button als Indikatoren für Interesse und Entscheidungsbereitschaft verstanden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Abbruchrate im Bewerbungsprozess selbst. Sie zeigt, wie viele Menschen den Prozess beginnen, ihn jedoch nicht abschließen. Diese Kennzahl ist besonders wertvoll, da sie strukturelle Hürden im Prozess sichtbar machen kann, etwa durch zu komplexe Formulare oder unklare Anforderungen.

HR Controlling als Steuerungsinstrument für Entscheidungen

Die Infografik macht insgesamt deutlich, dass HR Controlling weit über reine Datenerhebung hinausgeht. Es geht um die Fähigkeit, Recruiting als steuerbaren Prozess zu verstehen, in dem jede Kennzahl eine konkrete Funktion erfüllt. Zeit, Kosten und Qualität werden dabei nicht isoliert betrachtet, sondern als miteinander verknüpfte Dimensionen eines Gesamtprozesses.

Für erfahrene HR Managerinnen und HR Manager ergibt sich daraus ein klares Bild. Recruiting ist kein linearer Ablauf, sondern ein System aus Messpunkten, Übergängen und Entscheidungsschleifen. Wer diese Kennzahlen konsequent nutzt, erhält nicht nur Transparenz über den aktuellen Status, sondern auch die Möglichkeit, aktiv in die Qualität und Effizienz des gesamten Talentgewinnungsprozesses einzugreifen.

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