Geislinger GmbH, ein international tätiges österr. Familienunternehmen für innovative Antriebsstranglösungen, zeigt, wie nachhaltige Mobilität im Unternehmen gelebt wird: Mit Firmenradl, Infrastruktur und dem Green Mobility Hub wird Radpendeln alltagstauglich.
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Gast-Autor
Torsten Philipp ist Geschäftsführer der Geislinger GmbH. Ihm ist das Fahrradleasingangebot ein persönliches Anliegen, da er weiß, dass er damit in die Zufriedenheit und Gesundheit der Mitarbeitenden investiert.
Praxis-Lupe
Firmenradl: www.firmenradl.at
Mobilität prägt den Arbeitsalltag
Nachhaltigkeit beginnt nicht dort, wo Unternehmen große Ziele formulieren, sondern wo sie im Alltag spürbar wird, und das nimmt die Belegschaft wahr. Genau deshalb lohnt sich beim Thema Arbeitgeberattraktivität ein genauerer Blick auf die Frage, wie Menschen eigentlich zur Arbeit kommen, welche Rahmenbedingungen sie vorfinden und ob nachhaltige Entscheidungen im Berufsleben wirklich praktikabel gemacht werden.
Aus unserer Sicht wird betriebliche Mobilität noch zu oft auf Parkplätze, Fahrtkosten oder einzelne Benefits reduziert. Tatsächlich steckt viel mehr dahinter. Der tägliche Arbeitsweg beeinflusst Gesundheit, Zeitbudget, Lebensqualität und auch die Wahrnehmung eines Arbeitgebers bzw. Arbeitgeberin. Wer nachhaltige Mobilität ernst nimmt, sendet ein ökologisches Signal und gestaltet aktiv den Arbeitsalltag seiner Beschäftigten mit.
Ein Firmenrad allein reicht nicht
Genau an diesem Punkt setzt unsere Kooperation mit Firmenradl an. Entscheidend ist dabei allerdings, dass sie nicht als isolierte Zusatzleistung verstanden wird. Ein Angebot allein verändert noch kein Mobilitätsverhalten. Es braucht Bedingungen, die Nutzung im Alltag überhaupt erst realistisch machen. Wenn Radfahren im beruflichen Kontext funktionieren soll, dann müssen Infrastruktur, Akzeptanz und interne Kommunikation zusammenspielen. Sonst bleibt aus einer guten Idee schnell nur ein symbolischer Beitrag.
Für uns war klar: Nachhaltige Mobilität wird dann glaubwürdig, wenn sie Teil eines größeren Zusammenhangs ist. Deshalb wurde das Thema bei Geislinger nicht losgelöst betrachtet, sondern in ein bestehendes Mobilitätsverständnis eingebettet. Mit dem Green Mobility Hub wurden bereits vorab Voraussetzungen geschaffen, die Radpendeln alltagstauglich machen: mit Fahrradabstellplätzen, Umkleiden und Duschen. Erst auf dieser Basis kann ein Leasingmodell seine Wirkung wirklich entfalten.
Jeder Zehnte fährt bereits Firmenrad
Dass dieser Ansatz funktioniert, zeigt sich auch in der Nutzung. Bereits heute ist jeder zehnte Mitarbeitende bei Geislinger mit einem Firmenrad unterwegs. Rund 80 der insgesamt 780 Beschäftigten haben sich bereits für ein Leasingrad entschieden – eine erfreuliche Entwicklung, die gleichzeitig Ansporn ist. Unser Ziel ist es, diese Quote in den kommenden Jahren noch deutlich auszubauen und noch mehr Kolleginnen und Kollegen für nachhaltige Mobilität zu begeistern.
Bemerkenswert ist dabei, dass solche Angebote weit über den Arbeitsweg hinausreichen. Wer ein Fahrrad oder E-Bike für den Weg ins Unternehmen nutzt, integriert Bewegung auch stärker privat in den Alltag. Das schafft einen Mehrwert, der sich nicht in klassischen Benefitkategorien erfassen lässt. Es geht um Eigenverantwortung, Wohlbefinden und die Erfahrung, dass ein Arbeitgeber moderne Arbeitswelten unterstützt.
Für Unternehmen ist das aus meiner Sicht ein wichtiger Punkt. Arbeitgeberattraktivität entsteht heute nicht mehr nur über Gehalt, Titel oder einzelne Zusatzleistungen. Sie entsteht dort, wo Haltung sichtbar wird. Wer nachhaltige Transformation glaubwürdig vertreten will, muss zeigen, dass sie bei den kleinen, aber relevanten Entscheidungen des Alltags beginnt.
Firmenradl ist für uns also mehr als ein nettes Extra. Es ist Ausdruck unserer Unternehmenskultur, die Gesundheit, Nachhaltigkeit und Praxisnähe zusammendenkt.
Praxis-Lupe | Warum betriebliche Mobilität mehr ist als ein Benefit

