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Generation Z Definition … oder: Generation Y war gestern – es lauert die Generation Z!

Gerade haben wir uns daran gewöhnt, dass an allen Ecken und Enden über die sogenannte Generation Y gesprochen wird. Was sie nicht alles will, braucht, fordert. Und während sich noch viele Unternehmen versuchen, daran zu orientieren, lauert plötzlich schon eine neue „Generation“ auf uns, die zuletzt immer öfter in der Literatur Einzug hält: Die Generation Z! Und die ist – so die ersten Definitionen – ganz anders als die Generation Y.

 

Generation Z – Definition & Zusammenfassung, was da auf uns zuzukommen scheint.

Generation Z Definition – eine neue Generation?

In der jüngsten Zeit taucht sie immer wieder auf, die Generation Z. Zuletzt machen auch renommierte Uni-Professoren, wie Christian Scholz (Herausgeber des Standardwerkes „Personalmanagement“) auf sie aufmerksam.

Generation Z Definition: Die Generation Z wird als jene Generation bezeichnet, die nach 1995 auf die Welt gekommen ist, von denen also genau jetzt die ersten Exemplare auf den Arbeitsmarkt drängen und diesen – glaubt man den Schilderungen und Beschreibungen – ordentlich durcheinander würfeln werden. Wobei „Generation“ hier – wie auch bei den früheren Bezeichnungen der Generation Y, X, usw. soziologisch nicht korrekt ist, sondern eher populärwissenschaftlich missbraucht wurde. Genau genommen handelt es sich nämlich nicht um eine ganze Generation (die könnte man auch erst retrospektiv beschreiben), sondern viel mehr um jenen Teil der gut ausgebildeten, urbanen, modernen und finanziell gut ausgestatteten jungen Menschen, um die sich die Wirtschaft in der Regel reisst. Jene, die wenig ausgebildet, aus zerütteten Elternhäusern und ohne Perspektive sind, werden darin nämlich nicht subsummiert.

Individualistisch, alleine und hypermobil

„Charakteristisch“ für die Generation Z ist vor allem, dass es die erste Generation ist, die vollkommen in einer digitalen Welt aufgewachsen ist. Mit vielfältigen Folgen. Mit Freunden wird über Facebook und co. kommuniziert, aber man trifft sich nicht unbedingt in Vereinen. Alle Handgriffe werden gepostet, geliked, kommmentiert, aber nur digital. Die Art, wie Lernen stattfindet, ist eine völlig andere: Wissen ist jederzeit und überall verfügbar und wird nicht mehr „auf Lager gelegt“. Viel mehr werden sie als Mikro-Informationsmanager beschrieben, die permanent, aus einer Lawine an Informationen jene filtern, die für sie in der jeweiligen Situation gerade relevant sind. Dazu kommen Ereignisse wie 9/11, der Kampf gegen den Terror, Nachhaltigkeitsbestrebungen, wirtschaftliche Auf und Abs, die sie nicht mehr an die dauernd aufstrebende Ökonomie glauben lassen. Und Autorität hat nur mehr Berechtigung kraft Person, nicht mehr kraft Position.

Neue Arbeitseinstellung

Hat man der Generation Y schon zugeschrieben, anders zu sein, so dürfte sie das hier noch bei weitem toppen. Lebenslustmaximierung steht im Vordergrund. Die Bindung besteht nicht mehr zu Unternehmen oder Personen, sondern lediglich zu Projekten. Zu interessanten wohlgemerkt! Ergebnisorientierte „Führung“ ohne Einschränkungen und auch Entlohnung sind also hier hochangesehen. Arbeiten gerne, in spannenden Projekten, mit einer klaren Be- und Entlohnung am Schluss, aber nicht am Wochenende. Denn es gibt auch etwas anderes als den Job.

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Wo beginnt die Generation Z eigentlich?

Nicht einig sind sich die Experten darüber, ab welchem Geburtsdatum die sogenannte Generation Z tatsächlich beginnt. Sprechen manche von 1991, sprechen andere von 1995 oder gar 2001. Aber es wird auch deutlich, dass es ebenso Menschen geben kann, die um die 50 Jahre alt sind und sich trotzdem dem Lebensstil der Generation Z zuordnen würden. Für das Personalmanagement und die Führung bedeutet das vor allem, dass es viel mehr als bislang darum geht, differenziert vorzugehen und weniger alle über einen Kamm zu scheren. Was bei früheren Generationen noch geduldet war, lässt vor allem die individualistische Generation Z immer weniger zu.

Und … sie sind schon da und werden in den kommenden Jahren die Wirtschaft erobern. Zeit also, sich ein wenig damit zu beschäftigen.

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Ein Kommentar

  1. Rainer Zopp am

    Die unterschiedlichen Verhaltensmuster der o.g. „Generationen“ betrachten wir in der Logistik Initiative Hamburg seit Januar 2014. Ziel des Arbeitskreises:
    Handlungshilfen für Klein- und Mittelständische Unternehmen (KMU) zu finden, um möglichst alle Generationen an das Unternehmen zu binden.
    Verhaltensmuster zu beschreiben, die den Leitenden Hilfestellung geben, sich auf die unterschiedlichen Generationen einstellen zu können.
    Dabei stellt sich eine Aufgabe:
    Je weniger Mitarbeiter beschäftigt werden, desto geringer ist das Interesse in diesem Arbeitskreis mitzuwirken.

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