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Outplacement | Oder: Warum ich nicht George Clooney bin

Wenn ich in Unternehmen meine Outplacement-Dienstleistungen präsentiere, fällt oft der Name „George Clooney“. Mittlerweile habe ich gelernt zu akzeptieren, dass damit nicht die Ähnlichkeit im optischen Erscheinungsbild gemeint ist, sondern dass meine Gesprächspartner auf jene Rolle reflektieren, die George Clooney in dem Hollywood-Movie „Up in the Air“ aus dem Jahr 2009 spielt.

Clooney, der als Berater im Auftrag von Unternehmen in ganz Amerika unterwegs ist, um deren Mitarbeiter systematisch zu kündigen, ist offensichtlich vielen in Erinnerung geblieben. Was der Star in diesem Film macht, ist mit Outplacement genauso wenig vergleichbar, wie mein Äußeres mit jenem von George Clooney.

Outplacement ist Hilfe zur Selbsthilfe

Unter Outplacement versteht man die professionelle Unterstützung des gekündigten Mitarbeiters bei der beruflichen Neuorientierung im Auftrag des freisetzenden Unternehmens.Entstanden ist diese Beratungsleistung nach dem II. Weltkrieg in den USA, um die zurückkehrenden Soldaten wieder in das zivile Berufsleben zu integrieren.

Ab Mitte der 1960er Jahre hat sich daraus ein eigener Wirtschaftszweig entwickelt. Zunehmend gewinnt diese Form der Hilfe zur Selbsthilfe auch in Europa an Bedeutung. In Belgien ist das Angebot einer Outplacement-Beratung bei der Kündigung von Mitarbeitern, die älter als 45 sind, bereits seit einigen Jahren gesetzlich geregelt.

Auch in Österreich sehen immer mehr Unternehmen Outplacement als unverzichtbaren Teil ihres Trennungsmanagements. Sie haben erkannt, dass auch sie von dieser Beratungsleistung viel profitieren.

Outplacement gibt neue Perspektiven

Mit der Kündigung konfrontiert zu werden, ist für den Betroffenen ein Schockerlebnis. Der Verlust des eigenen Selbstwertes, eine emotionale Kränkung und vor allem Existenzängste sind häufige Reaktionen. Je länger die Zugehörigkeit des Mitarbeiters zum Unternehmen war und je älter der Betroffene ist, desto intensiver sind diese Gefühle.

Sehr rasch stellt sich die Frage – Wie geht es jetzt weiter? Für viele Mitarbeiter ist es Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte her, das sie sich das letzte Mal auf dem Arbeitsmarkt bewegt haben. Die aktuelle Form von schriftlichen Bewerbungsunterlagen ist ihnen ebenso fremd, wie viele der neuen Berufsbezeichnungen in den Stelleninseraten. Ganz zu schweigen von Online-Bewerbungsplattformen im Internet oder die Nutzung von Social Media bei der Job-Suche.

Die emotionale Stabilisierung des Betroffenen, die Entwicklung einer zielgerichteten Bewerbungsstrategie und die Unterstützung mit spezifischem Know-how im gesamten Prozess der Jobsuche – das sind die Hauptaufgaben des Outplacement-Beraters.

Dabei gilt die Regel, je schwieriger die persönliche Situation des Mitarbeiters, desto intensiver und umfassender wird die Begleitung beauftragt.

Outplacement ist vorwärtsorientiert

Mitarbeiter, die nach der Freisetzung mit Hilfe einer Outplacement-Beratung unterstützt werden, kommen sehr schnell in die berufliche Neuorientierung. Durch die Beschäftigung mit einer neuen Herausforderung, können sie den Trennungsprozess mental rascher verarbeiten.

Das freisetzende Unternehmen profitiert vor allem dadurch, dass das Risiko einer juristischen Auseinandersetzung vermieden wird. Restrukturierungen können rascher umgesetzt und Imageschäden verhindert werden. Weiters kann die Unterstützung des betroffenen Mitarbeiters durch einen externen Job-Coach auch eine mentale Entlastung für die verantwortliche Führungskraft darstellen.

Vor allem aber ist Outplacement eines: gelebte Corporate Social Responsibility (CSR). Die Übernahme von sozialer Verantwortung auch im (unvermeidlichen) Trennungsfall ist – im Gegensatz zu den oft abstrakten Lippenbekenntnissen im Unternehmensleitbild – konkret und sichtbar. Und beugt damit Loyalitäts- und Motivationsverlusten bei den verbleibenden Mitarbeitern vor.

Die genannten Vorteile und eine Erfolgsquote von rund 70 % überzeugen immer mehr Unternehmen von dieser Dienstleistung.

Zurück zu Mr. Clooney

Ich sehe nicht nur anders aus, ich arbeite auch mit anderen Inhalten als George Clooney in „Up in the Air“.

Dem Betroffenen im Kündigungsfall Perspektiven zu zeigen – das ist mein Thema. Outplacement im Trennungsmanagement von Unternehmen zu etablieren – das ist mein Ziel.

Eine Ähnlichkeit mit George gibt es vielleicht doch. Mein Slogan könnte lauten:

„Outplacement – what else???“

 

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