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Das digitale Wimmelbild. Wo ist der Konnex zu Employer Branding? Hier.

Da fühlt man sich doch wie in einem Wimmelbild von Ali Mitgutsch: Hunderte HR-Apps prasseln auf Personal-Profis ein. Ob im Recruiting, im Talentmanagement oder bei der Unternehmenskultur. Mit der richtigen App wird angeblich alles schlanker, schneller und smarter. Rasch ist man in Details verloren.

2,4 Mrd. US-Dollar haben Investoren alleine 2015 in diesen rasant wachsenden Markt investiert, sagt CB Insights. Ja, das ist ein Hype und der folgt meist dem Hype-Cycle: Auf den Gipfel von überzogenen Versprechen und Erwartungen folgt das Tal der Enttäuschungen. Erst danach werden die Dinge produktiv. Viele HR-Tools sind in der Startphase.

Substanz schlägt Hochglanz

Wie bleibt man in so einem wimmeligen Umfeld auf Kurs? Unsere Erfahrung zeigt, im Personalwesen schlägt Substanz Hochglanz – egal ob analog oder digital.

Deshalb mein erster Tipp: Schärfen Sie Ihre Arbeitgebermarke. Werfen Sie Phrasen wie „innovativ“, „angenehmes Betriebsklima“ oder „moderne Infrastruktur“ über Bord. Machen Sie klar, wofür Ihr Unternehmen steht. Knackige Werte und ein ambitioniertes Arbeitgeberversprechen, zu dem auch Ihrer Belegschaft gerne „Ja“ sagt, sind im digitalen Wimmelbild der wichtige Leitstern.  ¬

Radikal benutzerorientiert

Tipp Nr. Zwei: Egal was Sie tun, denken Sie die HR-Prozesse aus der Perspektive Ihres Gegenübers. Etwa im Recruiting: Bewerberinnen und Bewerber wollen möglichst genau wissen, um was es in dem Job geht. Doch mehr als 60 % der Unternehmen liefern hier überwiegend Floskeln à la „spannende Aufgaben“, wie wir in einer eigenen Studie festgestellt haben.

„Bewerbungsmanagementsysteme“ sind oft so umständlich, wie der Name lang ist. 6 von 10 Interessierte haben schon mal eine Onlinebewerbung abgebrochen, sagt eine deutsche Studie. Und hält man dann nach 6 Wochen eine 08/15 Absage in der Hand, weiß man: Das „bei uns stehen die Menschen im Mittelpunkt“ war nur Werbesprech.

Anders machen?

Beim Corporate Culture Jam am 16. und 17. Mai laden Ralf Tometschek und ich zum Workshop „Recruiting Redesign“. Wir gehen mit Ihnen auf Erkundungstour durch Ihr eigenes Personalmarketing und geben Anregungen, wie es besser geht.


Autor

Johannes Angerer von IDENTITÄTER®
Tel. +43 / 664 / 137 80 01
johannes.angerer@identitaeter.at
www.identitaeter.at


 

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Ein Kommentar

  1. Robert Kastner am

    Ich kann Ihnen nur beipflichten. Heutzutage wenden sich die manche Bewerber/innen sogar schon ab, wenn aus der e-mail-Adresse für die Bewerbung nicht ersichtlich ist, WER die Bewerbung bearbeitet. Adressen wie jobs@firma.com oder bewerbung@firma.com können insofern nach hinten losgehen.

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