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Als Frau in den obersten Führungsebenen des Hochschul-Sektors. Ein Interview.

Personalisten-Interview: Mag. Anita Kruisz @ AQ Austria

 

Auf der Suche nach Role Models für Frauen in Führungspositionen, bin ich nun wieder fündig geworden. Als stellevertretende Geschäftsführung der AQ Austria, sichert sie die Qualität aller Fachhochschulenstudiengängen in Österreich. Frau Mag. Kruisz spielt somit eine maßgebliche Rolle in der Hochschulbildung in Österreich.

 


Interview-Partner:



Mag. Anita Kruisz



Position
Stellvertretende Geschäftsführung
Hintergrund Frau Mag. Kruisz hat Wirtschaftspädagogik an der Wirtschaftsuniversität Wien studiert und verfügt über 25 Jahre Berufserfahrung im Hochschulbereich.

Unternehmen:


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AQ Austria (Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung)

Branche Hochschulbereich
Mitarbeiterzahl 30
URL www.aq.ac.at

Wie haben Sie ihre derzeitige Position erreicht?

Es war ein bewusster Schritt. Nach 20 Jahren Berufserfahrung im Fachhochschulsektor, wollte ich meine Expertise in einer Institution, die für den gesamten Hochschulbereich zuständig ist, einbringen. Als stellvertretende Geschäftsführerin der AQ-Austria (Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung) bin ich mitverantwortlich für die externe Qualitätssicherung der Hochschulen (Akkreditierungen von Studienprogrammen und Institutionen, Zertifizierungen, Qualitätssicherungsverfahren etc.). Meine Verantwortungsbereiche sind alle Personalagenden, Finanz- und Rechnungswesen, das gesamte Organisationwesen (Gremienbetreuung, Veranstaltungen) und der IT-Bereich. Seit Juli 2017 bin ich ehrenamtlich Boardmitglied von Greenpeace CEE. Auf meinem beruflichen Werdegang haben mich (viele) Förderer aber auch Benachteiliger begleitet und beeinflusst.

Welche Stärken sehen Sie bei sich als Frau, die sie in ihre jetzige Position gut oder besser einbringen können als wenn ein Mann ihre Position inne hätte?

Grundsätzlich glaube ich, dass es immer von der Persönlichkeit abhängt und nicht vom Geschlecht. Dennoch glaube ich, dass die Stärken von Frauen in der Kommunikation, Kooperation und der Empathie liegen und weniger im selbstbewussten Auftreten und in der Selbstdarstellung.

Man sagt, dass Frauen ihr Licht oft „unter den Scheffel“ stellen. Sehen Sie das auch so? Warum? Wie können Frauen daran arbeiten?

Definitiv ja. Frauen stehen noch nicht so zu ihren Leistungen und verkaufen sich noch oftmals unter Ihrem Wert. Es ist mit Sicherheit auch eine Generationensache. Ich bin in einem Ort mit 1.000 Einwohner aufgewachsen und da war es nicht so selbstverständlich nach Wien zum Studium zu gehen bzw. in eine Ausbildung einer Frau zu investieren.

Haben Sie spezielle Tipps für Frauen, die sich im Beruf besser verwirklichen möchten und ebenso die Karriereleiter aufsteigen möchten?

Frau sollte das machen, was sie wirklich gerne macht, weil dann macht sie es auch gut. Authentizität ist ebenso wichtig, einfach bei sich bleiben. Neugierig bleiben, ständig dazulernen und sich weiterentwickeln wollen. Zu guter Letzt ist ein Netzwerk immer wichtig, welches man aufbaut und dann aber auch pflegt.

 

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