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Personalisten-Interview | Frauen in Führungspositionen – Role Model in der Unternehmensberatung

Personalisten-Interview: Anita Rainer @ BAB – bewusst, anders, beraten

 

Frauen und Führungspositionen – Diesmal bat ich Anita Rainer (Geschäftsführerin der BAB) zum Interview. Ausgezeichnet mit einem Woman Award für „Wir führen erfolgreich ein Unternehmen“ berät die BAB mit über 45 Beratern im Bereich Coaching, Training und Beratung. Ein spannendes Interview, wie Frauen anders führen.

 


Interview-Partner:



Anita Rainer



Position
Geschäftsführerin
Email anita.rainer@bab.at
Hintergrund Seit über 20 Jahren leitet und lenkt Anita Rainer die BAB im Bereich von geförderten Beratungsprogrammen für Betriebe.

Unternehmen:


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BAB – bewusst, anders, beraten

Branche Unternehmensberatung
Mitarbeiterzahl 45
URL www.bab.at

 

Wie haben Sie ihre derzeitige Position erreicht?

Es war ein bewusster Karriereschritt. Eine ehemalige Mitarbeiterin von mir hat mir ein Inserat vorgelegt, von dem sie der Meinung war, dass dies wie für mich zugeschnitten wäre. Völlig überraschend habe ich mich tatsächlich beworben und mich dann als einzige Frau unter mehreren männlichen Bewerbern beworben und durchgesetzt. Jetzt im Nachhinein gesehen, habe ich den Eindruck gewonnen, dass man zu bestimmten Aufgaben ganz unbewusst hingeführt wird.

Welche Stärken sehen Sie bei sich als Frau, die sie in ihre jetzige Position gut oder besser einbringen  können als wenn ein Mann ihre Position inne hätte?

Ich bin überzeugt, dass Frauen aufgrund ihres Rollengeschlechts sehr früh lernen, Fürsorge zu übernehmen. Wir haben gelernt, viel empfänglicher für Stimmungen im Team zu sein. Frauen beachten häufiger, wer von den MitarbeiterInnen Unterstützung braucht und regen dazu an, sich gegenseitig zur Seite zu stehen. Männer lernen von klein auf, mit Wettbewerb umzugehen. Viele männliche Führungskräfte „suchen“ Konkurrenz und fühlen sich dabei gut, weil sie damit ihren Wert festlegen bzw. bestätigen können.

Man sagt, dass Frauen ihr Licht oft „unter den Scheffel“ stellen. Sehen Sie das auch so? Warum? Wie können Frauen daran arbeiten?

Dieses Sozialverhalten wird bereits in der Kindheit geprägt. Meiner Erfahrung nach suchen Frauen stärker nach Zugehörigkeit. Der Wert, Teil einer Gruppe zu sein, wird von Frauen wichtiger erlebt als von Männern. Das Gemeinsame zählt und wird in den Vordergrund gestellt. Humorvoll nachzulesen auch im Buch von Deborah Tannen „Du kannst mich einfach nicht verstehen. Warum Männer und Frauen aneinander vorbeireden“.

Haben Sie spezielle Tipps für Frauen, die sich im Beruf besser verwirklichen möchten und ebenso die Karriereleiter aufsteigen möchten?

Ich sehe einen 3-Schritt: Mutig sein – an sich selbst arbeiten und sich die passende Umwelt suchen, in der man sich entfalten kann. Eine ehrliche Antwort auf die Fragen zu geben: Wer bin ich, was kann ich und welche Arbeitsbedingungen fördern meine Entwicklung?

 

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