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Arbeitsrecht | Urlaubsvorgriff – was es zu beachten gilt

Arbeitsrecht | Urlaubsvorgriff. Herr Huber – vom Beispiel letzter Woche – ist wieder gesund und hat mittlerweile seinen gesamten Jahresurlaub verbraucht. Da seine Tochter im Dezember aber ihren 18. Geburtstag feiert, möchte er sie auf eine Reise über Neujahr einladen. Herr Huber kann daher bei seinem Arbeitgeber anfragen, ob er einen sogenannten Urlaubsvorgriff nehmen darf.

⇒ HRweb-Serie „Urlaubsanspruch Österreich“: Arbeitsrecht in verständlichen Worten und sehr praxisgerecht

Es besteht kein Anspruch des Arbeitnehmers auf Urlaubsvorgriff, wenn der aktuell zustehende Urlaub bereits konsumiert wurde. Wichtig ist, eine Vereinbarung über die Modalitäten des Urlaubsvorgriffs zu treffen. Darin sollte man unter anderem eine Rückverrechnung des Urlaubsentgelts im Fall der vorzeitigen Beendigung vereinbaren. Bei Arbeitgeberkündigung, die nicht in einem Verhalten des Arbeitnehmers begründet ist, ist eine Rückforderung nach Ansicht der Rechtsprechung grundsätzlich nicht möglich.

 

Dieser Beitrag ist Teil der Arbeitsrecht-Serie mit dem Übertitel „Urlaubsanspruch Österreich“ von unserer Arbeitsrechts-Autorin Dr. Anna Mertinz (KWR). Unsere Arbeitsrechts Beiträge sind einerseits immer sehr praxisbezogen geschrieben und legen andererseits großen Wert darauf, einfach (nicht banal) geschrieben zu sein. Somit ist die Umsetzbarkeit erleichtert. Zur besseren Übersichtlichkeit haben wir das Thema „Urlaubsanspruch Österreich“ unterteilt in Teil-Themen: Urlaubsgesetz, Unterscheidung zwischen Geld im Urlaub / Urlaubsersatzleistung / Urlaubsgeld, gesetzlicher Urlaubsanspruch, Urlaubsjahr, Urlaubsablöse, unbezahlter Urlaub, Krankenstand im Urlaub, Sonderurlaub samt unterschiedlichen Anlässen, Urlaubsvorgriff und dessen Einzelheiten, Karfreitagsregelung in Österreich.

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