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HRweb.at im SmallTalk mit … Eva Planötscher-Stroh (Vereinigte Bühnen Wien)

Steckbrief

  • Smalltalk mit: Eva Planötscher-Stroh
  • Unternehmen: Vereinigte Bühnen Wien GmbH, www.vbw.at
  • Position: Leitung Human Resources
  • Social-Media-Profile: Xing, LinkedIn

Smalltalk

Wer ist Eva Planötscher-Stroh, beruflich + privat?

Ich bin eine 42-jährige Tirolerin, wohnhaft in Niederösterreich, mit einem ausgeprägten Faible für Wien. Mit 21 bekam ich die Chance als blutjunge Quereinsteigerin den HR-Bereich in einem mittelständischen Produktionsunternehmen aufzubauen. Der Auf- oder Umbau von HR-Strukturen hat mich seither bei jedem beruflichen Schritt begleitet und geprägt. Ich sehe die strategische Rolle von HR stark entflechtet von Personalverrechnung oder –verwaltung und richte meinen Fokus darauf, einen relevanten Beitrag zum Unternehmenserfolg zu liefern. Das erfordert manchmal kreative Lösungsansätze und Mut. Beides ist mittlerweile schon fast zu meinem Markenzeichen geworden.

Welche Details in deinem Job machst du wirklich gern / besonders gut / wofür brennst du?

Ich liebe es, eine Arbeitgebermarke mit Leben zu erfüllen. Nicht nur am Papier, sondern vor allem in der Praxis. Es macht mir Spaß, Maßnahmen zu entwickeln, die zum Markenkern passen, oder Geschichten zu erzählen, die das Unternehmen emotional erlebbar machen – für Mitarbeiter*innen und auch für Externe. Gerade mein jetziger Arbeitsplatz am Theater bietet mir hier eine breite Fülle an schönen Momenten und spannenden Inhalten, die es zu vermitteln gilt.

Welche Schlagwörter beschreiben dich am treffendsten?

Ehrlich, mutig, schnell, lustig und schlagfertig

Welche Entscheidung – beruflich oder privat – war die schlaueste in deinem Leben?

Es gab wohl mehrere schlaue Entscheidungen in meinem bisherigen Leben. Zweien messe ich heute jedoch besondere Bedeutung zu: Einerseits, dass ich die bereits erwähnte HR-Jobchance mit 21 Jahren ergriffen habe und andererseits, dass ich am 1. Jänner 2003 meine bescheidenen Habseligkeiten in mein kleines Auto gepackt habe und nach Wien übersiedelt bin. Ohne diese beiden Ereignisse wäre ich heute nicht da, wo ich bin, beruflich wie privat.

Welche Entscheidung – beruflich oder privat – würdest du heute lieber anders machen?

Vermutlich hätte Betriebswirtschaft besser zu mir gepasst, als mein (letztlich abgebrochenes) Jusstudium. So musste ich mir eben einen Großteil meiner Fachkenntnisse durch verschiedene berufsbegleitende Ausbildungen aneignen. Geschadet hat mir das aber nicht und die Frage „Was wäre wenn“ stelle ich mir ohnehin nur selten.

Lieber mit dem Wohnmobil durch die Toskana oder mit dem Kreuzfahrtschiff in der Karibik?

Die Toskana ist meine persönliche Herzensgegend und ein Wohnmobil symbolisiert meinen individuellen Traum von Freiheit und Reiselust. Auf ein Kreuzfahrtschiff werde ich mich vermutlich nie verirren, eher auf ein norwegisches Postschiff mit dem Nordkap als Ziel. Wobei, da könnte man auch mit dem Wohnmobil hinfahren…

Lieber kreativ austoben oder Ordnung / Struktur erzeugen?

Ich brauche beides: Die Ergebnisse einer kreativen „Spinnerphase“ gieße ich im Anschluss sehr gerne in einen konkreten Umsetzungsplan. Ich möchte schließlich meine Ideen auch auf den Boden bringen. Außerdem habe ich gelernt, dass mir Ordnung und Struktur auch einen gewissen Freiraum schaffen, den ich wiederum für neue schöpferische Gedanken verwenden kann.

Was war die lustigste / peinlichste / aufregendste / interessanteste Situation in deinem Berufsleben?

Lustig: Ich hatte eine tolle Coachingausbildung für mich gefunden und meinem damaligen Chef die Broschüre mit einem Post-It Kommentar „Klingt interessant, oder?“ auf den Tisch gelegt. Einige Zeit später erzählte er uns bei einem Management Meeting, dass er die kommenden Wochen aufgrund eines Kurses nur sehr wenig Zeit hätte. Als ich nachfragte, wofür er sich denn angemeldet hätte, schaute er mich irritiert an und meinte: „Na auf den Coachingkurs, zu dem Sie mich verdonnert haben“.

Peinlich: Vor vielen Jahren platzte mir kurz vor dem Auftritt bei einem Firmenevent die Naht meiner Anzughose an einer sehr ungünstigen Stelle auf. Der beherzte Einsatz einer Klammermaschine war meine kurzfristige Rettung.

Aufregend: Im Juni 2018 bekam ich in Deutschland den PMI Award als Personalmarketing Innovatorin des Jahres verliehen. Bei der Laudatio konnte ich kaum stillsitzen und ging in Gedanken immer wieder meine Dankesworte durch.

Interessant: Letztes Jahr konnte ich bei einer kompletten Vorstellung unseres Musicalhits „I am from Austria“ backstage dabei sein. Es ist unglaublich, wie viele Kolleg*innen – für das Publikum völlig unsichtbar – während der Show neben, hinter und unter der Bühne zusammenarbeiten und gemeinsam für einen erfolgreichen Ablauf sorgen.

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