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Familienfreundlichkeit wird messbar – der neue Index

Veranstaltungs-Bericht

21mai2012: Zukunftsforum Familie und Wirtschaft
Wirtschafts- und Familienminister Dr. Reinhold Mitterlehner

Wie es um die eigene Familienfreundlichkeit im Unternehmen steht, das zeigt der neue Beruf-und-Familie-Index Österreich. Dieser wurde gestern, am 21mai2012, von Wirtschafts- und Familienminister Dr. Reinhold Mitterlehner präsentiert. Ab sofort steht dieser allen Österreichischen Unternehmen kostenlos zur Verfügung.

 Eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie gilt mehr denn je als wichtiges Kriterium bei der Wahl eines Arbeitgebers und daher für eben diese als wesentlicher Beitrag zu einer hohen Mitarbeiter-Zufriedenheit. Zahlreiche Unternehmen haben das erkannt und setzen bereits Maßnahmen, um eine gute Life Balance für ihre Mitarbeiter sicher zu stellen.


Familienfreundlichkeit bringt’s!

Immer mehr Unternehmen in Österreich erkennen den Wert einer guten Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Neben der steigenden Mitarbeiter-Zufiredenheit sind es vor allem die betriebswirtschaftlichen Faktoren, die überzeugen: sinkende Fehlzeiten, mehr Bewerber, weniger Fluktuationskosten, steigende Produktivität.

„Wer eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglicht, wird attraktiver für qualifizierte Fachkräfte und erzielt nachhaltige betriebs-wirtschaftliche Vorteile“, bestätigt gestern auch Minister Mitterlehner anlässlich des letzten Zukunftsforums Familie und Wirtschaft in Wien.

Das Forschungszentrum Familienbewusste Personalpolitik der Universität Münster und der Steinbeis-Hochschule Berlin unter Leitung von Dr. Helmut Schneider hat dazu nach Deutschland auch in Österreich insgesamt 411 Unternehmen zu ihrer Familienfreundlichkeit befragt und ist auch hierzulande zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen:

 

Quelle: FFP Berlin, Prof. Schneider

Verglichen wurden dabei die 25% der familienfreundlichsten Unternehmen (High 25%) mit den 25% jeder Unternehmen, die am schlechtesten abgeschnitten hatten (Low 25%). Dabei wird rasch klar, wer die Nase vorne hat.

 

Der Vergleich macht Sie sicher

Dieser alte Werbesatz gilt künftig auch für Österreichs Unternehmen. In Deutschland ist der Beruf-und-Familie-Index bereits seit längerem Realität. Nun wurde dieser auch für Österreich adaptiert und unterstützt Unternehmen dabei, ihre familienfreundlichen Maßnahmen sichtbar zu machen sowie die eigenen Schwachstellen erkennen zu können.

Ab sofort steht der Beruf-und-Familie-Index allen Unternehmen auch in Österreich zur Verfügung. Mit einem Zeitaufwand von maximal 15 Minuten können Unternehmen die Fragen zu ihrem Familienbewusstsein beantworten und erhalten dann einen Punktewert im Vergleich zum Durchschnitt der befragten 411 Österreichischen Unternehmen.

Im Zentrum stehen bei der Befragung drei Aspekte des betrieblichen Familienbewusstseins:

  • der Dialog zwischen Unternehmensführung (Führungskräften) und den Mitarbeitern
  • konkrete Leistungen in Form von betrieblichen Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie und
  • die familienbewusste Unternehmenskultur

Auf einen Blick erhält das Unternehmen Rückmeldung und Anhaltspunkte für die weitere Arbeit an diesen Themenfeldern.


Familienfreundlichkeit ist auch zertifizierbar

Bereits jetzt unterstützt das Audit berufundfamilie Unternehmen dabei,  geeignete Maßnahmen für sich zu definieren und bestehende Aktivitäten systematisch sichtbar zu machen. Unter externer Begleitung wird ausgehend vom Ist-Stand in zehn zentralen Handlungsfeldern ein Bündel an Aktivitäten erarbeitet, das dann in den drei Folgejahren im Unternehmen umgesetzt wird.

Nach der ersten Entwicklungsphase besteht die Möglichkeit einer externen Begutachtung, die in der Zertifizierung durch das Wirtschafts- und Familienministerium mit dem staatlichen Gütezeichen des Audit berufundfamilie mündet. Für Mitarbeiter wie Bewerber ein Zeichen, dass es sich bei dem Unternehmen um einen attraktiven Arbeitgeber handelt, der sich im Thema einer guten Vereinbarkeit laufend weiterentwickelt.

Bereits mehr als 200 Österreichische und mehrere hunderte Deutsche Unternehmen haben das Audit berufundfamilie durchlaufen. Und auch immer mehr Hochschulen nutzen das parallele Angebot des Audit hochschuleundfamilie.


Weiterführende Informationen

 

Ergebnisse der Österreichischen Studie

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