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Team-Training: Spaß mit Sinn!

„Alte Hasen“ haben im Laufe ihrer Karriere Team-Trainings bereits mehrmals miterlebt. Nur noch ein weiteres Team-Building-Seminar kann sie nicht mehr reizen, kennen sie doch die kleinen Übungen wie zB. … ja, wir kennen schon zu viele davon. Eigentlich eigenartig, dass viele die selben Übungen bereits mehrmals erlebten, wo das Angebot doch so vielfältig ist!

Ich habe mit einigen Team-Trainern gesprochen: wie sinnvoll ist es, das Training outdoor stattfinden zu lassen? Wie sieht die Zukunft von Team-Building aus? Hmmm, da komme ich selbst wieder ins Träumen, ich würde mich jederzeit wieder einlassen auf diese Erfahrung, da es ganz persönlich meist riesigen Spaß macht und letztendlich tut jedes Unternehmen gut daran, auf Team-Building zu setzen.

Welche Möglichkeiten gibt es, Teams zu entwickeln?

Mag.(FH) Mercedes Wolf (VWG): Es gibt unterschiedliche Methoden Teams zu entwickeln. Wichtig dabei ist die Zusammenarbeit, das Vertrauen und die Kompetenzen in einem Team zu stärken sowie Probleme und Konflikte zu klären und gemeinsame Lösungsstrategien zu erarbeiten. Allerdings ist es gar nicht so leicht, die entsprechend „richtige“ Maßnahmen für eine positive Teamentwicklung zu ergreifen. Das kann unter anderem daran liegen, dass die Führungskräfte nicht von allen Mitarbeitern akzeptiert werden. Deshalb ist es in den meisten Fällen von Vorteil, wenn externe Trainer herangezogen werden, da es auf diese Weise möglich ist, die Aussichten auf eine erfolgreiche Entwicklung der Teams maßgeblich zu steigern. Ein weiterer Vorteil auf externe Trainer zurückzugreifen, ist, dass gerade beim Teambuilding, wo Stärken und Schwächen aufgezeigt werden, die Mitarbeiter oft Angst haben, sich zu öffnen und Dinge preiszugeben. Dies kann daher von externen Trainern neutraler durchgeführt werden.

Günther Mathé, MBA (careercenter): Es gibt auf dem Markt unzählige Angebote zur Teamentwicklung, wichtig ist es, bei der Auswahl darauf zu achten, dass die verwendete Methodik zur Branche/zum Team passt. Careercenter steht hier für nachhaltige Teamentwicklung durch gemeinsames Tun, Erfahren und Erleben. Hier darf auch der Spaß nicht zu kurz kommen, durch positive Emotionen und dem gemeinsamen Erleben werden die Erkenntnisse aus den Seminaren langfristig bei den Mitarbeitern verankert und in die berufliche Praxis transferiert.

Haben Outdoor-Trainings Vorteile gegenüber Inhouse-Veranstaltungen? Welche?

Günther Mathé, MBA (careercenter): Gerade im Zuge der Teamentwicklung sehe ich Vorteile Trainings outdoor abzuhalten. Die Mitarbeiter haben dadurch Gelegenheit sich abends nicht nur auf beruflicher Ebene auszutauschen sondern auch privat näher kennen zu lernen, dies ist während des normalen Tagesgeschäfts oft nicht möglich. Das dadurch entstandene Vertrauensverhältnis kann im beruflichen Alltag zu einer effizienteren und effektiveren Zusammenarbeit führen.

Bettina Sucher-Freinberger (IAK): Es kommt darauf an, was erreicht werden soll. Nehmen die Leute alles zu ernst und fehlt die Leichtigkeit und Freude an der Arbeit, verleiht zum Beispiel eine Großküchenveranstaltung mit ein paar Schnitzelparnierern, Erdäpfelschälern und Palatschinkenwendern schon einen gewissen Witz, da wird gekleckert, gemeckert und ums Lachen kommt Keiner herum. Lachen entspannt und entkrampft. In den Hochseilgarten zu gehen nur um etwas anderes zu machen, halte ich jedoch nicht für sinnvoll. Auf alle Fälle sollten Übungen außerhalb des Seminarraums doch noch so nahe an der beruflichen Tätigkeit bleiben, dass ein unmittelbarer Bezug zur eigenen Tätigkeit hergestellt bleibt.

Wie sieht die Zukunft der Teamentwicklung aus?

Mag.(FH) Mercedes Wolf (VWG): Durch die stetige Globalisierung  gibt es verstärkt Teams mit multikulturellem Hintergrund und daher wird der Fokus auch zukünftig noch stärker auf interkulturelle Kompetenzen gelegt werden. Weiters wird es aufgrund der Internationalisierung zu geänderten Rahmenbedingungen kommen und es werden sich verstärkt virtuelle Teams bilden, die sich dabei auch neuen Herausforderungen stellen müssen.

Bettina Sucher-Freinberger (IAK): Teamentwicklung lag, liegt und wird auch künftig in der Einstellung der Menschen liegen. Da gibt es Einstellungen die nützen und Einstellungen die behindern. Die Einstellung liegt in uns tief verborgen, so dass wir zwar glauben, diese zu kennen, doch die Realität sieht anders aus. Sich der eigenen Einstellung bewusst zu werden, sich ihr zu stellen und diese gegebenenfalls zu ändern, sehen wir als unsere vorrangige Aufgabe. Und genau dadurch wird eine enorme Handlungsenergie erzeugt, Leute reden wieder produktiv (!) miteinander, das Gefühl von Kraft wird neu geboren, körperliche sowie geistige Gesundheit wird gefördert und trotz mancher widriger Umstände können Ziele gemeinsam erreicht werden, welche bis davor nicht für möglich gehalten wurde. Dieses Gefühl und dieses Ergebnis ist unbeschreiblich!


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Die Gesprächspartner

Mag.(FH) Mercedes Wolf

Leitung Fach- und Führungskräfteentwicklung

VWG

Volkswirtschaftliche Gesellschaft Wien, Niederösterreich

www.vwg.at


Günther Mathé, MBA

Geschäftsführer

careercenter

www.careercenter.at


Bettina Sucher-Freinberger

Trainer, Coach & Speaker

IAK – Institut für Angewandte Kreativität

www.iak.at


Interview durchgeführt von

Autor Selan Eva

Mag. Eva Selan, MSc

Geschäftsführerin

HRweb

Eva.Selan@HRweb.at

www.HRweb.at

Autoren-Profil | Eva Selan


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