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Train the Trainer: befruchtende/störende Zielgruppen

Wie beeinflussen / befruchten / stören sich 2 Zielgruppen (Full-Time-Trainer oder Trainer-als-Zusatzqualifikation) innerhalb 1 Ausbildung (Train the Trainer)?

Das Experten-Interview zu Train-the-Trainer im Jänner ergab, dass ein erstaunlich hoher Prozentsatz der Teilnehmer nicht den Trainer-Beruf an sich im Auge haben, sondern die Ausbildung als Zusatzqualifikation zum derzeitigen Beruf sehen und nutzen.

 

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Daraus ergab sich die Frage, wie sich die Herangehensweise dieser beiden Zielgruppen auf die Ausbildung an sich auswirkt.

Welche Unterschiede dieser beiden Zielgruppen merken Sie während der Ausbildung? Legen sie auf unterschiedliche Schwerpunkte wert? Gehen sie die Ausbildung unterschiedlich an?

Günther Mathé, MBA (careercenter): Während unserer Trainerlehrgänge können wir durchaus eine unterschiedliche Herangehensweise der Teilnehmer feststellen.
Die Teilnehmer mit Fokus „Trainer-full-time-Beruf“ konzentrieren sich primär auf die Methodik und Didaktik der Trainerlehrgangsvortragenden. Das ganze Rundherum wie Organisation, Seminarraumgestaltung, Layouts, Flipcharts, Moderation von Übungen wird akribisch festgehalten.
Die anderen Teilnehmer konzentrieren sich auf die Inhalte und die Anwendung der Inhalte in deren Berufsalltag.

Corinna Ladinig, MBA (CTC-Academy): Corinna Ladinig, MBA (CTC-Academy): Ja natürlich gibt es Unterschiede – Trainer-als-Zusatzqualifikation sind stark inhaltlich mit ihren Themen beschäftigt und vernetzt – sie verfügen meist bereits über Vorerfahrungen und können so das Gelernte viel schneller mit ihrem Wissen vernetzen und sind manchmal auch mutiger bei der Umsetzung. Allerdings sind manche auch in eingefahrenen Bahnen und haben Schwierigkeiten die Prinzipien der Neurodidaktik einzubauen. Die anderen stellen mehr Grundsatzfragen und da sie noch neu sind, brauchen viele (außer einigen wirklichen Talenten) mehrere Übungsrunden. Die Hauptpunkte der Ausbildung wie Lernzieldefinition, Schulungsaufbau, Verwendung eines gehirngerechten Medien- und Methodenmixes sind für alle gleich. Sie können sehr gut voneinander profitieren.

Peter Fasching (H2O): Den Trainer, welcher gerne mit Menschen arbeiten will, interessiert sich mehr für den psychologische Hintergrund und das Umsetzen verschiedener Methoden und Ansätze. Die andere Personengruppe setzt den Schwerpunkt mehr auf die Vermarktung einzelner Ideen im Training und auf die Inhalte eines Kurses bzw. Trainings, welche meist aus der eigenen Lebensgeschichte einhergehen. Vortrag und Präsentation ist hier ebenfalls ein großes Thema.

Isabella Schnabel (Easy Train): Es wird auf die Bedürfnisse aller eingegangen, um die wesentlichen Grundlagen für Schulungen professionell anwenden zu können.

Michaela Kellner (ANKH.AT): Es gibt hauptsächlich folgende Unterschiede:
Firmeninterne Trainer haben entweder sehr kurze Trainingssequenzen (1/2 Tages Trainings) oder arbeiten in längeren Ausbildungen von Mitarbeitern (Trainee-Programme). Ziele sind daher die Teilnehmer dahingehend zu qualifizieren Kenntnisse und Fähigkeiten zu erwerben, um wichtige Themen und Inhalte nicht nur vorzutragen, sondern verständlich und bleibend übermitteln zu können. Ein großer Vorteil von firmeninternen Trainerausbildungen ist auch, dass wir schon in der Ausbildung mit sehr speziellen Fachthemen oder firmen- oder branchenspezifischen Situationen arbeiten können. Herausfordernd kann es oft sein, dass firmenpolitische Hintergründe oder unterschiedliche Positionen der Teilnehmer (wie Experte, Vorgesetzter) in die Gruppendynamik einfließen.
Bei offenen Trainerausbildungen ist die Herausforderung, die ganz unterschiedlichen Zielsetzungen oder geplanten Trainingsthemen der Teilnehmer.


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Die Gesprächspartner

Corinna Ladinig, MBA
Geschäftsführerin

CTC-Academy OG

www.ctc-academy.at


Günther Mathé, MBA
Geschäftsführer

careercenter

www.careercenter.at


Isabella Schnabel
Dipl.Org.beraterin, Trainerin, Coach

Easy Train

www.easytrain.at


 

Peter Fasching

H2O Bildung & Beratung


Michaela Kellner

ANKH.AT Coaching & Training


Interview durchgeführt von

Autor Selan Eva

Mag. Eva Selan, MSc
Geschäftsführerin

HRweb
Eva.Selan@HRweb.at
www.HRweb.at

Autoren-Profil | Eva Selan


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