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Moderationen im Firmen-Umfeld: Budgets & Trends

Experten-Interview: Moderation

Kann man als Moderator das große Geld machen? Ich spreche nicht von der Moderation großer von TV-Shows. Sondern Firmen-Veranstaltungen, Workshops, Großgruppenevents, … im Firmen-Umfeld. Wie entwickeln sich künftig die Budgets für externe Moderationen? Welche Trends zeichnen sich generell ab?

Welche Trends lassen sich im Bereich der Moderation erkennen?

Günther Mathé, MBA (careercenter): Ich habe in meiner beruflichen Praxis festgestellt, dass immer mehr Unternehmen auch bei internen Klausuren Moderatoren einsetzen. So können sich alle Teilnehmer auf die inhaltlichen Themen konzentrieren und müssen sich nicht mit Organisation, Zeitplanung, Zielsetzungen und ähnlichen auseinandersetzen.

Belinda Veber (Der Moderatorenpool): Mittlerweile wünscht man sich vom Moderator mehr Fachwissen z.B. über Immobilien, Medizin oder Wirtschaft. Die Aussage „er ist ja nur der Moderator und ist ‚nur’ der rote Faden der Veranstaltung“ gilt nicht mehr. Zu oft sind Kunden bei Events durch Falschaussagen der Moderatoren auf die Nase geflogen. Weiters werden auch öfters Geschäftsführer auf die Bühne geholt, die einen wichtigen Teil der Moderationen gemeinsam mit dem Moderator übernehmen. Es reicht für den Geschäftsführer nicht mehr „nur“ die Eröffnungsrede zu halten. Weg von den Doppelmoderationen hin zur Einzelmoderationen ist sicher aus budgetären Gründen ein Trend geworden.

Dr. Sonja Littig-Wengersky (Littig Seminare): Statt der klassischen Seminare werden immer häufiger moderierte Workshops für Teams und Gruppen gebucht, da bei geht es nicht um die Vermittlung von Inhalten sondern um das gemeinsam erarbeiten von neuen Zielen und Wegen.

Gunda Hofmann (Stimme & Sprechen in Wien): Fehlender Stimmsitz z.B. (beim ORF häufig zu beobachten), fehlende Sprechtechnik. Gewünschter Trend: mehr körperliche Lockerheit.

Werden die Budgets im Bereich Moderation größer oder kleiner? Woran erkennen Sie das?

Belinda Veber (Der Moderatorenpool): Es werden immer mehr Moderatoren gebucht, die aus dem unbekannten Umfeld sind. Die Aussage: Einen bekannten Moderator aus TV oder Radio als Zugpferd zu buchen gilt in Zeiten des Sparstiftes nicht mehr. Weiters beginnen die Unternehmen auch intern einzelne Mitarbeiter als Moderatoren auszubilden. Damit können sie immer wieder auf diese zurückgreifen und müssen keine externen buchen.

Gunda Hofmann (Stimme & Sprechen in Wien): Im allgemeinen beherrscht Dumping die Szene, es sei denn man ist ein namhafter Moderator. Aber so war es schon immer und so wird es bleiben. Das betrifft ja mehrere Branchen in denen Menschen vor Publikum auftreten. Selbst verhandeln und gut sein. Und eine große Portion Glück!

Dr. Sonja Littig-Wengersky (Littig Seminare): Meine Erfahrung ist, dass statt Seminaren moderierte Workshops gebucht werden – mit gleichem finanziellen Aufwand.

Günther Mathé, MBA (careercenter): Grundsätzlich kann ich feststellen, dass immer mehr Unternehmen bei Moderationen auf firmeninterne Mitarbeiter zurückgreifen, die bei careercenter Ausbildungen (Bsp.: Trainerausbildung und individuelle konzipierte firmeninterne Ausbildungen) gemacht haben, um interne Meetings als Moderator zu betreuen.

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Branchen-Überblick | Moderation:
diese & weitere Anbieter transparent nebeneinander gestellt

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Die Gesprächspartner

 

Belinda Veber
Geschäftsinhaberin

Der Moderatorenpool

www.moderatorenpool.at


Günther Mathé, MBA
Geschäftsführer

careercenter

www.careercenter.at


Gunda Hoffmann

Stimme & Sprechen in Wien


Dr. Sonja Littig-Wengersksy

Littig Seminare


Interview durchgeführt von

Autor Selan Eva

Mag. Eva Selan, MSc
Geschäftsführerin

HRweb
Eva.Selan@HRweb.at
www.HRweb.at

Autoren-Profil | Eva Selan


Mag. Eva Selan, MSc

Theoretischer Background: MSc in HRM & OE. Praktischer Background: HR in internationalen Konzernen und KMUs in Österreich und den USA. Nach langjähriger Tätigkeit beim Magazin TRAiNiNG als Chefredakteurin wechselte sie das Medium und gründete Ende 2010 das HRweb.

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