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HR-Portale | BuddyBroker – funktioniert das?

Die Artikelserie „HR-Portale“ hat heute ein Beispiel aus der Schweiz aufgegabelt: BuddyBroker.

 

Aufmerksam wurde ich auf diese Plattform durch das Email von Mario Götz „Letzte Woche habe ich Ihnen unsere Pressemitteilung geschickt und wollte kurz nachfragen, ob man davon Notiz genommen hat.“ Nein, ehrlich gesagt ist sie untergegangen in der gefühlten Tonne an Pressemeldungen, die täglich auf die HRweb-Redaktion niederprasselt. Dennoch klickte ich aus einer Laune heraus das Attachment an und siehe da, mein Interesse war geweckt. Bitte zum Interview, Herr Götz!

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buddybroker_top

Plattform:    BuddyBroker
URL:    www.buddybroker.com
Online seit:    15juli2013
Zahl der MA:    10 Mitarbeiter – 3 im Business Team in CH – 7 Entwickler in Polen
Interviewpartner:     Mario Götz,  B.Sc., Marketing & Community Manager

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Screenshots:

links Pinnwand, rechts Inserat (zum Vergrößern anklicken)

buddybroker_Pinnwand  buddybroker_Inserat

 

Welches Ziel verfolgt Ihre Plattform?

Mit BuddyBroker findet man den perfekten Job ohne zu suchen. Anhand eines bestehenden Business Profils (XING oder LinkedIn) oder einem «klassischen» Lebenslauf, zeigen wir einem Benutzer, welche Jobs zu ihm passen – ohne danach suchen zu müssen. So wird die Stellensuche bzw. Neuorientierung markant vereinfacht.

Zusätzlich matchen wir jeden der angezeigten Jobs zusätzlich mit den Kontakten eines Benutzers. Sollte ein Job nicht optimal auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten sein, kann er diesen mit nur einem Klick an sein Netzwerk weiterleiten.

Was war ausschlaggebend für die Idee von BuddyBroker?

Die meisten Leute in der Schweiz haben einen Job und sind nicht aktiv auf Stellensuche. Viele davon sind jedoch unzufrieden oder wünschen sich insgeheim eine neue Herausforderung.

Unternehmen können diese Personen über herkömmliche Kanäle wie Online Stellenportale nur schlecht erreichen. Der aufwändige und öde Suchprozess schreckt Wechselwillige ab.

Wir sind der Meinung, dass es deshalb ein attraktives und intuitives Tool braucht.

Wer ist die Zielgruppe? Welchen Nutzen hat diese Zielgruppe durch Ihre Plattform?

Unsere Zielgruppen sind auf der einen Seite aktiv Stellensuchende und Wechselwillige und auf der anderen Seite Unternehmen mit Personalbedarf.

Mit BuddyBroker wollen wir Arbeitnehmer in der Schweiz, künftig auch in anderen Ländern, mit den passenden Jobs bzw. Unternehmen zusammenbringen. Dabei setzen wir auf ein Matching-System in Kombination mit Jobempfehlungen im eigenen Netzwerk. Dadurch dass Benutzer nur Stellen sehen, die „grundsätzlich“ zu ihrem Profil passen, erhalten Unternehmen weniger, dafür qualitativ hochwertigere Bewerbungen. Überspitzt ausgedrückt wird ein Taxifahrer keine Marketing Stelle sehen.

Wodurch finanziert sich ihr Portal?

Wir haben kürzlich eine erste Finanzierungsrunde mit privaten Investoren und Business Angels in Höhe von rund CHF 580.000 (ca. € 470.000) erfolgreich abgeschlossen. Momentan sammeln wir wertvolle Praxiserfahrung um unser finales Preismodell auszuarbeiten. Unternehmen bezahlen für BuddyBroker im Erfolgsfall. Jedoch leiten wir in den ersten Wochen nach dem Release die vollständigen Profile der Bewerber gratis weiter. Eine Vermittlungsgebühr fällt auch keine an. So können wir Unternehmen den Mehrwert von Bewerbungen über BuddyBroker aufzeigen. Zu einem späteren Zeitpunkt werden wir mit unserem Preismodell auf die Unternehmen zugehen. Für den Benutzer wird unser Service immer kostenlos bleiben.

Eines ist mir nicht klar – und lassen Sie es mich mal provokant formulieren: Unternehmen stellen ihre vakaten Positionen nicht aktiv auf Buddybroker, sondern Sie listen die Stellen anhand eines Webcrawlers und schaffen somit eine große Zahl an vorhandenen Positionen. Der interessierte Jobsuchende bewirbt sich dann – so genial-einfach – mittels 1 Klick. Das Unternehmen erhält automatisch den anonymisieren CV (anhand des Xing- oder LinkedIn-Profils) und … weiß damit erst mal nichts anzufangen, da das Unternehmen um diese Art der Bewerbung nie gebeten hat. Der Bewerber widerum wird sich auf die selbe Stelle – die er ja auch in anderen Jobbörsen findet – nicht mehr bewreben, da er es bereits via Buddybroker tat. Das kann nach hinten losgehen.

Die offenen Vakanzen im Schweizer Markt holen wir mittels Webcrawler in unser System. Dem Benutzer sollen alle verfügbaren Stellen zur Verfügung stehen und als intelligenter Social Job Feed die besten Resultate liefern. Dem Unternehmen wird der Mehrwert der Plattform aufgezeigt, indem die ersten Bewerbungen umsonst angesehen werden können und ebenfalls keine Vermittlungsgebühr anfällt. Die weitergeleiteten E-Mails mit den Bewerbungen sind so gestaltet, dass die Bewerbung des Benutzers im Vordergrund steht und dem Recruiter auf den ersten Blick den Mehrwert aufzeigt.

Wie sehen Ihre nächsten Schritte aus?

Mit den Ressourcen aus der abgeschlossenen Finanzierungsrunde treiben wir die Entwicklung der Plattform weiter voran, gestützt auf das Feedback unserer Benutzer und bestehenden Kunden.

Mit der soeben neu veröffentlichten Version von BuddyBroker, welche neue Features und ein optimiertes Design mit sich bringt, starten wir auch eine aktive Kommunikation mittels PR- und diversen Marketing-Maßnahmen. Die Optimierung der Plattform selber steht natürlich immer im Vordergrund und neue Funktionen werden laufend umgesetzt.

Ein nächster großer Schritt liegt in der Bereitstellung einer mobilen Version von BuddyBroker. Das finden von interessanten Jobangeboten wird immer wichtiger für die Benutzer und diesem Bedürfnis werden wir in Kürze nachkommen.

Wie soll Ihre Plattform in 5 Jahren aussehen?

BuddyBroker soll DAS Instrument sein, um schnell und einfach passende Jobs zu finden.

 

www.buddybroker.com | info@buddybroker.com


Ich freue mich auf Feedback & auch kritische Gedanken von der Personalisten-Seite – per Email an office@HRweb.at oder gleich hier unterhalb des Beitrags!

Welche HR-Portale sind für Sie interessant? Schreiben Sie mir bitte an office@HRweb.at, dann werfe ich auch gerne dort einen Blick hinter die Kulissen!

Mag. Eva Selan, MSc

Theoretischer Background: MSc in HRM & OE. Praktischer Background: HR in internationalen Konzernen und KMUs in Österreich und den USA. Nach langjähriger Tätigkeit beim Magazin TRAiNiNG als Chefredakteurin wechselte sie das Medium und gründete Ende 2010 das HRweb.

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