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HR Innovation „Made in Austria“

Veranstaltungsbericht: 11sep2014

 

Vergangene Woche fand in Wien eine Fachveranstaltung für Personalisten statt die zwei Dinge ins Zentrum gestellt hat: Einerseits die Frage wie innovative Personalarbeit eigentlich aussieht. Andererseits drei österreichische Startups, die mit ihren Tool HR Innovation von Personalabteilungen unterstützen. Das HRweb war dabei auf Lokalaugenschein.

veranstaltungs-bericht

Am 11sep2014 ludt Microsoft Österreich zu einer Fachveranstaltung für Personalisten ein. Das für seine besondere Büroarchitekur (Stichwort „Die neue Welt der Arbeit“) bekannte Firmengebäude stand an diesem Abend ganz im Zeichen innovativer HR-Arbeit und HR Innovation „Made in Austria“. Das Interesse war entsprechend groß: rd. 150 angemeldete Personalisten haben vier spannende Praxisvorträge sowie ein hochkarätiges Podium verfolgt, in dem durchaus hitzig diskutiert wurde. Durch den Abend führte Daniel Cronin den viele sicher aus der Start-Up Show „2 Minuten – 2 Millionen Euro“ kennen.

Österreichische Start Ups: HR Innovation „Made in Austria“

Den Auftakt der Veranstaltung markierten drei Praxisvorträge österreichischer Start-Up Unternehmen, die sich jeweils einem besonderen Thema der Personalarbeit angenommen haben.

  • Evelyn Rupp präsentierte wie die UniCredit Bank Austria das Tool „Prescreen“ von MercuryPuzzle einsetzt. Mit dieser innovativen Recruiting-Lösung können Mitarbeiter ihre Passung zu offenen Posten am internen Stellenmarkt der UniCredit Bank Austria feststellen und Führungskräfte offene Stellen effizient besetzen.
  • Birgit Höttl von der Mondi AG präsentiert das weltweite 360° Führungsfeedback des Konzerns und die besonderen Herausforderungen eines Unternehmens das 25.000 Mitarbeiter an rd. 120 Standorten in mehr als 12 Sprachen erreichen muss. Unterstützung bei dieser Herausforderung erhielt Mondi durch die vieconsult GmbH und deren 360° Feedback-Tool „vieconnect“.
  • Matthias Wolf von firstbird bot in seinem Vortrag einen Einblick in das Recruting der Zukunft, wenn Mitarbeiter offene Stellen ihres Unternehmens an Freund und Bekannte weiterempfehlen. Gesteuert und administriert durch die firstbird-Weiterempfehlungsplattform.

Neben diesen drei jungen Start-Ups hat vor allem auch der vierte Vortrag von Microsoft einen Einblick in die Zukunftsherausforderungen vieler Unternehmen geboten: die interne Kommunikation. In einer Zeit in der Email von Vertretern der vielzitierten „Generation Y“ tlw. schon als veraltete bezeichnet wird regieren Instant-Messaging und Mico-Blogging. Wie sich diese Herausforderungen technologisch und unternehmenskulturell bewältigen lassen zeigt Sandra Micko von Microsoft Österreich in Ihrem Vortrag auf. In diesen fließen neben der eigenen Praxis als Personalistin v.a. auch technische Beispiele von Microsoft ein.

Podium – abwechslungsreich und witzig

Den Abschluss der Veranstaltung rund um HR Innovation markierte eine Podiumsdiskussion die von „Presse“-Ressortchef Michael Köttritsch moderiert wurde. Auf der Bühne fanden sich den neben den Personalisten Doris Tomanek, Sandra Micko und Christian Göttinger, Personalberater Mathias Hiebeler auch Recruiting-Coach Henrik Zaborowski. Eine abwechslungsreiche Mischung die das Publikum sowohl inhaltlich als auch humoristisch gut unterhalten hat. In zwei Punkten sind die Podiumsdiskutanten sich dabei sehr einige.

a) Personalisten können nicht nur innovativ sein, sie müssen es auch immer stärker sein um die eigene Rolle auch Zukunftsanforderungen gerecht zu machen. Innovation liegt dabei nicht nur in „technischer Innovation“ sondern v.a. auch darin für die operativen Einheiten eines Unternehmens strategisch ausgerichtete Lösungen an der Hand zu haben. Die inhaltlich Innovation im Sinne von Zukunftsorientierung sollte das Ziel sein. Tools unterstützen dies.

b) Das innovativste HR-Tool braucht immer Führungskräfte die es im Unternehmen auch ein- und umsetzen. Personalisten sind Unterstützer, die durch ihre Tools und Prozesse die Leistungsfähigkeit der Organisation steigern. Sie sind eine Supportfunktion die sich durch die Steigerung der Leistungsfähigkeit ihren Wert erarbeiten. Personalarbeit und Innovation in der Personalarbeit sind niemals Selbstzweck.

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