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Mein neues Vertriebs-Team frisch recruitiert … ein persönlicher Erfahrungsbericht mit Jobbörsen

Mein Vertriebs-Team sollte endlich ein tatsächliches „Team“ werden, d.h. von 2 Personen auf eine eigenständige Einheit anwachsen, am liebsten 3-4 Personen, jeweils in Teilzeit, um auf unterschiedliche Stärken zurückgreifen zu können. However, 4 Teilzeit-Personen sind um nichts einfacher zu finden als 1 Vollzeit-Person. Also streue ich meine Inserat-Strategie auf mehrere Jobbörsen. Und gebe Ihnen hier ein wenig Feedback & Einblick in meine Erfahrungen.

 

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Zu Beginn gleich mal eine Kurz-Übersicht über Jobbörsen, Kosten, Laufzeit & Zugriffe:

 Jobbörsen anklicken um direkt
zum jeweiligen Erfahrungsbericht
unten zu gelangen ⇒
Careesma Xing apply LIVE derStandard willhaben eigene www
Kosten € 390 € 595 € 290 € 650 € 540 € 0
Laufzeit 8 Wochen 30 Tage 30 Tage 6 Wochen 60 Tage 8 Wochen
Zugriffe auf Inserat 740 214 362 1.358 1.194 957
tatsächliche Bewerbungen 21 5 5  14 11 19

 

Wer letztendlich das Rennen machte verrate ich am Ende , sonst wäre die Spannung ja vorweggenommen und wer möchte sich schon die Spannung nehmen lassen?!

 

careesma.at_logo neu_ohne claimCareesma              

Inserat-Pakete

  • € 190 Standard-Format: inkl. Text + Logo. Exkl. Email-Adresse
  • € 290: Standard Plus, inkl. Text mit rudimentärer Formatier-Möglichkeit + Bilder in Header bzw Footer möglich + Verlinkung auf eigene www + Emailadresse
  • € 390: Designanzeige: inkl. Text und Bild in Corporate Design + Schaltung durch Customer-Service-Team ⇒ My Choice

Änderungen während Laufzeit möglich

ja

Inserat-Laufzeit

8 Wochen

Info zu Inseraten

www.careesma.at/l/de/products/

Zugriffe auf Inserat

740

Zahl der tatsächlichen Bewerbungen

21

Persönliches Fazit

Sehr nette, kompetente und rasche Betreuung. Positiv ist u.a. der einfache Zugang zur Zugriffs-Statistik. Mich überraschte die hohe Response-Rate: nicht zuletzt aufgrund der langen Laufzeit des Inserats erhielt ich auf diese Anzeige die meisten Bewerbungen. Dieser Output im Verhältnis zum Inserat-Preis ist … nein, ich mache hier keine explizite Werbung.

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XING_Logo_ButterflyXING

Inserat-Pakete

  • € 3.948 / Jahr. Talent-Manager: gezielte Suche im Xing-Netzwerk und aktive Ansprache der Xing-Nutzer. Sicher ein sehr effektives Tool, wenn man es mehrmals jährlich einsetzt und gerne aktiv auf potenzielle Kandidaten zugeht.
  • Stellenanzeige
    € 395 Standard: inkl. Text mit rudimentärer Formatier-Möglichkeit + Logo + Link zum Xing-Profil des Recruiters
    € 595 Professional: inkl. formatierbarer Text ⇒ My Choice
    €795 Professional+: inkl. integrierbarem Video

Änderungen während Laufzeit möglich

nein

Inserat-Laufzeit

30 Tage

Info zu Inseraten

www.xing.com/jobs/products/

Zugriffe auf Inserat

214

Zahl der tatsächlichen Bewerbungen

5

Persönliches Fazit

Alle Angaben zum Inserat konnten selbst vorgenommen werden, das Inserat war ein schlichter pdf-Upload → sehr zeit-extensiv. Leider war keine nachträgliche Änderung im Inserat möglich. Positiv ist bei Xing natürlich, dass das Inserat verlinkt ist mit dem XING-Unternehmens-Profil und dem Profil des Recruiters, was dem Bewerber gleich auf den ersten Blick ein besseres Bild vom Unternehmen gibt.

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Inserat-Pakete

  • free
  • € 45 Support bzgl. Formulierung, Integration von Fotos & Videos etc
  • € 290 Traffic Plus 1: zielt auf Google-Optimierung ab + Integration bei anderen Job-Suchmaschinen ⇒ My Choice
  • € 490 Traffic Plus 2: zusätzliche Integration des Inserats bei Stepstone.at

Änderungen während Laufzeit möglich

ja

Inserat-Laufzeit

30 Tage

Info zu Inseraten

www.apply-live.com/info-traffic-pakete

Zugriffe auf Inserat

263

Zahl der tatsächlichen Bewerbungen

5

HRweb-Interview

Apply LIVE – Bewerbung per Kurz-Telefonat statt schriftlicher Lang-Texte

Persönliches Fazit

Die Stelle wird als normales Inserat auf apply-LIVE online gestellt und die Interessenten haben 2 Möglichkeiten:

  • entweder sie senden ihre Bewerbungsunterlagen wie üblich per Email
  • oder – und das ist der eigentliche Sinn von apply LIVE – sie buchen einen Telefon-Termin (die vorab von mir festgelegt wurden). 10-15 min pro Telefonat.

Diese Telefonate sind natürlich hervorragend geeignet wenn ich eine Person für den Vertrieb suche, denn wer mich ohne schriftliche Unterlagen am Telefon überzeugen kann, wird wohl auch bei meinen Kunden ein überzeugendes Auftreten haben.
Ich bekomme ein Email „Termin gebucht am xxx um xxx“ ohne Zusatzinfo. Das ist schon spannend und man muss sich darauf einlassen, denn eine Vor-Selektion auf Recruiter-Seite gibt es nicht. Nur bin ich eben kein Mensch, der soooo unendlich gern telefoniert, was kontraproduktiv ist bei dieser Art des Recruitings.

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logo derStandardderStandard.at

Inserat-Pakete

€ 650 Einzelinserat: inkl. individuelles Design ⇒ My Choice

Änderungen während Laufzeit möglich

ja

Inserat-Laufzeit

6 Wochen

Info zu Inseraten

http://derstandard.at/1389860157531/Stelleninserate-auf-derStandardatKarriere

Zugriffe auf Inserat

1.358

Zahl der tatsächlichen Bewerbungen

14

Persönliches Fazit

Online-Stellen des Inserats durch derStandard.at, kleine Nachjustierungen bzgl. Jobtitel und Keywords waren bei der Einrichtung des Inserats notwendig & wurden kompetent & rasch umgesetzt, generell sehr nette Ansprechpersonen und die Zugriffszahlen mit Hilfe eines eigenen Links sichtbar.

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Inserat-Pakete

  • € 240 Stellenanzeige: 4 Layoutvorlagen, Anzeige selbst erstellen
  • € 540 Stellenanzeige individuell: Anzeigen im eigenen CI, Erstellung des Inserats durch willhaben: ⇒ My Choice

Änderungen während Laufzeit möglich

ja

Inserat-Laufzeit

60 Tage

Info zu Inseraten

www.willhaben.at/jobs/arbeitgeber/produkte

Zugriffe auf Inserat

1.194

Zahl der tatsächlichen Bewerbungen

11

Persönliches Fazit

Die Mannschaft von willhaben ist auf Zack, daran bleibt kein Zweifel. Das Inserat wurde für mich online gestellt, Nachjustierungen von meiner Seite wurden gerne umgesetzt und letztendlich ist willhaben die Jobbörse, die die meisten Zugriffe auf mein Inserat erreichte! Ja, zugegeben, hier war das Inserat auch 60 Tage online, nicht 30 wie bei andern Jobbörsen.

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Eigene Webpage

Inserat-Pakete

Inserat auf HRweb ⇒ My Choice

Änderungen während Laufzeit möglich

ja

Inserat-Laufzeit

beliebig

Zugriffe auf Inserat

957

Zahl der tatsächlichen Bewerbungen

19

Persönliches Fazit

Selbstverständlich ist es ein MUSS, Inserate auch auf der unternehmenseigenen Webpage online zu stellen. Ich platzierte einen Link im oberen Navigationsbalken und einen Banner in der rechten Spalte. Beide direkt zum Inserat leitend. Zusätzlich postete ich diese Seite in den HRweb-Social-Media-Accounts, um den Traffic zu steigern.

Die Besucher-Quellen für diese Seite: 30 % direkte Zugriffe (von Lesern die HRweb direkt ansteuerten), 25 % Facebook, 23 % Google.

Der Vorteil, das Inserat auf der eigenen Seite zu platzieren, ist klar: kostengünstig & jene Personen, die bereits auf HRweb sind und das Inserat lesen, sehen zeitgleich das Produkt an sich.

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Abschließendes Fazit

Es ist ja schon ein paar Jährchen her, seit ich selbst als Kunden- und Personalberaterin bei Trenkwalder unzählige Inserate gestaltete (damals noch großteils in Printemedien!), Bewerbungen sichtete, Gespräche führte. Gerade deshalb freute ich mich sehr auf diesen Recruiting-Prozess.

Ein paar Detail-Gedanken:

Dennoch wunderte ich mich immer wieder, wie groß die Unterschiede der Bewerber sind. Sowohl was die fachliche Kompetenz betrifft als auch hinsichtlich der Gestaltung der Bewerbungsunterlagen.

  • Der Großteil der Jobbörsen erledigte das Online-Stellen der Inserate für mich. Das erleichtert es auf Kunden-Seite sehr, doch es nimmt auch ein wenig die Möglichkeit, selbst herumzufeilen. Beispielsweise wurde der Titel tw geändert/gekürzt, Kategorien gewählt die ich so nicht wählen würde, Keywords anders festgelegt. Dass die Jobbörsen die Inserate online stellen enthebt den Recruiter bei weitem noch nicht davon, selbst noch ein wenig mitzudenken. Für mich war die Herausforderung, nicht exakt zu wissen, was möglich ist, weshalb der Titel gekürzt wird, etc. Ich durchforstete daraufhin andere Inserat um zusehen wie viele Zeichen im Titel möglich sind, welche Keywords Verwendung finden, etc, um ein für mich zufriedenstellendes Ergebnis zu erhalten.
  • Einige ganz hervorragende Bewerber kamen auf mich zu, die ich liebend gern zu mir einlud. Ich hatte spannende Gespräche mit interessanten Personen. Immer mit dem Gedanken „kann er/sie MEIN HRweb repräsentieren?“  Für externe Unternehmen zu rekrutieren ist eine völlig andere Geschichte, als für mein ur-eigenes HRweb. Eh klar.
  • Oft war ich aber auch einfach nur enttäuscht von der Bewerberqualität. Was tu ich mit Bewerbern, die es nicht mal der Mühe wert finden, auch nur ein einziges Wort ins Email zu schreiben? Erwarten sie, dass ich wort- und grußlos die attachen Bewerbungsunterlagen öffne? Wie kann ich von jenen Bewerbern erwarten, dass sie meine Kunden besser behandeln werden?
  • Auch wenn ich von mir selbst behaupte, nicht titelgeil zu sein, so erwarte ich schon – und diese kleine Intelligenz-Aufgabe sei mir zugestanden – dass mich Bewerber mit „Sehr geehrte Frau Mag. Selan“ ansprechen. Das Inserat verrät ja bereits die Email-Adresse Eva.Selan@HRwe…., da sollte es ein Leichtes sein, zu eruieren, wer denn die Ansprechperson ist, ihre Position im Unternehmen, ihre Titel, die richtige Ansprache eben. Denn exakt so möchte ich, dass meine Vertriebs-Mitarbeiter meine Kunden ansprechen: Richtig eben. Und schon gar nicht mit „Sehr geehrte Damen und Herren“. Ist eben ein NoGo.
  • Letztendlich ist meine Vertriebs-Mannschaft auf 4 Personen angewachsen, die tw erst im Herbst einsteigen. Sobald sie sich eingearbeitet haben, werde ich sie Ihnen sukzessive auch im HRweb-Team vorstellen, doch lassen Sie ihnen bitte noch ein wenig Zeit.

Ich bedanke mich bei allen Bewerbern, dass sie mir eine so interessante Recruiting-Zeit bescherten. Und ich bedanke mich bei den Jobbörsen, dass sie aus der User-Perspektive kennenlernen durfte.

Auflösung

Nun wird’s aber Zeit für die Auflösung der Frage, welche Jobbörsen das Rennen um die Kandidaten machten: meine neuen 3 Köpfe im Vertriebs-Team setzen sich zusammen aus Bewerbern von careesma, derStandard und vom Inserat auf HRweb.

 

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7 Kommentrare

  1. Günther Schwarz (ohne angeführten, aber erworbenen Titel) am

    Der Artikel ist zwar interessant, aber als ich mit dem Lesen bei „Titel“ angekommen bin, war ich nur mehr baff-erstaunt! Ich habe selbst einen Titel, den ich so gut wie nie verwende, daher verwende ich auch bei anderen Personen den Titel nicht. Diese abgehobene Marotte von österreichischen oder nur Wiener Akademikern und -innen ist einfach nur schwerst peinlich!

  2. Eva SELAN am

    Hallo Herr Schwarz,
    ja, Titel sind eine österreichische Eigenheit und gerade deshalb wichtig. Denn ein Vertriebs-Mitarbeiter ist ganz klar auch ein Aushängeschild für das Unternehmen, noch mehr als andere Mitarbeiter. Und so sehr wir bei HRweb uns auf „kreative Branche“ – weil Schreiberlinge, Internet, etc. – berufen können, so ist es mir dennoch wichtig, dass Spielregeln & Etikette bekannt sind. Bei Bewerbern bezieht sich das auf die – na no – Bewerbungs-Phase. Wie wir die Kunden dann in der Praxis ansprechen, ist eine andere Sache und ist Teil der Unternehmens-Kultur. Und: sowohl in der Bewerbungs-Phase als auch in praktischen Ansprache der Kunden lege ich Wert auf die Ansprache mit dem Namen. Gleichgültig wie abgehoben oder peinlich das wirken mag 😉
    Liebe Grüße, Eva Selan

  3. Günther Schwarz (ohne angeführten, aber erworbenen Titel) am

    Sehr geehrte Frau Mag. Selan,
    Sie haben meinen Titel vergessen 😉 ups Sie kennen ihn ja gar nicht.
    Sie verwenden Smileys in der geschäftlichen Kommunikation?

    Das Ganze ist einfach unmöglich, auch noch dann mit den nachgestellten und den FH-Titeln:
    MA (FH), Mag. Dr. Frau Selan, MA, MA BcS – einfach grausam! Wie schreibt man das überhaupt mit den Satzzeichen korrekt laut Duden?

    Übrigens, die einzigen Personen, die ich kenne, die wirklich (amts-) titelgeil sind, sind Beamte, Mitarbeiter von Behörden.
    Sonst wirklich nirgends, eine Aussage nach 30 Berufsjahren mit sehr viel KundInnen-Kontakt (inkl. BewerberInnen).

    Da ist gendern schon sehr viel wichtiger! Das hat wirklich gesellschaftspolitische Relevanz!
    Haben Sie nur Männer im Vertrieb?
    Auch alle anderen MitarbeiterInnen sind Männer?
    Nur männliche Bewerber?

    Hochachtungsvolle Grüße
    Günther Schwarz

  4. Eva SELAN am

    Auch wenn ich dieses Thema gerne HIER beenden würde, liegt es mir doch auf der Zunge:
    duden-korrekt ist es MagkeinLeerzeichenPunktLeerzeichenEvamitgroßemAnfangsbuchstabenLeer
    zeichendieweiterenVornamenspareichunsSelanebenfallsmitgroßemAnfangsbuchstabenKommadirek
    thinterdemNachnamengroßesMgroßesSkleinesc.

  5. Johanna Maier am

    Ha, ja, schön dass Sie es mit Humor nehmen, Frau Selan, das passt gut zur „spritzigen, erfrischenden HRweb-Limette“.

    Abgesehen davon sehe ich es wie Sie: ich bin viel mit Recruiting beschäftigt und Bewerber, die die beschriebene Etikette nicht kennen, sind nicht in allen Positionen einsetzbar.

    Danke auch für den Erfahrungs-Bericht, denn wir testen ja nie so viele Jobbörsen für ein und die selbe Position, ich bin erstaunt, wie gut careesma abschnitt und werde es gerne auch mal ausprobieren, nicht zuletzt aufgrund des Preis-Leistungs-Verhältnisses.

  6. H. Bucher am

    Sehr geehrte Frau Mag. Selan (war aufgelegt, richtig?)
    weshalb haben Sie ausschließlich hochwertige Inserate getestet (wenn mehrere Möglichkeiten zur Wahl standen) und nicht einfach auch Inserate ohne Textformatierung getestet?

  7. Eva SELAN am

    Hallo Herr Bucher,

    1. ich bin ein sehr optischer Mensch und fühle mich selbst von optisch ansprechenden Dingen, Designs & Anzeigen viel mehr angesprochen als von unformatiertem Irgendwas. Und auch wenn ich von mir nicht auf Andere schließen sollte, so sind doch der Großteil der Menschen vorwiegend optisch orientiert.

    2. meine Intention war, so viele Bewerber wie möglich anzusprechen. Optisch ansprechender korelliert mit höherer Bewerberzahl. Ein optisch ansprechendes Inserat sieht professioneller aus und suggeriert somit auch ein professionelles Unternehen & eine höherwertige Stelle als ein optisch nicht ansprechendes Inserat.

    Letztendlich war es schlichter Eigennutzen. Und es hat funktioniert!

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