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HR-Praxistipp | Personalkündigungen an kritischen Tagen (z.B. vor dem 24. Dezember)


HR-Tipp: Praxistipp Personalkündigungen an kritischen Tagen

z.B. vor dem 24. Dezember


Zielgruppe:



HR-Manager, Führungskräfte


 

Personalkündigungen an kritischen Tagen wie z.B. Weihnachten, nach einem Urlaub, im Krankenstand etc. zählt wahrscheinlich zu den unangenehmsten der „unangenehmen Aufgaben“ einer Führungskraft. Der betroffene Mitarbeiter, der die Nachricht vom Personalisten erhält vergisst oft, wie schmerzhaft dieser Prozess auch für HR ist und reagiert mit einer Mischung aus Kränkung, Enttäuschung oder Verleugnung.

Führungskräfte meinen oft, dass mit einem „Golden Hand-Shake“, einem Angebot für eine Arbeitsstiftung oder einer längeren Kündigungsfrist der Mitarbeiter zufrieden zu sein hat und negieren den emotionalen Schmerz/Wut/Trauer der Betroffenen.

Das macht es leichter

Ist es doch etwas Zusätzliches, das vor allem langjährige Mitarbeiter benötigen, wenn sie von ihrer Kündigung erfahren (90 % der Menschen verstehen den Sinn des Personalabbaus). Es ist vor allem Dankbarkeit für ihre langjährige Treue, Verständnis für Ihren Schmerz/Wut/Verleugnung, gelebte Ehrlichkeit und ein Maximum an persönlicher Hilfestellung durch HR.

Dadurch kann HR vom Bad News überbringer zum „Hero“ werden und dem Unternehmen viele Kosten und Sorgen sparen (Arbeitsgericht) was das Management sehr freut!

Nahezu kostenfrei kann HR diesen Menschen folgendes anbieten: Verständnis, ein Ohr für die Sorgen, Tipps und Tricks für Ihre Bewerbungsunterlagen, einen Gutschein für einen Photographen für das Bewerbungsphoto, ein Outplacement-Angebot, die Zusage, dass die Türen zueinander stets offen bleiben sollen,… Etwas, das dem Mitarbeiter in der Situation hier und jetzt hilft und gleichzeitig zur Unternehmens-Kultur passt.

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Ein Kommentar

  1. Michael Hanschitz am

    Also ich habe es noch nie erlebt, dass HR Verantwortliche im Zuge von Personalabbau und Kündigung zu „Heros“ geworden wären bzw. es so gewollt hätten, unabhängig davon wie professionell sie auch vorgegangen sind. Was ich im New Placement schon oft erlebt habe ist die Dankbarkeit der Betroffenen für dir Unterstützung die ihnen in diesem Fall zu Teil wird sowie echte Glückmomente wenn ein beruflicher Wechsel dann auch gelingt. Tja und Trennungen vor Weihnachten sind m.E. ausser im Falle einer Insolvenz sowieso absolut Tabu.

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