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Jobsbutler | Outplacement für Jedermann

Im Zuge des HR-Awards 2017 beschäftigten wir uns in der Jury u.a. mit Jobsbutler. Damit soll Outplacement nicht nur Führungskräften zugänglich sein, sondern aufgrund des Preises (und der Leistung) eigentlich jedem im Unternehmen. Wie wäre es, wenn Sie als Führungskraft JEDEM Mitarbeiter – von dem Sie sich trennen müssen – ein Outplacement-Paket geben könnten?

Wie das tatsächlich funktioniert fragte ich Mag. Peter Marsch (Geschäftsführer von Jobsbutler, Foto rechts) im Interview:

Was ist Jobsbutler – erklären Sie es bitte kurz.

Jobsbutler bietet die Möglichkeit der kompletten Auslagerung des Outplacement-Prozesses aus dem Unternehmen mit einem umfassenden, innovativen Leistungspaket für die Jobsuchenden. Den entlassenen Mitarbeitern werden rasch und effizient neue Zukunftsperspektiven geboten.

Weshalb sagen Sie so deutlich, dass Jobsbutler nicht nur HR, sondern auch der kündigenden Person hilft?

Jobsbutler stellt ein Instrument zur Verfügung, das für ALLE Betroffenen wirksame Hilfe bereithält. Einerseits für das Unternehmen (Zeitersparnis durch die Auslagerung des Outplacementprozesses und Kündigungen können positiver gestaltet werden). Andererseits werden den gekündigten Mitarbeitern – mit geringem Aufwand für den Mitarbeiter – rasch neue Job-Chancen eröffnet. Die Erfolgsquote einen neuen Job zu finden beträgt rekordverdächtig bis zu 90 %.

Weshalb ändert diese Form des Outplacements schon beim Kündigungsgespräch den Fokus / die gedankliche Zielrichtung des Gekündigten?

Jobsbutler ermöglicht den gekündigten Mitarbeitern sofort den Fokus auf die berufliche Zukunft zu richten und rasch Bewerbungsgespräche zu führen. Durch dieses weltweit einzigartige innovative Konzept, Jobs im verdeckten (nicht öffentlichen ausgeschriebenen) Arbeitsmarkt für den Bewerber zu identifizieren, kann die berufliche Vergangenheit rasch abgeschlossen werden und die Zukunftsorientierung beginnt kurzfristig.

Wie identifizieren Sie Jobs im verdeckten Arbeitsmarkt?

Ein speziell für den Jobsbutler adaptierter Webcrawler analysiert und identifiziert permanent aus HR- Daten von 40.000 Unternehmen für Österreich potentielle Unternehmen, die Jobs besetzen könnten, die für den Bewerber interessant wären. Dieser Webcrawler ist unser Herzstück und erstellt für jeden Bewerber eine individuell anpasst Zielfirmenliste basierend auf geographische/Branchen/Positionswünsche. Zusätzlich werden auch die Kontaktdaten für den Bewerbungsprozess erhoben.

Worin liegt Ihr USP?

Unser USP liegt ganz klar darin, Mitarbeitern, die sich beruflich verändern wollen/müssen, rasch Bewerbungsgespräche zu verschaffen. Der zeitliche Aufwand für die Bewerber ist gering. Dadurch verkürzt sich die Phase der Arbeitslosigkeit und durch eine Auswahl mehrerer neuer Jobs kann auch der Mitarbeiter den Jobwechsel besser planen.

Dadurch reduzieren sich für HR als Auftraggeber sofort Negativmeldungen (Imageverschlechterungen, Arbeitsgerichtskosten etc). HR wird vom Bad-News-Überbringer zum Helfer für zu kündigende Mitarbeiter und damit zum Problemlöser und das Unternehmensimage bleibt trotz Personalfreisetzungen positiv.

Und worauf wir stolz sind: HR-Kunden von Jobsbutler gewinnen Preise und werden bei Awards auf die Bühne geholt, gemeinsam mit Jobsbutler (siehe HR-Summit 2017, Kategorie Tools&Services, Bronze Medaille gemeinsam mit Raiffeisen Bank International).

Wie schaffen Sie es, Outplacement um € 350 pro Person anzubieten, während andere Outplacement-Anbieter mehrere 1ooo € veranschlagen?

Jobsbutler fokussiert sich darauf, für die Mitarbeiter Bewerbungsgespräche im verdeckten (nicht öffentlichen) Arbeitsmarkt zu verschaffen. Nach einem persönlichen Coaching von nur 50 Minuten, weiß der Jobsbutler in welcher Branche/Region/Position der Mitarbeiter seinen neuen Job finden möchte. Eine Spezialsoftware identifiziert die potentiellen Arbeitgeber und versendet die Bewerbung der Mitarbeiter genau dorthin. Stundenlange Beratung und Coaching entfällt, da der Mitarbeiter sich sofort auf die Bewerbungsgespräche fokussieren kann.

Welche Mitarbeiter-Ebene ist Ihre Zielgruppe?

Zielgruppe sind Arbeiter und Angestellte im kaufmännischen und gewerblichen Bereich.

Die Job-Ebene in der wir uns hauptsächlich bewegen sich bis zur ersten Führungsebene.

Jene Jobs sind für uns relevant, die mindestens  200 – 300 potentielle Arbeitsgeber in der gewünschten Branche und Region bieten (auf unselbständiger oder selbständiger Basis). Bspw. Vertrieb, Rechnungswesen, Informationstechnologie, Produktion, Lager und auch Logistik, also alle Jobs bis zur ersten Führungsebene.

Wie sind Sie – als Erfinder des Tools – auf diese Idee gekommen?

Ich war im Jahr 2014 bereits sechs Jahre – neben meiner Tätigkeit als Headhunter – als Jobcoach tätig und bin mit meinen Jobcoachings gescheitert, da sie sich lediglich auf das Thema Berufswahl, Berufsorientierung, Lebenslaufgestaltung, Recherche im eigenen Netzwerk, etc. fokussiert haben. Meine Bewerber bekamen kaum Termine zu Vorstellungsgesprächen und waren lang arbeitslos.

Bis ich begriff, dass man Bewerbern nur dann weiterhelfen kann, wenn man ihnen Bewerbungsgespräche im „verdeckten Arbeitsmarkt“ beschafft und zwar viele! Daraufhin entwickelte ich eine Software und ein Mailingtool, das dies ermöglicht. Und es hat von Anfang an wunderbar funktioniert. So gut, dass nicht nur Bewerber sondern viele Unternehmen zu uns kommen, damit wir ihren von der Restrukturierung betroffenen Mitarbeitern rasch weiterhelfen.

Bisher konnten wir bereits 600 Menschen bei der Jobsuche helfen.

Wie sieht Ihre Vision aus?

Die Vision ist, dass bei jeder Kündigung den betroffenen Menschen, das Service Jobsbutler als Dankeschön vom Unternehmen an die Mitarbeiter geschenkt wird. Um den Mitarbeitern den Weg zum nächsten Job zu erleichtern und um den letzten Arbeitgeber in guter Erinnerung zu behalten. Wir möchten, dass die Zeitspannen der Arbeitslosigkeit in diesem Land deutlich verkürzt werden und zwar für ALLE Mitarbeiter!

Mir gefällt diese Vision. Danke Herr Marsch für dieses Interview!


Interview-Partner

Mag. Peter Marsch (Geschäftsführer, Gesellschafter, Jobsbutler GmbH). Bereits seit 1989 – nach Abschluss des Studiums an der Wirtschaftsuniversität Wien – in der Personalberatung tätig. Prokurist in renommiertem Personalberatungs-Unternehmen von 1990 bis 2000 und dort maßgeblich am Aufbau der IT-Beratungskompetenz beteiligt. Gründung des eigenen Personalberatungs-Unternehmens jobs Personalberatung GmbH im Frühjahr 2000. Gründung eines weiteren Unternehmens jobsbutler GmbH Ende 2016.
www.jobsbutler.com

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3 Kommentrare

  1. Dr. Cornelia Riechers am

    Wie mag das gehen, die erfolgreiche Bewerbung im verdeckten Stellenmarkt mit nichts als maximal 50 Minuten Coaching und einem Webcrawler? Mit angeblich 90 Prozent Erfolgsquote? Nichts gegen ein solches Instrument, das ist sicherlich sehr nützlich für Jobsuchende. Aber der österreichische Arbeitsmarkt scheint sich doch sehr vom deutschen zu unterscheiden. In Deutschland würden Bewerber mit einem standardisierten Mailing, das in einem 50-Minuten-Coaching entstanden ist, wohl kaum eine Menge an Vorstellungsterminen erhalten. Hierzulande legt man äußersten Wert auf die Schriftform. Insbesondere die Anschreiben und Lebensläufe von Menschen mit höherem Alter, mit ungewöhnlichem Werdegang oder mit sehr speziellen Aufgaben fallen meist sofort durch, wenn sie nicht mithilfe eines Profis in “stundenlanger Beratung und Coaching”, wie Interviewpartner Peter Marsch abfällig meint, verbessert und auf den Punkt gebracht wurden.
    Auch die Tücken des Bewerbungsgesprächs sind für viele Menschen eine kaum zu überwindende Hürde, die sie mithilfe “stundenlanger Beratung und Coaching” durch einen Outplacement-Profi häufig besser bewältigen.
    Meine Meinung dazu: Outplacement für Jedermann – unbedingt. Durch meine Erfahrung aus 25 Jahren als Outplacement- und Karriereberaterin weiß ich jedoch, dass 50 Minuten Coaching und automatischer Bewerbungsversand als Unterstützung für viele Jobsuchende nicht ausreichen – zumindest in Deutschland nicht.

  2. Eva SELAN am

    Sehr geehrte Frau Dr. Riechers, danke für Ihren Kommentar und Ihre Ergänzungen zum Thema!
    Beste Grüße, Eva Selan

  3. Mag. Peter Marsch am

    Fr. Dr. Riechers hat vollkommen recht, in vielen Fällen sind 50 Minuten Coaching natürlich nicht ausreichend. JOBSBUTLER betreut nur BewerberInnen die einerseits schon gute Bewerbungsunterlagen haben und wissen wo es beruflich hingehen soll.
    Wenn BewerberInnen keine guten Unterlagen, bzw. kein klares Bild haben, wo die berufliche Zukunft sein wird, werden diese Kandidaten zu einem Outplacementcoach oder Jobscoach weitergeleitet, der dann den nötige Feinschliff und die weitere Betreuung durchführt. Einige Jobcoaches kooperieren deshalb mit dem JOBSBUTLER. Dadurch schaffen wir ein optimales Preis/Leisungsverhältnis sowohl für Firmenkunden als auch für Privatkunden.
    Das funktioniert in Österreich und auch in Deutschland wunderbar, was durch steigende Buchungszahlen belegbar ist und erklärt die hervorragende Erfolgsquote bei der Jobsuche mit dem JOBSBUTLER.

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