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HRweb.at im SmallTalk mit … Gerd Beidernikl (vieconsult)

Steckbrief

  • Smalltalk mit: Mag. Gerd Beidernikl
  • Unternehmen: vieconsult – Vienna Corporate Research and Development GmbH, www.vieconsult.at
  • Position: Founder | Owner | Director
  • Social-Media-Profile: Xing, LinkedIn

Smalltalk

Wer ist Gerd Beidernikl, beruflich + privat?

Vom Ausbildungsberuf her Soziologe mit Schwerpunkt auf Arbeits- und Organisationssoziologie. Seit inzwischen fast 20 Jahren unterstütze ich nun schon Organisationen dabei Feedback zu sich selbst seitens der Belegschaft einzuholen und mit den Ergebnissen im Sinne der Personal- und Organisationsentwicklung weiterzuarbeiten. Ich bin ein unverbesserlicher Optimist geblieben, dass jedes Unternehmen ein ausgezeichnete Arbeitsplatzkultur schaffen kann. Das Werkzeug, das ich dabei gewählt habe, sind Mitarbeiterbefragungen und Führungsfeedbackbefragungen jeglicher Spiel- und Bauart.

Seit nun 10 Jahren bin ich mit meinem eigenen Unternehmen selbstständig und versuche nicht nur andere Unternehmen auf dem Weg ein außergewöhnlich guter Arbeitgeber zu sein zu unterstützen, sondern darf dasselbe auch als Unternehmer in meinem eigenen Team beweisen.

Ich bin kein großer Freund einer Trennung „Beruf“ und „Privat“. Ich bin nur ein Mensch. Aber wenn man klassische Kriterien anlegen wollen würde: Ich bin glücklich verheiratet und lebe mit meiner Familie in Wien. Unser Sohn ist 3 Jahre alt und die beste Lehreinheit in Sachen Freude, Geduld, Führung und Gelassenheit, die ich mir je träumen hätte lassen.

Welche Details in deinem Job machst du wirklich gern / besonders gut / wofür brennst du?

Ich brenne für die Vision einer Arbeitswelt, in der es zu einer Win-Win-Situation zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern kommt. Eine Arbeitswelt, in der Menschen Leistung motiviert einbringen wollen und die Rahmenbedingungen dies ebenso zulassen. Eine Arbeitswelt in der Menschen Montagmorgen genauso gerne in die Arbeit gehen wie freitags ins Wochenende. An dieser Vision zu arbeiten ist mein Antrieb.

An meinem Job liebe ich dabei zwei Dinge besonders: unterschiedliche Unternehmen und deren Arbeitskontext kennenzulernen – ich bin von Natur aus neugierig und in die Arbeitswelt von Kunden eintauchen zu dürfen ist jedes Mal aufregend und erkenntnisreich.
Das zweite, das ich wirklich liebe, ist mit Menschen partizipativ an der Verbesserung der eigenen Arbeitsplatzsituation zu arbeiten. Da kommt der Soziologe in mir durch.

Und jenseits der Inhalte meines Jobs bin ich zu 100% begeisterter Unternehmer und liebe es selbstständig gestaltend tätig zu sein. Es ist dabei die Freiheit und die Eigenverantwortung, die ich besonders schätze.

Welche Schlagwörter beschreiben dich am treffendsten?

Begeisterungsfähig, kreativ und optimistisch. Ich glaube ich bin ein Mensch, der für Mitarbeiter, Kunden und Kooperationspartner ein offener und ideenreicher Konterpart ist.

Welche Entscheidung – beruflich oder privat – war die schlaueste in deinem Leben?

Schwierig, hier nur eine Antwort zu geben, denn jede Entscheidung im Leben hat zu neuen Folge-Entscheidungen zugeführt. Manche Entscheidungen waren etwas zu wagen, andere etwas aufzugeben. Aber auf jeden Fall ganz oben auf der Liste ist die Entscheidung, eine Familie mit meiner jetzigen Frau zu gründen und mich beruflich selbstständig zu machen. Denn beides definiert grundlegend wer ich heute bin.

Welche Entscheidung – beruflich oder privat – würdest du heute lieber anders machen?

Vor 10 Jahren habe ich mich selbstständig gemacht. Aber erst vor 1 ½ Jahren habe ich den Unterschied zwischen „Unternehmer“ und „Selbstständiger“ so richtig verstanden. Wenn ich im Nachhinein etwas anders machen könnte, dann würde ich mich vom Start meiner Selbstständigkeit weg mit diesem Rollen- und Identitätsunterschied intensiver beschäftigen und darauf aufbauend anders agieren.

Lieber mit dem Wohnmobil durch die Toskana oder mit dem Kreuzfahrtschiff in der Karibik?

Wohnmobil, aber lieber durch Skandinavien. Die Toskana steht aktuell ohnehin auf dem Programm, angedacht mit Mietwagen und Apartment in den Weinbergen.

Lieber kreativ austoben oder Ordnung / Struktur erzeugen?

Ich glaube, eine meiner Stärken ist es, Dinge in eine „kreative Ordnung“ zu bringen. Also durch neue Ideen und strukturierende Gedanken eine Vielzahl an Informationen zu ordnen und auf einen Kern zu reduzieren. Das beinhaltet beides: Kreativität und Ordnung. Das ist kein Widerspruch für mich.

Was war die lustigste / peinlichste / aufregendste / interessanteste Situation in deinem Berufsleben?

Da gäbe es wohl viele Geschichten, die man unter 4 Augen erzählen könnte. Aber hier öffentlich abgedruckt…..

Mir fällt eine Anekdote ein bei der eine Ergebnispräsentation im Umfang von 1,5h bei einem Kunden in der Vorstandssitzung geplant gewesen ist. Als ich ankam meinte der CEO: „Der Tag hat sich geändert. Ich habe nur 10 Minuten Zeit. Erzählen Sie mir das Wichtigste, das ich über die Ergebnisse wissen muss.“ Ich war in dieser Situation noch 15 Jahre jünger. Man kann sich vorstellen, wie ich mich gefühlt habe.

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