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Betriebliche Altersvorsorge | Neues Pensionsmodell zum Equal Pension Day

42% bekommen Frauen in Österreich weniger Pension als Männer. Das sind monatlich rund 850 Euro. Auf diesen Unterschied macht der Equal Pension Day aufmerksam, der heuer österreichweit auf den 1. August fällt. Frauen müssen dann bis Jahresende – im Vergleich zu Männern – „ohne“ Pension auskommen. Die VBV-Pensionskasse will mit einem neuen Modell der Firmenpension diesen Unterschied verringern.

 

 

Die Gründe für geringere Pensionen liegen auf der Hand: Durch Babypausen, niedrigere Löhne und häufigere Teilzeitarbeit bekommen viele Frauen später auch eine niedrige staatliche Pension. Denn während etwa 73% der Mütter zwischen 25 und 49 Jahren in Teilzeit sind, arbeiten Männer meist ohne Unterbrechungen Vollzeit.

Spätestens ab dem Jahr 2028 verschärft sich die Ungleichheit bei den Pensionen aber noch weiter:
Ab dann wird die Pension nämlich auf Basis des gesamten Arbeitslebens (Durchrechnungszeitraum: 40 Jahre) berechnet. Auch Jahre ohne oder mit sehr niedrigem Einkommen bzw. Teilzeitbeschäftigung fallen dann in die Durchrechnung und verringern die staatliche Pensionshöhe deutlich.

Betriebliche Altersvorsorge: Firmenpensionen als zukunftsorientierte Sozialleistung

Verantwortungsvolle Unternehmen können da aber gegensteuern: Mit einer betrieblichen Altersvorsorge bieten sie eine zukunftsorientierte Sozialleistung und ermöglichen so ihren Mitarbeitern eine spätere Zusatzpension durch eine Pensionskasse. Diese wird künftig notwendig sein wird, um den Lebensstandard im Alter halten zu können.

Für Unternehmen, die besonderen Wert auf Diversity, Genderfairness und soziale Gerechtigkeit in ihrem Unternehmen legen, gibt es dafür nun sogar ein ganz besonderes Modell:

VBV fair:pension setzt noch stärker auf Genderfairness und soziale Gerechtigkeit durch betriebliche Altersvorsorge

Die VBV fair:pension ist eine Firmenpension, die allen gerecht wird und bestimmte Gruppen von Mitarbeitern besonders berücksichtigt. So wird die finanzielle Gesamtversorgung im Alter auch für jene erhöht, die durch Berufsunterbrechungen, Teilzeit oder Karenz eine geringere staatliche Pension bekommen.

Und so funktioniert es: Geringverdiener und Teilzeitbeschäftigte, und dadurch indirekt auch viele Frauen, werden in diesem Pensionsmodell mit einem höheren Beitrag gefördert. Beiträge, die während der Karenz nicht gezahlt wurden, werden bei Wiedereinstieg nachentrichtet. Die Pensionshöhe wird mit sogenannten Unisex-Tafeln berechnet. So erhalten alle bei gleichem Kapitalstand und gleichen Rahmenbedingungen eine Pension in gleicher Höhe, unabhängig vom Geschlecht.

Ein weiterer Aspekt des Modells ist die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partner beim Hinterbliebenenübergang. Im Todesfall berücksichtigt dieses Modell nicht nur Ehepartner als Hinterbliebene, sondern auch eingetragene Partner oder Lebensgefährten, auch bei gleichgeschlechtlichen Paaren. Damit können moderne Unternehmen punkten, und ein klares Zeichen für die Gleichstellung aller setzen.

Mitarbeiter und Unternehmen profitieren

Neben dem sozialen Aspekt wird es für Unternehmen aber immer wichtiger, junge und gut qualifizierte Mitarbeiter zu finden und langfristig zu binden. Dieses Pensionsmodell ist hierfür ein wichtiger Baustein, sich als attraktives und modernes Unternehmen zu positionieren und sich so einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.

Foto: © Monster Ztudio – stock.adobe.com

Gast-Autorin zu Equal Pension Day & Firmenpension

Magdalena Schluckhuber, Mitarbeiterin Marketing & Kundenkommunikation, m.schluckhuber@vbv.at, www.vbv.at/pensionskasse

Weitere Informationen zur VBV fair:pension erhalten Sie auf der Website der VBV-Pensionskasse: https://www.vbv.at/pensionskasse/modelle/vbv-fairpension/

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