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Fachkräfte fehlen derzeit fast in allen Unternehmen, besonders gesucht sind allerdings IT-Fachkräfte. Unterschiedlichen Studien zufolge fehlen schon jetzt mehr als 24.000 IT-Fachkräfte in Österreich – Tendenz stark steigend.

Gast-Autor: Otto Lauer (VBV Pensionskasse)

Daher überbieten sich Arbeitgebende mit guten Gehaltsangeboten, flexiblen Arbeitszeitmodellen und interessanten Benefits. All das kostet den Unternehmen viel Geld. Hohe Lohnabschlüsse und steigende Sachkosten setzen aber auch sehr sozial eingestellten Arbeitgebenden Grenzen.

INHALT

Der besondere Benefit für Unternehmen, die dem IT-Kollektivvertrag unterliegen

Firmenpensionen erfreuen sich schon seit einigen Jahren großer Beliebtheit, weil die Beiträge dafür Betriebsausgaben und – im Gegensatz zu Prämien – frei von Lohnnebenkosten sind.

In der IT-Branche waren beide Kollektivvertragspartner aber besonders vorausschauend und haben die Möglichkeit von Firmenpensionen als eine der wenigen Branchen in ihrem Kollektivvertrag verankert – in Form einer steuerfreien Gehaltsumwandlung. 

In § 19a des IT-Kollektivvertrags steht etwas vereinfacht ausgedrückt: Im Einvernehmen mit den Arbeitnehmenden kann für diese ein Teil des Gehalts in eine Pensionskasse eingezahlt werden. Es ist lediglich sicherzustellen, dass die KV-Mindestgehälter zur Auszahlung gelangen. Mehr zum beliebten IT-Kollektivvertragsmodell finden Sie auf der Website der VBV-Pensionskasse (LINK).

Neues Firmenpensionsmodell für IT-Kollektivverträge

Ein neues Pensionskassenmodell kombiniert nun diese klassische Gehaltsumwandlung mit einem sogenannten Matching-Contribution-Modell. Das bedeutet, dass der Arbeitgebende nur für jene Mitarbeitenden zusätzlich Beiträge in die Pensionskasse einzahlt, die von der Gehaltsumwandlung (auf freiwilliger Basis) Gebrauch machen.

Dieses Modell nennt sich dann IT-Firmenpension Plus. Der Vorteil dieser Kombination aus Gehaltsumwandlung plus Zusatzbeitrag des Arbeitgebenden ist, dass sowohl Mitarbeitende als auch Arbeitgebende mit einem verhältnismäßig geringen Aufwand eine hohe Firmenpension finanzieren können.

So funktioniert IT-Firmenpension Plus

Mitarbeiterin A wandelt einen Gehaltsbestandteil von zum Beispiel 1.400 € pro Jahr (100 € x 14) in einen Pensionskassenbeitrag um. Dieser Beitrag kann brutto-für-netto für die Firmenpension verwendet werden, weil Pensionskassenbeiträge von Abgaben und Lohnsteuer befreit sind. Je nach Steuerklasse „verzichtet“ die Mitarbeiterin daher nur auf rund 750 € netto Gehalt. Auf ihr Firmenpensionskonto werden aber die gesamten 1.400 € einbezahlt. Der Arbeitgebende erspart sich durch diese Gehaltsumwandlung rund 415 €, weil für den Pensionskassenbeitrag, anders als bei einem Gehaltsbestandteil, keine Lohnnebenkosten anfallen.

Der Arbeitgebende verdoppelt diesen umgewandelten Beitrag (Matching), indem er ebenfalls 1.400 € jährlich auf das Firmenpensionskonto einzahlt. Auch dafür fallen keine Lohnnebenkosten an. Berücksichtigt man die Lohnnebenkostenersparnis aus der Gehaltsumwandlung (415 €), beträgt der tatsächliche Aufwand für den Arbeitgebenden nur rund 985 €.
In diesem Beispiel ermöglicht der Arbeitgebende mit einem Aufwand von 985 € jährlich einen vergleichsweise sehr hohen Gesamtbeitrag von 2.800 € für eine ergänzende Firmenpension.

Das Ergebnis im Überblick:

  • Aufwand AG: € 985
  • Aufwand MA: € 750
  • + Aus Steuervorteil: € 1.065
  • Pensionskassenbeitrag: € 2.800

Vorteile für Arbeitgebende

  • Attraktive Sozialleistung, um sich beim Recruiting von anderen Unternehmen abzuheben
  • Mitarbeitende, die am Modell nicht teilnehmen wollen, müssen nicht. Für sie entstehen auch keine Kosten.
  • Durch Selbstbeteiligung der Mitarbeitenden gibt es eine hohe Identifikation mit der Sozialleistung
  • Durch den Steuereffekt entsteht ein entsprechend großer finanzieller Hebel, wodurch der Nutzen für die Mitarbeitenden äußerst hoch ist.

Vorteile für Arbeitnehmende

  • Aufbau einer ergänzenden Alterspension, eine der wichtigsten und nachhaltigsten Sozialleistungen überhaupt
  • Auf das Firmenpensionskonto wird trotz geringen eigenen Beitrags ein sehr hoher Gesamtbeitrag eingezahlt
  • Steuervorteile

Wie man IT-Fachkräfte findet und langfristig ans Unternehmen bindet

Gast-Autor

Otto Lauer ist Leiter Kundenkommunikation bei der VBV Pensionskasse. Sie wollen mehr über die IT-Firmenpension Plus wissen oder haben generell Fragen zu Firmenpensionsmodellen? Kontaktieren Sie uns!

o.lauer@vbv.at 
www.vbv.at/pensionskasse

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