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KI und kreative Lösungen in der Personalberatung & im Employee Life Cycle

2blickwinkel, KI

KI ist auch in der Personalberatung sinnvoll – so lange die menschliche Komponente die Oberhand behält! In einem Interview geben Martina Chvalina-Kohlbach und Susanne Kolbesen (2blickwinkel) Einblick in ihre Dienstleistungen und in welchen Bereichen sie KI bereits einsetzen.

INHALT

Interview

Martina Chvalina-Kohlbach, 2blickwinkel

Interview-Partnerinnen

Martina Chvalina-Kohlbach (links) und Susanne Kolbesen (rechts) sind seit Anfang 2014 selbständige Unternehmerinnen und Partnerinnen von 2blickwinkel.

www.2blickwinkel.at

Susanne Kolbesen, 2blickwinkel, c Haeusler

Welche Bereiche deckt ihr konkret ab und weshalb gerade diese?

Martina Chvalina-Kohlbach: Wir decken den Employee Life Circle ab, vom Eintritt ins Unternehmen, der Entwicklung bis hin zum Ausscheiden. Konkret 3 Bereiche. Personalsuche, Personalentwicklung und Outplacement. Personalentwicklung beinhaltet Coachings für Einzelpersonen und Gruppen, Trainings und Moderation von Workshops. Mit unseren Outplacement Programmen zur beruflichen Neuorientierung begleiten wir vom Ausscheiden aus dem Unternehmen bis zum Neustart. Diese 3 Bereiche haben sich aus unserem persönlichen Werdegang und Know-how entwickelt.

Susanne Kolbesen: Die gesamtheitliche Sicht der Prozesse und Entwicklungswege in unterschiedlichen Unternehmenskulturen, das ist und bleibt für uns spannend. Bereichsübergreifendes Denken, Arbeiten mit unterschiedlichen Menschen sowie persönliche Weiterentwicklung bereiten uns Freude. Wir sehen uns hier als externe Blickwinkel, die ihre Erfahrung und damit auch Benchmarking einbringen.

Martina Chvalina-Kohlbach: Dienstleistungen aus diesen Bereichen können selbstverständlich einzeln nachgefragt werden. Häufig und gerne bringen wir unsere Erfahrungen und Wissen aus Projekten eines Bereiches gewinnbringend auch in jenen eines anderen Bereiches ein.

Wofür setzt ihr KI heute bereits ein?

Martina Chvalina-Kohlbach: Gelegentlich verwenden wir ChatGPT, vorwiegend aus Neugier am Output.

Am meisten nützen wir sicher die bereits in unseren Smartphones eingesetzte KI zur Foto- und Bilderkennung sowie Übersetzung. Dank KI werden Objekte vor der Kamera leicht erkannt und die Kamera dazu passend eingestellt. Die KI basierte Bilderkennung ist in der Lage Personen zu erkennen und zu kategorisieren. Suche nach Motiven und Szenen ist dadurch einfach. Das spart Zeit. Fotografieren ist ein Hobby von uns. Unsere Fotos, die ich teilweise nachbearbeite, verwenden wir für Postings, Artikeln und Aussendungen. Bei Übersetzungen schätzen wir das Erkennen der Zusammenhänge und bessere Qualität der Übersetzungen.

Und auch unsere Datenbank für die Personalsuche wird um KI erweitert. Job-Profilen werden bestimmte Skills zugeordnet, die Klassifizierung von Skills ermöglicht künftig einen noch besseren Match zwischen konkretem Anforderungsprofil und den sich bewerbenden Personen. KI kann treffsicher und schnell Muster und Zusammenhänge erkennen, die für uns auf den 1. Blick nicht so rasch ersichtlich wären. Wir können dann die Vorschläge der KI mit unserer Erfahrung abgleichen und die Entscheidungsfindung noch effizienter gestalten.

Welche Such-Strategien bewähren sich für euch in der Personalsuche?

Susanne Kolbesen: Die gewählte Suchstrategie hängt natürlich stark von der Position, dem Unternehmen und der Branche ab. In der Regel kombinieren wir ein Inserat bzw. Posting auf einschlägigen Plattformen, Screening unserer Datenbank und persönlichen Kontakten und Active Sourcing mit Direktansprache. Bei Inseraten nutzen wir neben den allgemeinen Job-Plattformen wie z.B. karriere.at und stepstone auch Soziale Netzwerke wie LinkedIn, wo das Posting in der entsprechenden Zielgruppe gestreut wird. Darüber hinaus verwenden wir fachspezifische Plattformen, Alumni-Netzwerke etc.

Bei Active Sourcing setzen wir auf zielgruppenspezifische Social Media und Plattformen, auf denen wir potenziell Interessante und Interessierte finden. Um ein konkretes Beispiel zu geben: unlängst habe ich eine Liste in der Datenbank des Gesundheitsministeriums verwendet, in einem anderen Projekt die Teilnehmerliste eines bestimmten Kongresses durchforstet. Das macht die Arbeit ja auch so abwechslungsreich und spannend.

Worin unterscheidet sich der Einsatz von KI bei euch als individuelle Beraterinnen gegenüber einem Großkonzern?

Susanne Kolbesen: Auch für uns als kleine Unternehmerinnen gilt es stets Prozesse und Abläufe zu verbessern und weiter zu erleichtern. Wo KI uns dabei unterstützen kann, prüfen wir.

Martina Chvalina-Kohlbach: Wenn wir KI nutzen, muss dies für uns ethisch vertretbar sein. Und es ist uns wichtig darauf hinzuweisen, wenn wir diese einsetzen.

Susanne Kolbesen: Wir werden von unseren Klienten oft in herausfordernden Situationen und mit sehr unterschiedlichen Themenstellungen beauftragt.

Martina Chvalina-Kohlbach: Dabei müssen wir uns gut auf verschiedene Menschentypen und inhaltlich individuelle Themen rasch einstellen.

Susanne Kolbesen: Hier stützen wir uns auf unsere Stärke in der persönlichen Kommunikation.

Martina Chvalina-Kohlbach: Wir nennen das gerne emotional intelligent interagieren. Persönliche Kommunikation wird für uns immer einen wichtigen Stellenwert haben. Aber auch wir beschäftigten uns mit dem Thema KI Chatbots. Vielleicht auch für uns in Zukunft ein Thema.

KI und kreative Lösungen in der Personalberatung & im Employee Life Cycle

Mag. Eva Selan, MSc | HR-Redakteurin aus Leidenschaft

Theoretischer Background: MSc in HRM & OE. Praktischer Background: HR in internationalen Konzernen und KMUs in Österreich und den USA.
Nach der Tätigkeit beim Print-Medium Magazin TRAiNiNG als Chefredakteurin, wechselte sie komplett in die Online-Welt und gründete Ende 2010 das HRweb.

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