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Social-Media-Lehrgang | Modul 5&6

Vom Mitmach-Web zum Mitmach-Unternehmen. Muss das zwangsläufig in eine Kultur-Veränderung innerhalb des Unternehmens münden? Ja. Muss es.

Vorlesung 5: Social Media Marketing

Markus Rode spricht über Social Media Marketing. Über Chancen, Risken und Regeln für den (wahrscheinlichen) Erfolg. Weiterempfehlung ist der wichtigste Marketing-Faktor. Und genau diesen Umstand machen sich Social Media zunutze.

Wenn Empfehlungen so toll sind – wie kommt man dazu? Wie schafft man es, dass Menschen ihre eigenen Social-Media-Profile dazu nutzen, mein Produkt zu empfehlen, über mich zu sprechen?

Dazu 9 hilfreiche Regeln:

  1. Zuhören und helfen – über Social Media Monitoring erfährt man gut, was bereits über die eigene Marke gesprochen wird.
  2. Nicht nur zuhören, wenn man unmittelbar gefragt wird sondern präsent sein
  3. Zuhören allein bringt nichts – Motive erkennen
  4. Hawthorne Effekt – der Versuch, Menschen zu motivieren
  5. Erwartungen übererfüllen. Tun wir das nicht ständig? Nein, tun wir nicht. Konsumenten haben – berechtigter Weise – sehr hohe Erwartungen an ein Produkt. Diese überzuerfüllen stellt eine Herausforderung dar.
  6. Wahrnehmungsmuster brechen – Erwartungen sollen erfüllt werden, doch werden ausschließlich die Erwartugnen erfüllt, dann verfolgt man die selbe Strategie wie der Mitbewerb und das eigene Produkt ist austauschbar. Neue Wege einzuschlagen kann weit sinnvoller sein.
  7. Memetische Trigger nutzen
  8. ikonisch ironisch sein – lustig und / oder ironisch kommt immer besser an!
  9. Touchpoints nutzen – Fixpunkte nutzen, die eine positive Assoziation auslösen

Schön ist, dass im Zuge der Vorlesung alle Regeln mit praktischen Beispielen untermauert wird – nein ich gehe hier nicht auf darauf ein, denn das würde den Rahmen sprengen. Sie müssen schon am Lehrgang teilnehmen!


Vorlesung 6: Enterprise 2.0

„Unternehmen behaupten gern, Mitarbeiter seien ihr größtes Kapital. Doch nur wenig setzen dies um.“ (Peter Drucker)

„Vom Mitmach-Web zum Mitmach-Unternehmen“ Ist leichter gesagt als umgesetzt. Die Identifikation mit dem Arbeitgeber, dem Unternehmen hat in den letzten Jahren stark nachgelassen, auch bedingt durch die Wirtschaftskrise. Auch wenn die Mitarbeiter lieber länger im Unternehmen bleiben und die Krankenstände abnehmen, so hat das mit der Angst vor Jobverlsut zu tun, die Motivation allerdings ist ebenfalls gesunken. „Wären Unternehmen zusehends Mitmach-Unternehmen, würde auch die Motivation steigern“, so der Vortragende.

Voraussetzung für ein wirkliches Mitmach-Unternehmen:

  • Mitarbeiter werden angelockt, nicht gezwungen
  • jeder kann einen wichtigen Beitrag leisten
  • strikte Hierarchien haben wenig Platz
  • intrinsische Motivation ist wichtiger als extrinsische

Durch den Einsatz von web 2.0-Tools hat man die Möglichkeit, in einer größeren Reichweite dialogfähig zu kommunizieren. Crowdsourcing – das Einbinden der Meinung / Erfahrung / Wissen vieler – führt zu besseren Ergebnissen als wenn ausschließlich eine kleine Gruppe, oft aus wenigen Managern bestehend, an einer Fragestellung arbeitet.

Wie schafft eine Firma den kulturellen Wandel zur Enterprise 2.0?

Es wird nicht funktionieren, im Unternehmen festzulegen: wir sind jetzt Enterprise 2.0. Dieser Wandel funktioniert nicht so einfach. Es geht nicht darum, bestehende Hierarchien abzuschaffen oder nur noch in Netzwerken zu arbeiten, sondern beides soll parallel bestehen. Je nachdem, was in einer Situation zielführender ist, soll eingesetzt werden. Wie bei jedem (kulurellen) Wandel, muss er bei der Geschäftsführung beginnen.

Es werden selten alle Mitarbeiter begeistert sein vom Kulturwandel. Die Energie auf die Gegener zu verwenden, wäre allerdings falsch. Die Unentschlossenen sind die, um die man sich kümmern sollte. Und auch um die Befürworter, denn diese möchten wertgeschätzt werden! Sobald der Großteil im Boot ist – die Befürworter und die meisten Unentschlossenen, dann setzt sich der Kultur-Wandel von selbst in Bewegung. Zu beachten ist auch, dass nicht alle Gegner notorische Nörgler sind. Enterprise 2.0 und all seine Tools schrecken vor allem ältere Mitarbieter ab. Hier kann ein Mentoring – in dem ältere Mitarbeiter und Digital Natives zusammenarbeiten und voneinander lernen – die Lösung darstellen.

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