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Ab heute gilt’s: Der Papamonat (Familienzeit) ist da! Ein erstes Best-Practice Beispiel

Ab heute, 1märz2017, treten in Sachen Kinderbetreuungsgeld und Väterbeteiligung einige Neuerungen in Kraft. Nicht nur, dass die pauschalen Kinderbetreuungsgeldmodelle einer flexiblen Bezugsdauer weichen, auch die Möglichkeit des Papamonats, geregelt im Familienzeitbonusgesetz, besteht seit heute. Die REWE Group hat bereits ein Best Practice und wir durften uns umsehen!

Tipp: HRweb-Artikel über Daten & Fakten zum Papamonat:
Hintergründe, Rahmenbedingungen, Vorgehen aus Unternehmens-Sicht, etc

Ab sofort können frischgebackene Papas zwischen 28 und 31 Tagen innerhalb der ersten drei Monate nach Geburt bei Mama und Kind zuhause verbringen und erhalten dafür den Familienzeitbonus. Besonders sorgfältig hat sich die REWE Group auf die Familienzeit vorbereitet und bereits vor einigen Wochen Klarheit für ihre Beschäftigten geschaffen.

Best Practice der REWE Group

„Wir begrüßen die Möglichkeit der Familienzeit“

Die REWE Group, zu der die Unternehmen BILLA, MERKUR, PENNY, BIPA und ADEG gehören, ist mit rund 41.000 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber unseres Landes. Die Gruppe engagiert sich seit Jahren um Rahmenbedingungen für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie und hat 2011 bereits begonnen, regelmäßig am Audit berufundfamilie teilzunehmen.

Schon nach dem Bekanntwerden der bevorstehenden Möglichkeit des Papamonats (Familienzeit) hat man sich mit der Frage der Herangehensweise im Unternehmen beschäftigt. Grundsätzlich müssen ja Arbeitgeber der Anfrage nach Familienzeit nicht zustimmen. Bei der REWE Group hingegen wurde eine eigene „Absichtserklärung zur Familienzeit in der REWE International AG in Österreich“ erstellt und von allen Vorständen / Geschäftsleitungen der einzelnen Unternehmen unterzeichnet. Darin ist festgehalten, dass das Unternehmen die Möglichkeit der Familienzeit ausdrücklich begrüßt und unterstützt. Wörtlich heißt es, dass „jedem Vater, der eine Familienzeit in Anspruch nehmen möchte (Anm.: und die Voraussetzungen, die gesetzlich gegeben sind, erfüllt), dies grundsätzlich ermöglicht wird.“

Klare Meldeprozesse, Musterformulare und Kündigungsschutz

Dem nicht genug hat die Unternehmensgruppe auch einen klaren Ablauf für die Meldung der beabsichtigten Familienzeit definiert. Den Mitarbeitern stehen dabei Musterformulare für die Meldung zur Verfügung. Die Meldung muss drei Monate vor dem beabsichtigten Antritt erfolgen, um eine gute Planung zu gewährleisten. Das Familienzeitbonusgesetz macht hierzu keinerlei Angaben. So kann jedem Arbeitgeber nur geraten sein, eine entsprechenden interne Regelung zu treffen.

Vielfach zeigt sich in der Väterförderung, dass die Angst vor Jobverlust Väter hindert, sich stärker zu beteiligen. Nicht so in der REWE Group: Das Unternehmen hat zudem einen freiwilligen Kündigungsschutz während der Familienzeit vereinbart und rechnet diese Zeit auch auf die dienstzeitrechtlichen Ansprüche, also zB Urlaubsanspruch oder Abfertigung, an.

Das Vorgehen zeigt, dass das Unternehmen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sehr ernst nimmt und Interesse an klaren und fairen Rahmenbedingungen hat. Denn nicht nur die Mitarbeiter, auch das Unternehmen profitiert von einem reibungslosen Ablauf und erntet damit zudem die Loyalität ihrer Belegschaft. Ein echtes Best-Practice-Beispiel!


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