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Outplacement-Beratung | Eine Frage der Unternehmens-Größe

Outplacement ist eine Beratung zur beruflichen Neuorientierung. Sie wird oft vom (ehemaligen) Arbeitgeber finanziert und geht – idealer Weise – auf jeden Kandidaten individuell ein. Das beinhaltet natürlich den persönlichen Hintergrund. 3 Experten-Interviews zielen auf 3 Ebenen der Outplacement-Beratung ab. Heute: Unternehmens-Größe:

Ich wende mich an eine Experten-Runde aus Outplacement-Beratern und hinterfrage das zielgruppenspezifische Outplacement: „Worin liegt für Sie in der Outplacement-Beratung der Unterschied ob ein Kandidat …

  1. in einem Konzern oder einer KMU tätig war?
  2. unter 35 Jahre alt ist ober über 50?
  3. keine Matura oder 2 Uniabschlüsse hat?“

Die Antworten zur Outplacement-Beratung sind vielfältig und um nicht zu viel in einen Topf zu mischen, teile ich sie in 3 getrennte Interviews. Heute: Konzern versus KMU:

 

Fragen dieses Interviews: Worin liegt für Sie in der Outplacement-Beratung der Unterschied ob ein Kandidat in einem Konzern oder einem KMU tätig war?

INTERVIEW-PARTNER

 



Worin liegt für Sie in der Outplacement-Beratung der Unterschied ob ein Kandidat in einem Konzern oder einem KMU tätig war?

Veronika Aumaier (Aumaier & Partner Coaching): Es geht hier weniger darum wo jemand her kommt, sondern welcher neue Weg eingeschlagen werden soll. Möchte jemand von einem KMU kommend in einen Konzern, kann man darüber sprechen, dass es dort möglicherweise weniger Gestaltungsspielraum bzw. mehr Regelwerk geben kann. Ein ehemals familiäres Umfeld wird möglicherweise gegen höhere Anonymität eingetauscht. Grundsätzlich ist es von Vorteil, unterschiedliche Unternehmungen erlebt zu haben, weshalb es sogar Sinn macht, nach längerer Zeit im Konzern, mal ein KMU zu erleben und umgekehrt. Outplacement Gespräche bereiten auf die Veränderung vor.

Dr. Peter Holzmüller (Lee Hecht Harrison / OTM Karriereberatung): Es hängt primär davon ab, was der Kandidat zukünftig will und was er kann, d.h. unterschiedliches Erfahrungsspektrum, andere Zielfirmen und Funktionen, und ob er dazu passt? Gleich ist für alle, dass die Erfolge zählen und wie sie erzählt werden bzw. vom Gesprächspartner verstanden werden.
Wichtig ist, Unterschiede zu berücksichtigen und daher passende Berater auszuwählen hinsichtlich des Kandidatenhintergrunds: Ausbildung (Akademiker vs. Nichtakademiker; Techniker vs. Verkäufer vs. Andere; IT-affin vs. nicht IT-affin und Sprache, wenn möglich in der Muttersprache (Englisch, Französisch, etc.), Erfahrungshintergrund des Beraters (als Psychologe vs. Manager), Berater als Spezialist (für Selbständigkeit (Start UPs), Teilzeit, Non Profit, Interim, Franchise etc.)

Mag. Barbara Schopper (HR Consulting | Outplacement | Karriereberatung): Für die Arbeit mit Outplacement Kandidaten ist aus meiner Sicht weniger relevant ob sie aus dem Konzernumfeld oder einem KMU kommen. Entscheidend für die Beratung ist, welche Branchenkenntnisse und konkreten beruflichen Erfahrungen jemand mitbringt und inwieweit diese Erfahrungen für die Firmen- und Jobsuche genützt und verwertet werden können und die Klienten das auch selbst wollen.

Mag. Peter Marsch (Jobsbutler): Das macht keinen Unterschied. Jeder Bewerber hat seinen Idealjob und den finden wir heraus. Wir bemühen uns, Jobcoaches einzusetzen, die einen ähnlichen beruflichen und fachlichen Hintergrund mitbringen wie der Bewerber. Auch das Lebensalter des Jobcoaches sollte ähnlich sein, dadurch wird sichergestellt, dass sich der Bewerber besser verstanden fühlt und wir rasch und professionell arbeiten können.

Mag. Martina Chvalina-Kohlbach (Chvalina & Kolbesen – 2blickwinkel.at): Es gibt keinen Unterschied in der Zusammenarbeit. Wichtig ist es für uns, stärkenfokussiert zu erarbeiten, sodass Kandidaten Klarheit für sich erhalten, ob ihr künftiger Weg sie in einen Konzern, ein KMU oder vielleicht selbständiges Unternehmertum führen soll.

Michaela Buttazzoni (BDO Consulting): Das Programm und die Begleitung unserer Klienten ist unabhängig vom Kriterium, ob jemand aus einem Konzern oder KMU kommt. Denn es steht der Mensch mit seinen Kompetenzen und Erfahrungen im Vordergrund. Im weiteren Verlauf, wenn es um die Berufsvision unseres Klienten geht, stellen wir aber natürlich auch die Frage: In welchem Umfeld möchten Sie zukünftig arbeiten? Wo können Sie Ihre Erfahrungen und Stärken am besten einbringen? Dafür spielt es u.a. eine Rolle, in welchem Umfeld die Person zuletzt gearbeitet hat.

Der bisherige Weg scheint erstaunlich geringe Auswirkung zu haben. Viel relevanter ist, das sich der Kandidat ein realistisches Bild über die Zukunft macht: KMU, Konzern, der Weg in die Selbständigkeit, etc.

Danke für diesen ersten schnellen Einblick, ich freue mich auf die nächsten Themen: Alter und Bildung. Sie folgen in Kürze.



Die Gesprächspartner | Outplacement-Beratung


Veronika Aumaier, MAS, MSc
Geschäftsführerin

Aumaier & Partner Coaching GmbH

www.aumaier-coaching.com

Unternehmens-Profil


Dr. Peter Holzmüller
Geschäftsführender Gesellschafter

Lee Hecht Harrison / OTM Karriereberatung GmbH

www.LHHaustria.at

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Mag. Peter Marsch
Geschäftsführer

jobsbutler GmbH

www.jobsbutler.com

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Mag. Martina Chvalina-Kohlbach
Eigentümerin

Chvalina & Kolbesen – 2blickwinkel.at

www.2blickwinkel.at

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Mag. Barbara Schopper
Geschäftsführung

HR Consulting | Karriereberatung | Outplacement

www.schopper.at


Michaela Buttazzoni
Senior Manager / Prokuristin

BDO Consulting GmbH

www.bdo.at


selan_eva_150Interview durchgeführt von

Mag. Eva Selan, MSc
Geschäftsführerin

HRweb
Eva.Selan@HRweb.at
www.HRweb.at

Autoren-Profil | Eva Selan


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