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Teamplayer oder Einzelkämpfer?

Man sagt so schön „Teams müssen unterschiedliche Charaktere vereinen, um erfolgreich zu sein“. Ja, aber was tun wenn zu viele Einzelkämpfer zu wenigen Teamplayern gegenüber stehen? Letztendlich strebt doch jedes Unternehmen nach möglichst vielen Teamplayern. Kann man sich zum Teamplayer entwickeln?

Meine heutige Interview-Runde beschäftigt sich tagtäglich mit diesem Thema: sie schweißen – im Zuge von Team-Buildings – Teams zusammen.

Welche Vorteile hat ein Teamplayer gegenüber Einzelkämpfern in Unternehmen – worin liegen die Vorteile von Einzelkämpfern?

Günther Mathé, MBA (careercenter): Teamfähigkeit ist in vielen Bereichen wichtig, jedoch muss auch die Persönlichkeit von jedem Einzelnen respektiert werden. Es gibt Menschen, die lieber alleine arbeiten, introvertierter sind und gerne selbst- und eigenständig arbeiten – sie arbeiten in ihrem Bereich genauso effizient und schnell. Nicht immer und überall und für jeden Mitarbeiter passt die Arbeit im Team.

Bettina Sucher-Freinberger (IAK): Der Vorteil liegt nicht im ‚entweder oder’ sondern im ‚sowohl als auch’! Natürlich ist es wichtig, dass sich Mitarbeiter in bestimmten Situationen einzeln durchkämpfen, zum Beispiel wenn sie allein auf weiter Flur im Außendienst Kundengespräche führen. Doch genauso bedeutend ist die Fähigkeit als Teamplayer MITeinander zu spielen. Das ist wie beim Mannschaftssport – einer allein kann nicht jede Spielerposition be- bzw. ersetzen.

Werden nicht Durchsetzungskraft und Eigenständigkeit heutzutage stärker bewertet als Teamfähigkeit?

Mag. Regina Schraick (VWG): Dies ist aus unserer Erfahrung heraus sehr stark von der Branche, der Unternehmensgröße oder auch der Unternehmenskultur abhängig und kann nicht pauschal beantwortet werden. Wichtig ist hier vor allem sich der Unternehmenskultur entsprechend zu verhalten, um Ziele zu erreichen.

Günther Mathé, MBA (careercenter): Weder noch, alle drei Eigenschaften sind für mich bedeutende Eigenschaften für motivierte und engagierte Mitarbeiter in allen Ebenen. Wichtig dabei ist, diese Fähigkeiten je nach Situation flexibel und richtig einsetzen zu können.

Ist man Teamplayer oder kann man sich zum Teamplayer entwickeln?

Mag. Regina Schraick (VWG): Die Entscheidung in und mit einem Team zu arbeiten liegt nach unserer Erfahrung bei jedem einzelnen. Auch Personen, die nicht von Grund auf gerne im Team arbeiten, können wertvolle Teamplayer sein, wenn sie für sich die Vorteile der Zusammenarbeit erkennen.

Bettina Sucher-Freinberger (IAK): Natürlich gibt es Tendenzen in beide Richtungen. Doch aus meiner Sicht stellt sich hier nicht die Frage OB man sich zu einem Teamplayer entwickeln kann, denn in irgendeiner Form haben wir immer mit Menschen zu tun. Sogar auf der sprichwörtlich einsamen Insel werden Sie von anderen Individuen umgeben sein, mit denen Sie klarkommen müssen. Wenn es hierzulande nicht die Teamspieler sind, dann sind es Kunden, Familienangehörige oder Freunde. Und dann sind wir alle wieder Teil eines Teams.


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Die Gesprächspartner


Mag. Regina Schraick

Leiterin Wirtschaftsprogramm

VWG
Volkswirtschaftliche Gesellschaft Wien, Niederösterreich

www.vwg.at


Günther Mathé, MBA
Geschäftsführer

careercenter

www.careercenter.at


Bettina Sucher-Freinberger
Trainer, Coach & Speaker

IAK – Institut für Angewandte Kreativität

www.iak.at


Interview durchgeführt von

Autor Selan Eva

Mag. Eva Selan, MSc
Geschäftsführerin

HRweb
Eva.Selan@HRweb.at
www.HRweb.at

Autoren-Profil | Eva Selan


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