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Selbststeuernde Organisation | Der Mindset ist entscheidend

Der Mindset ändert sich.


HR-Tipp: Selbststeuernde Organisation
Der Mindset ist entscheidend

Zielgruppe:



Personalentwickler, Führungskräfte


Tipp-Geber:


xxx


Sabine Prohaska (seminar consult prohaska)


 

In den letzten Jahren begegnen mir in Unternehmen häufig Begriffe wie selbststeuernde Teams, flache Hierarchien, agiles Projektmanagement. Es ist spürbar, in vielen Unternehmen ändern sich die bisher vorherrschenden hierarchischen Strukturen hin zu einem deutlich höheren Maß an Selbstorganisation.

Doch wer oder was steuert ein Unternehmen? Der Markt? Die Führungskräfte? Die Mitarbeiter? Brauchen wir in selbststeuernden Organisationen oder Teams überhaupt noch Führungskräfte? Führung und Selbstorganisation scheinen auf den ersten Blick ein klarer Widerspruch zu sein.

Neues Verständnis von Führung

Die Antwort lautet: Selbststeuernde Organisationen brauchen nicht weniger oder gar keine Führung – sie brauchen eine andere Art von Führung.

Diese  ist geprägt durch das Zusammenarbeiten auf Augenhöhe und beruht auf Vertrauen und Kommunikation. Bei dieser Art von Führung entfällt die disziplinarische Weisungsbefugnis als Machtquelle.

Mindset aller Beteiligten als wichtiger Faktor

Um selbststeuernde Teams oder Organisationen zum Erfolg zu führen, braucht es nicht nur ein Methodenset, sondern vor allem einen sehr spezifischen Mindset, der sich in Vielem von klassischen Führungsansätzen unterscheidet. Hier kommt die leider zu oft übersehene  Haltung von Führung ins Spiel. Der Führungsforscher Otto Scharmer sagt: „Wir schauen stark auf das WAS Führungskräfte tun. Wir schauen auch darauf, WIE sie es tun. Entscheidend für die Wirkung ist jedoch, aus welcher HALTUNG heraus sie das tun, was sie tun.“  Eine entsprechende Haltung ist zum Beispiel in der  Systemtheorie zu finden. Die Systemtheoretiker glauben daran, dass soziale Systeme autopoetische, also selbststeuernde und selbsterhaltende Systeme sind. Menschen organisieren sich automatisch selbst, wenn sie sich in Gruppen zusammenfinden.

Wann ist dieser Ansatz sinnvoll?

In einem stabilen Umfeld oder bei unerfahrenen Teammitgliedern ist der hierarchische Ansatz sicher nützlich und effektiv. Wenn es aber um ein komplexes Umfeld geht und wenn das Potenzial und die Motivation der Teammitglieder optimal genutzt werden soll, lohnt es sich selbststeuernde Teams zu implementieren.

Da es vor allem auf die Haltung der Mitarbeiter und Führungskräfte ankommt, braucht dieser Prozess Zeit und muss mit entsprechenden Weiterbildungsangeboten unterstützt werden.

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Ein Kommentar

  1. Thomas Heitzer am

    Ich kann gut nach vollziehen, dass die selbststeuernde Organisationsform für viele Aufgabe geeignet ist. Vor allem bei steigender Komplexität wird die Organisationsform immer attraktiver. Ergänzen möchte ich, nicht jeder Mitarbeiter kann in einem Team mit anderen Teammitglieder auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Nicht alle wollen und können sich von der einmal gewonnen Weisungsbefugnis trennen.

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