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Was muss ein Stelleninserat können, um mobil optimal zu funktionieren?

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Hören wir uns von Expertinnen und Experten an, wie ein Stelleninserat gestaltet sein muss, um auf mobilen Devices zur eierlegenden Wollmilchsau zu werden: optisch gut wahrgenommen, inhaltlich verständlich und darüber hinaus eine hohe Usability.

Da wir uns gerade bei diesem Thema selbst reflektieren und Texte mobil lieber kürzer halten als länger, teile ich dieses laaaange Inteview in 3 Teil-Interviews:

  1. User-Verhalten: mobil versus Desktop
  2. Was muss ein Stelleninserat können, um MOBIL optimal zu funktionieren? (Sie sind bereits HIER)
  3. Was muss ein Stelleninserat können, um VIA DESKTOP optimal zu funktionieren?
Recruiting, Employer Branding
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Was muss ein Stelleninserat können, um MOBIL optimal zu funktionieren?

Patrick Attanasio (Infoniqa):

Wichtig ist, dass das Inserat responsiv reagiert. Am Desktop sollte es natürlich gut aussehen, aber wenn der Nutzer die Inhalte über ein mobile Device konsumiert, dann muss es eben anders aufgeteilt und strukturiert werden. Z. B. werden zweispaltige Inhalte einspaltig, Fließtexte werden eher zu Aufzählungen, große Grafiken müssen hinterfragt oder direkt ausgeblendet werden. Alles, was der Übersichtlichkeit dient, ist wichtig, damit ein Stelleninserat nicht allzu lang wird. Auch der nachgelagerte Bewerbungsprozess sollte unbedingt mobil optimiert sein, damit man nicht in endlosen winzigen Formularen Unmengen an Angaben eintippen muss. Auf Tabellen sollte man mobil idealerweise komplett verzichten.

Gleichzeitig müssen Bilder, die z. B. im Desktopformat als Bannerbild (also sehr schmal) funktionieren, ein anderes Format bekommen, um mobil richtig wahrgenommen zu werden.

Grundsätzlich muss man sich bei einem mobilen Stelleninserat bewusst machen, dass es der kleine Bildschirm schwerer macht, einen Text oder Satz aufmerksam zu lesen. Man wird schneller abgelenkt, lange Textwüsten sind ein absoluter Aufmerksamkeitskiller und das Smartphone liegt immer „wacklig“ in der Hand. Daher sind kurze, knackige Aussagen und ein einfaches Handling mit möglichst wenigen Einzelschritten wichtig, damit ein mobiles Stelleninserat gut wahrgenommen werden kann.

Mag. Sandra Bascha (New Work SE):

An mobilem Recruiting führt kein Weg vorbei – die Nutzung von mobile steigt immer weiter und mehr und mehr Jobsuchende suchen mit ihrem Smartphone zwischendurch nach Stellenangeboten.

Besonders wichtig bei der Jobsuche auf mobilen Webseiten ist vor allem: Übersichtlichkeit, Benutzerfreundlichkeit, hoher Informationsgehalt und eine gute Gliederung. Eine übersichtliche Navigation ist das A und O, denn gerade am Smartphone möchte niemand lange scrollen um Texte zu lesen.

Im besten Fall können sich die Interessentinnen sogar direkt über das Smartphone bewerben. Mobil-optimierte Bewerbungsformulare verkürzen den Bewerbungsprozess stark und verringern Bewerbern den Aufwand.

Natürlich ist auch das leichte Auffinden des Inserates sehr wichtig, gute Sichtbarkeit erhöht die Chance von den richtigen Bewerberinnen gefunden zu werden. Mobil-optimierte Webseiten werden bei der Suche auf dem Smartphone als relevanter eingestuft und erscheinen damit weiter oben im Ranking.

Miriam Schindlwick (StepStone Österreich):

Ein Stelleninserat – egal ob mobil oder am Desktop – muss nutzerorientiert aufgebaut sein. Wir sind deshalb schon vor Jahren auf ein Design umgestiegen, das sich optimal auf allen Endgeräten darstellen lässt, ohne unterschiedliche Versionen produzieren zu müssen und das funktioniert so: Wir stellen alle Inserate in klar strukturieren Abschnitten dar. Das ermöglicht den Usern 1. eine bessere Übersicht, 2. eine bessere Vergleichbarkeit unterschiedlicher Anzeigen und 3. ermöglicht dieser Aufbau auch die passgenaue Darstellung – je nachdem auf welchem Endgerät ein User sie betrachtet. Wir nennen das „liquid design“, weil es sich fließend anpasst. Seit der Umstellung 2019 wird dieses Design laufend optimiert. Wir machen zu diesem Zweck regelmäßig Performancetest und erheben, ob es einen Unterschied macht, wenn zum Beispiel die Benefits weiter oben oder unten angezeigt werden, oder ob durch alternatives Wording etwa beim Button „Jetzt bewerben“ mehr Menschen motiviert werden können, ihn zu klicken. Da befinden wir uns in einer stetigen datengestützten Verbesserung.

Was wir grundsätzlich sehen ist, dass obwohl viel Recherche mobil passiert die Bewerbungen dann eher vom Desktop aus abgeschickt werden. Das liegt mitunter auch daran, dass immer noch häufig Unterlagen angefordert werden, die nicht mit einem Klick am Handy mitgeschickt werden können. One-Klick-Bewerbungen sind aber gerade bei mobilen Bewerbungen wichtig, das sollte man bedenken.

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Die Interview-Partner

Mag. Sandra Bascha

Sandra Bascha, Xing

Patrick Attanasio

Patrick Attanasio, Infoniqa

Miriam Schindlwick

Miriam Schindlwick, StepStone

Mag. Eva Selan, MSc | HR-Redakteurin aus Leidenschaft

Theoretischer Background: MSc in HRM & OE. Praktischer Background: HR in internationalen Konzernen und KMUs in Österreich und den USA.
Nach der Tätigkeit beim Print-Medium Magazin TRAiNiNG als Chefredakteurin, wechselte komplett in die Online-Welt und gründete Ende 2010 das HRweb.

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