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Fachkräftemangel, Personalentwicklung

Was hilft, generell flexibler, zukunftsorientierter, offener, optimistischer, aktiver zu werden? In Bezug auf Change-Projekt im Unternehmen und auch generell – das ganz normale Leben hat genügend Chancen, in denen mehr Optimismus & Flexibilität gut täte 😉

Daher spiele ich genau diese Frage in meine Experten-Interview-Runde und freue mich über ein unglaublich offenes und diverses Mindset, das mich – und hoffentlich auch Sie HRweb-Lesende – beflügelt!

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Was hilft, generell flexibler, zukunftsorientierter, offener, optimistischer, aktiver zu werden?

Diese Frage ist bewusst offen & weitreichend gestellt, um Einflüsse und Antworten aus den unterschiedlichsten Richtungen zuzulassen. Ich bin gespannt!

Christina Hackl (KICK OFF):

Wir leben in bewegten Zeiten. Bewegung statt Stillstand. In meiner Denkweise haben alle Dinge immer 2 Seiten oder auch 2 Betrachtungsweisen. Das Neue und noch Unbekannte muss nicht immer abschreckend sein und verunsichern. Es klingt auch spannend und macht neugierig. Die innere Haltung ist also ein entscheidender Faktor. Wir sind als Menschen in einer Selbstverantwortung und können selbstbestimmt agieren. In bewegten Zeiten kann uns das helfen, die Offenheit und Neugierde über die Angst zu stellen. In dieser inneren Haltung gelingt es besser, dem Tunnelblick zu entkommen und verschiedene Sichtweisen auf die Probleme und Veränderungen zu haben. Es regt sich die Lust, die Zukunft mitzugestalten und gleichzeitig besinnen wir uns auf unsere Stärken und Erfahrungen. Wir aktivieren unsere Ressourcen und ergänzen sie mit den neuen Elementen der letzten, sehr disruptiven Jahre. Die Verbindung von alt und neu kombiniert mit dem bestmöglichen, persönlichen Tun ermöglicht den Aufbruch in die Zukunft. Wir nennen das „Innogration“ – Innovation und Integration – diese, unsere Wortkreation beschreibt die 2 wesentlichen Zugänge in Veränderungen und Transformationen. Zum einen braucht die Transformation die Kraft der Innovation, zum anderen aber auch die Integration der Vergangenheit als Basis für die Zukunft. Die Integrationsarbeit bedeutet, die Dinge so anzunehmen, wie sie sind und sich damit für die Zukunft bereit machen und öffnen.

Corinna Ladinig, MBA (CTC Academy):

Auf jeden Fall braucht man ein Mindset, das ein Denken über die Grenzen des Bekannten erlaubt. Mut, Neues zu wagen und daher ein Umfeld, das Fehler als Lernchance sieht. Das verinnerlichte Wissen, dass es mehrere Personen braucht, um Neues zu erschaffen und somit die Neugier, Andersartigkeit als Bereicherung und nicht als Bedrohung wahrzunehmen. Dann braucht es den Einsatz kreativer Techniken mit denen man Zukunftsgestaltungsprozesse initiieren und begleiten kann. Generell können Menschen erst ab einem höheren Reifegrad / Stufe der Ich-Entwicklung zukunftsgestaltend Neues denken.

Christine Schönowitz (Group Austria):

Etablierung einer Vertrauenskultur hilft (Voraussetzung: offene Feedbackkultur; Fehlerkultur; Fragen statt feststellen; Wir reden miteinander und nicht übereinander).

Mag. (FH) Michaela Kreitmayer (Hernstein Institut):

„Am Ende wird alles gut und ist etwas noch nicht gut, dann ist es noch nicht zu Ende.“ Dieser Spruch hilft, aus schwierigen Phasen gestärkt hervorzugehen. Abgewandelt von dem Originalsatz: „Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende.“ Oscar Wilde

Um flexibler, zukunftsorientierter, offener, optimistischer und aktiver zu werden, hilft eine gute Portion Urvertrauen aus der Kindheit. An einem mangelnden Urvertrauen kann man arbeiten, in dem man sich mit seinen Glaubenssätzen auseinandersetzt. Eine gute Übung dafür kann ein ⇒ Antreiber-Test sein.

Ein weiterer hilfreicher Aspekt, um generell flexibler, zukunftsorientierter, offener, optimistischer und aktiver zu werden, ist, sich in regelmäßigen Abständen Zeit zu nehmen, um aus dem eigenen „Hamsterrad“ auszusteigen und eine Standortbestimmung zu machen: Wo stehe ich gerade? Verläuft mein Leben so, wie ich es gerne hätte?

Wenn man aus der Vogelperspektive auf sich blickt, fällt es leichter, Muster zu erkennen und nach den gewonnenen Erkenntnissen auch Veränderungen einzuleiten, falls etwas zu adaptieren ist.

Und sobald man das, was man macht, gerne macht, ist man automatisch offener, aktiver und optimistischer, da einem die Dinge leichter von der Hand gehen. Flexibilität braucht Freiraum im Denken. Sprich – man sollte es sich auch erlauben, alles denken zu dürfen, denn schließlich sind die Gedanken frei.

Veronika Aumaier MAS, MSc (Aumaier Consulting Training):

Unsere Haltung basiert auf unserem Wertesystem. Das Verhalten spiegelt unsere Haltung wider. Wenn wir unser Verhalten ändern sollen, dann haben wir unsere Haltung zu ändern. Im Erwachsenenalter haben wir uns im Allgemeinen ein Weltbild und Menschenbild ausgebildet, das uns hilft, komfortabel unser Leben zu bestreiten. Wir neigen dazu, in unseren Komfortzonen zu bleiben – sprich so zu tun, wie wir schon immer getan haben! Veränderungen von außen wehren wir oftmals ab. Wir gehen in die Opferhaltung und machen andere für den Veränderungsbedarf verantwortlich.

Unsere sich rasch verändernde, stark diverse Welt braucht Menschen mit offenem, lösungsorientiertem Mindset. Wir können uns bewusst für Offenheit und Optimismus entscheiden, indem wir Vielfalt und Diversität in der Arbeit und im Privatleben Tür und Tor öffnen. Das bedeutet im Arbeitsleben bspw die pro-aktive Teilnahme an Projekten, Mitgestaltung an neuen Ideen, Job Enrichment und Job Enlargement, um alle persönlich angelegten Kompetenzen und Fähigkeiten zur Entfaltung bringen zu können. Im Privatleben gilt es Vielfalt zuzulassen im Freundeskreis. Die gesellschaftliche Bubbel bewusst zu sprengen und freundschaftliche Beziehungen zu unterschiedlichsten Menschen zu pflegen, unabhängig von ihrem Alter, ihrer Kultur, ihrer gesellschaftlichen Stellung. Dazu gehören Urlaubsreisen, Umzüge und Jobwechsel (intern oder extern). Selbstbestimmt immer wieder bewusst Veränderungen im eigenen Leben anzustreben und zuzulassen trainiert Flexibilität, Offenheit und Lösungsorientierung. Die Erfahrungen, vielfältigste Lebenssituationen meistern zu können führt unweigerlich zu Optimismus und Zukunftsorientierung. Und wer diese Erfahrungen abkürzen und schneller ans Ziel kommen möchte, ist bei allen systemisch-lösungsorientierten Ausbildungen – wie bspw Coaching – bestens aufgehoben, da sie offenen Mindset und lösungsorientiertes Verhalten trainieren und Techniken und Modelle zur Verfügung stellen.

Erich Nepita (LHH|OTM Karriereberatung):

Die Notwendigkeit, die Personalstrategien zu modernisieren, um den Arbeitsplätzen der Zukunft gerecht zu werden, ist nicht wirklich neu. Unternehmen bemühen sich seit vielen Jahren, ihre Belegschaften zu verändern und neu aufzustellen, um den aktuellen und künftigen Anforderungen gerecht zu werden. Die Methoden und Strategien, die diese Unternehmen in der Vergangenheit angewandt haben – externe Einstellungen und Personalabbau bei Mitarbeitenden mit veralteten Qualifikationen – sind jedoch nicht mehr praktikabel.

Das Coaching muss auf die Strategie des Unternehmens abgestimmt und in die Lernaktivitäten des Talent-Managements integriert werden. Coaching beginnt mit dem Bewusstwerden über Denkweisen und der Übernahme von Verantwortung für Verhaltensänderungen.

Optimierung einer Team Performance im Change besteht aus 5 Schritten: Klare aktivierende Ziele setzen, Entwicklung von Rollenklarheit, Etablierung von Prozessen, Schaffung einer Problemlösungskultur und Aufbau von Vertrauen.

Dr. Judith Girschik (LSS Leadership Services):

Das ist tatsächlich eine besonders offen formulierte Frage.

Auch hier kommt es auf die individuelle Persönlichkeit an, denn: Manche Menschen verfügen über diese Eigenschaften von Natur aus. Sie bleiben selbst in Krisensituation emotional stabil.

Wer von der Natur mit Sensibilität, Harmoniebedürfnis und Zurückhaltung beschenkt wurde, lernt im Coaching,

  • sich proaktiv Ziele zu setzen
  • gezielt positive Denkmuster zu nutzen
  • auch einmal nein zu sagen,
  • und vor allem nachsichtig mit sich selbst zu sein.

Locker-leicht & flexibel auf Change reagieren

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Die Interview-Partner

Christina Hackl

Christina Hackl, KickOff

Erich Nepita

Erich Nepita, LHH, Onboarding-Prozess

Veronika Aumaier MAS, MSc

Veronika Aumaier

Christine Schönowitz

Schönowitz, Group Austria

Mag. (FH) Michaela Kreitmayer

Michaela Kreitmayer, Hernstein, hybrides Arbeiten

Corinna Ladinig, MBA

Corinna Ladinig, CTC

Dr. Judith Girschik

Judith Girschik, LSS
Mag. Eva Selan, MSc | HR-Redakteurin aus Leidenschaft

Theoretischer Background: MSc in HRM & OE. Praktischer Background: HR in internationalen Konzernen und KMUs in Österreich und den USA.
Nach der Tätigkeit beim Print-Medium Magazin TRAiNiNG als Chefredakteurin, wechselte sie komplett in die Online-Welt und gründete Ende 2010 das HRweb.

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